Geimpft und getestet zum Karneval: «Brauchtumszonen» In mehreren nordrhein-westfälischen Städten sollen nur geimpfte Narren mit einem zusätzlichen negativen Test oder einer Booster-Impfung Karneval feiern dürfen. In Düsseldorf und Bonn sollen sogenannte «Brauchtumszonen» ausgewiesen werden, für die strengere Corona-Regeln gelten. Köln will das ganze Stadtgebiet zu solch einer Zone erklären, sagte Stadtdirektorin Andrea Blome am Mittwoch. Dadurch gilt an den Karnevalstagen für die Narren in der gesamten Domstadt die 2G-plus-Regel. «Karneval in Köln ist ein dezentrales Fest», sagte Blome. Daher sei es gar nicht möglich, die erhöhten Schutzmaßnahmen nur auf wenige Orte zu beschränken. Das bedeute ausdrücklich nicht, dass die ganze Stadt als Partyzone ausgewiesen werde. Die Einhaltung der Regeln solle stichprobenartig kontrolliert werden. Für «Anwohnende, Geschäftsleute, Mitarbeitende in den verschiedenen Betrieben» gelte die 2G-plus-Regel nicht, sagte Blome. Sie betreffe aber alle, die in Köln Karneval feiern wollten. «Die kann man ja meistens schon an ihrem Outfit erkennen.» Die Kölner SPD-Ratsfraktion sagte, die Idee einer stadtweiten «Brauchtumszone» könne nur ein «schlechter Scherz» sein. Fraglich sei, wer die Einhaltung der Regeln dann kontrollieren solle, teilte der Fraktionsvorsitzende Christian Joisten mit. «Und soll jeder kontrolliert werden, der eine Pappnas trägt oder nur Jecke, die sich in Gruppen auf der Straße treffen?» Die Fraktion forderte stattdessen klar begrenzte Zonen mit strengen Kontrollen. Karneval falle in eine schwierige Zeit, in der das Gesundheitssystem «buchstäblich in die Zange genommen wird», sagte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). Straßenkarneval könne zwar nicht einfach so abgesagt werden, das Geschehen müsse aber in die richtigen Bahnen gelenkt werden. In der Landeshauptstadt soll ein Teil der Altstadt daher als «Brauchtumszone» ausgewiesen werden - der Bereich, in dem auch das Glasverbot gelte. Auch in Bonn setzt man zum Schutz vor dem Coronavirus auf die «Brauchtumszonen». In der Altstadt und auf mehreren öffentlichen Plätzen sollen zwischen dem 24. Februar und 1. März die verschärften Regeln gelten. Die Landesregierung hatte den Städten mit der neuen Corona-Schutzverordnung die Möglichkeit gegeben, Zonen mit verschärften Regeln für Karneval auszuweisen. In diesen Bereichen gilt die 2G-plus-Regel. Grundimmunisierte brauchen einen aktuellen negativen Test oder eine Booster-Impfung. Für Feiern, die in diesen sogenannten «Brauchtumszonen» drinnen stattfinden, brauchen auch Geboosterte einen aktuellen Schnelltest.

Geimpft und getestet zum Karneval: «Brauchtumszonen»

© Henning Kaiser/dpa/Archivbild

In mehreren nordrhein-westfälischen Städten sollen nur geimpfte Narren mit einem zusätzlichen negativen Test oder einer Booster-Impfung Karneval feiern dürfen. In Düsseldorf und Bonn sollen sogenannte «Brauchtumszonen» ausgewiesen werden, für die strengere Corona-Regeln gelten. Köln will das ganze Stadtgebiet zu solch einer Zone erklären, sagte Stadtdirektorin Andrea Blome am Mittwoch. Dadurch gilt an den Karnevalstagen für die Narren in der gesamten Domstadt die 2G-plus-Regel.

«Karneval in Köln ist ein dezentrales Fest», sagte Blome. Daher sei es gar nicht möglich, die erhöhten Schutzmaßnahmen nur auf wenige Orte zu beschränken. Das bedeute ausdrücklich nicht, dass die ganze Stadt als Partyzone ausgewiesen werde. Die Einhaltung der Regeln solle stichprobenartig kontrolliert werden. Für «Anwohnende, Geschäftsleute, Mitarbeitende in den verschiedenen Betrieben» gelte die 2G-plus-Regel nicht, sagte Blome. Sie betreffe aber alle, die in Köln Karneval feiern wollten. «Die kann man ja meistens schon an ihrem Outfit erkennen.»

Die Kölner SPD-Ratsfraktion sagte, die Idee einer stadtweiten «Brauchtumszone» könne nur ein «schlechter Scherz» sein. Fraglich sei, wer die Einhaltung der Regeln dann kontrollieren solle, teilte der Fraktionsvorsitzende Christian Joisten mit. «Und soll jeder kontrolliert werden, der eine Pappnas trägt oder nur Jecke, die sich in Gruppen auf der Straße treffen?» Die Fraktion forderte stattdessen klar begrenzte Zonen mit strengen Kontrollen.

Karneval falle in eine schwierige Zeit, in der das Gesundheitssystem «buchstäblich in die Zange genommen wird», sagte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). Straßenkarneval könne zwar nicht einfach so abgesagt werden, das Geschehen müsse aber in die richtigen Bahnen gelenkt werden. In der Landeshauptstadt soll ein Teil der Altstadt daher als «Brauchtumszone» ausgewiesen werden - der Bereich, in dem auch das Glasverbot gelte.

Auch in Bonn setzt man zum Schutz vor dem Coronavirus auf die «Brauchtumszonen». In der Altstadt und auf mehreren öffentlichen Plätzen sollen zwischen dem 24. Februar und 1. März die verschärften Regeln gelten.

Die Landesregierung hatte den Städten mit der neuen Corona-Schutzverordnung die Möglichkeit gegeben, Zonen mit verschärften Regeln für Karneval auszuweisen. In diesen Bereichen gilt die 2G-plus-Regel. Grundimmunisierte brauchen einen aktuellen negativen Test oder eine Booster-Impfung. Für Feiern, die in diesen sogenannten «Brauchtumszonen» drinnen stattfinden, brauchen auch Geboosterte einen aktuellen Schnelltest.


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