Schulen hissen weiße Fahnen wegen angespannter Corona-Lage Grundschulen in Düsseldorf und Wuppertal haben mit weißen Fahnen und Tüchern auf die angespannte Corona-Lage im Schulbetrieb aufmerksam gemacht. «Mit der weißen Fahne wollen wir ein Zeichen setzen: Bis hier hin und nicht weiter», erklärte Holger Thrien von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch. Die am Dienstag verkündete kurzfristige Änderung im Testverfahren sei symbolisch für die Probleme, denen die Schulen seit Beginn der Pandemie gegenüber stünden. Bei Grundschülern mit positivem Pool-Ergebnis bei den Lolli-Tests soll in NRW nur noch mit Schnelltests nachgetestet werden. Die Abgabe von einzelnen PCR-Rückstellproben an die Labore entfällt laut Schulministerium. Die kurzfristige Kommunikation vonseiten der Politik sei mittlerweile kein Sonderfall mehr, sondern die Regel, beklagte Thrien. Er befürchte, dass einige Lehrer aufgrund der großen Belastung aus dem Beruf aussteigen könnten. Dies würde den Lehrermangel in den Grundschulen noch verschlimmern. «Man merkt: Nach zwei Jahren ist der Akku leer», so Thrien. Er forderte unter anderem Fachpersonal für die Corona-Tests vor Unterrichtsbeginn und einen reduzierten Lehrplan. So sollten Lehrkräfte und Schüler, die auch immer öfter zu Hause in Quarantäne bleiben müssten, entlastet werden. An diesem Mittwoch wollen sich in Düsseldorf schätzungsweise rund 40 und in Wuppertal etwa 30 Grundschulen an der Protestaktion beteiligen, wie GEW-Vertreter erklärten. Die weißen Fahnen, Tücher und Bettlaken sollen laut dem Landesverband nun an jedem Mittwoch aus den Fenstern gehängt werden. Die Aktion habe das erste Mal im Dezember in einer Kölner Schule stattgefunden.

Schulen hissen weiße Fahnen wegen angespannter Corona-Lage

© Fabian Strauch/dpa

Grundschulen in Düsseldorf und Wuppertal haben mit weißen Fahnen und Tüchern auf die angespannte Corona-Lage im Schulbetrieb aufmerksam gemacht. «Mit der weißen Fahne wollen wir ein Zeichen setzen: Bis hier hin und nicht weiter», erklärte Holger Thrien von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch. Die am Dienstag verkündete kurzfristige Änderung im Testverfahren sei symbolisch für die Probleme, denen die Schulen seit Beginn der Pandemie gegenüber stünden. Bei Grundschülern mit positivem Pool-Ergebnis bei den Lolli-Tests soll in NRW nur noch mit Schnelltests nachgetestet werden. Die Abgabe von einzelnen PCR-Rückstellproben an die Labore entfällt laut Schulministerium.

Die kurzfristige Kommunikation vonseiten der Politik sei mittlerweile kein Sonderfall mehr, sondern die Regel, beklagte Thrien. Er befürchte, dass einige Lehrer aufgrund der großen Belastung aus dem Beruf aussteigen könnten. Dies würde den Lehrermangel in den Grundschulen noch verschlimmern. «Man merkt: Nach zwei Jahren ist der Akku leer», so Thrien. Er forderte unter anderem Fachpersonal für die Corona-Tests vor Unterrichtsbeginn und einen reduzierten Lehrplan. So sollten Lehrkräfte und Schüler, die auch immer öfter zu Hause in Quarantäne bleiben müssten, entlastet werden.

An diesem Mittwoch wollen sich in Düsseldorf schätzungsweise rund 40 und in Wuppertal etwa 30 Grundschulen an der Protestaktion beteiligen, wie GEW-Vertreter erklärten. Die weißen Fahnen, Tücher und Bettlaken sollen laut dem Landesverband nun an jedem Mittwoch aus den Fenstern gehängt werden. Die Aktion habe das erste Mal im Dezember in einer Kölner Schule stattgefunden.

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