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Kein Gas mehr aus Russland? Eon-Chef warnt vor Folgen Sollten die russischen Gaslieferungen vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts eingestellt werden, warnt ein führender Vertreter der deutschen Energiebranche vor gravierenden Folgen für die Industrie. «Einige Betriebe müssten Stand heute von der Versorgung abgeschaltet werden», sagte der Chef des Energiekonzerns Eon, Leonhard Birnbaum, der Wochenzeitschrift «Die Zeit» (Donnerstag). Da das Ende der Heizperiode fast erreicht sei, würde sich ein Lieferstopp zwar zunächst nicht drastisch auswirken. «Aber im nächsten Winter könnte die Energiewirtschaft wahrscheinlich eine Reihe von Industriekunden nicht mehr ohne Weiteres versorgen.» Derzeit kommt circa die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Erdgases aus Russland. Birnbaum hofft darauf, dass die Bundesrepublik weiterhin Gas aus Russland bekommt. Er verweist darauf, dass Moskau selbst im Kalten Krieg stets geliefert habe, obwohl es mitunter Schwierigkeiten gegeben habe, die eigene Wirtschaft zu versorgen. Die Folgen des Konflikts für den Gasmarkt seien noch nicht absehbar. «Vieles spricht dafür, dass Preise wohl länger hoch bleiben», sagte der Eon-Vorstandsvorsitzende. Bei den Endkunden-Preisen komme es vor allem darauf an, ob die Politik Steuern und Abgaben senke, um für Entlastung zu sorgen.
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Kein Gas mehr aus Russland? Eon-Chef warnt vor Folgen

© Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Sollten die russischen Gaslieferungen vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts eingestellt werden, warnt ein führender Vertreter der deutschen Energiebranche vor gravierenden Folgen für die Industrie. «Einige Betriebe müssten Stand heute von der Versorgung abgeschaltet werden», sagte der Chef des Energiekonzerns Eon, Leonhard Birnbaum, der Wochenzeitschrift «Die Zeit» (Donnerstag). Da das Ende der Heizperiode fast erreicht sei, würde sich ein Lieferstopp zwar zunächst nicht drastisch auswirken. «Aber im nächsten Winter könnte die Energiewirtschaft wahrscheinlich eine Reihe von Industriekunden nicht mehr ohne Weiteres versorgen.»

Derzeit kommt circa die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Erdgases aus Russland. Birnbaum hofft darauf, dass die Bundesrepublik weiterhin Gas aus Russland bekommt. Er verweist darauf, dass Moskau selbst im Kalten Krieg stets geliefert habe, obwohl es mitunter Schwierigkeiten gegeben habe, die eigene Wirtschaft zu versorgen.

Die Folgen des Konflikts für den Gasmarkt seien noch nicht absehbar. «Vieles spricht dafür, dass Preise wohl länger hoch bleiben», sagte der Eon-Vorstandsvorsitzende. Bei den Endkunden-Preisen komme es vor allem darauf an, ob die Politik Steuern und Abgaben senke, um für Entlastung zu sorgen.


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