Kriminalität Giftmord in Hürth: Auch Säugling gestorben Wegen des mutmaßlichen Giftmordes an zwei Frauen und einem Mordversuch muss sich bald ein Mann aus Hürth vor dem Landgericht in Köln verantworten. Der 41-Jährige soll seine Ehefrau und die Großmutter (92) seiner neuen Lebensgefährtin mit dem Schwermetall Thallium vergiftet haben. Seine seinerzeit schwangere und 36 Jahre alte Lebensgefährtin konnte gerettet werden. Wie Gerichtssprecher Jan Orth am Dienstag auf Anfrage bestätigte, ist nun auch der kürzlich geborene Säugling gestorben. Die zuständige Kammer des Landgerichts habe die Obduktion des Babys angeordnet, sagte Orth. Dabei soll geklärt werden, ob der Tod des Kindes möglicherweise in Zusammenhang mit der Vergiftung der Lebensgefährtin steht, in deren Blut das Thallium nachgewiesen worden war. Die «Kölnische Rundschau» (online) und der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch-Ausgabe) berichteten. Die Anklage lautet derzeit auf zweifachen Mord sowie versuchten Mord in Tateinheit mit versuchtem Schwangerschaftsabbruch. Als Mordmerkmale nimmt die Staatsanwaltschaft Heimtücke und Grausamkeit an. Laut Anklage hatte der Krankenpfleger den drei Frauen das Thallium 2020 und 2021 verabreicht. Das früher als Rattengift eingesetzte Mittel ruft unter anderem Herzrasen, Krämpfe, Organschäden oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt hervor. Der Prozess gegen den 41-Jährigen soll nach Gerichtsangaben am 19. September beginnen.
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Giftmord in Hürth: Auch Säugling gestorben

© Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Wegen des mutmaßlichen Giftmordes an zwei Frauen und einem Mordversuch muss sich bald ein Mann aus Hürth vor dem Landgericht in Köln verantworten. Der 41-Jährige soll seine Ehefrau und die Großmutter (92) seiner neuen Lebensgefährtin mit dem Schwermetall Thallium vergiftet haben. Seine seinerzeit schwangere und 36 Jahre alte Lebensgefährtin konnte gerettet werden. Wie Gerichtssprecher Jan Orth am Dienstag auf Anfrage bestätigte, ist nun auch der kürzlich geborene Säugling gestorben.

Die zuständige Kammer des Landgerichts habe die Obduktion des Babys angeordnet, sagte Orth. Dabei soll geklärt werden, ob der Tod des Kindes möglicherweise in Zusammenhang mit der Vergiftung der Lebensgefährtin steht, in deren Blut das Thallium nachgewiesen worden war. Die «Kölnische Rundschau» (online) und der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch-Ausgabe) berichteten.

Die Anklage lautet derzeit auf zweifachen Mord sowie versuchten Mord in Tateinheit mit versuchtem Schwangerschaftsabbruch. Als Mordmerkmale nimmt die Staatsanwaltschaft Heimtücke und Grausamkeit an. Laut Anklage hatte der Krankenpfleger den drei Frauen das Thallium 2020 und 2021 verabreicht. Das früher als Rattengift eingesetzte Mittel ruft unter anderem Herzrasen, Krämpfe, Organschäden oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt hervor. Der Prozess gegen den 41-Jährigen soll nach Gerichtsangaben am 19. September beginnen.

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