Gebauer: Kein Anbieterwechsel bei Selbsttests für Schulen Das NRW-Schulministerium hält das Testverfahren an den Schulen für sicher und sieht auch keinen Anlass für einen Anbieterwechsel bei den Corona-Selbsttests. Die seit Jahresbeginn genutzten Testprodukte aus China seien zuverlässig und «qualitativ hochwertig», sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. Sie würden auch in vielen anderen Bundesländern genutzt, wo ebenfalls kein Anbieterwechsel geplant sei. Die Tests funktionierten laut Gebauer auch bei der Omikron-Variante zuverlässig. Die SPD-Opposition hatte zuvor erneut Zweifel an der Sensitivität der Selbsttests geäußert. In Grundschulen fallen immer wieder nach positiven Labor-PCR-Pooltests von Schulklassen die anschließenden Einzel-Selbsttests bei allen Schülern durchweg negativ aus, wie Fraktionsvize Jochen Ott schilderte. Es sei von vielen unentdeckten Infektionen auszugehen. Gebauer kritisierte eine «Desinformationskampagne». Damit würden Lehrer und Familien gezielt verunsichert. Im «Interesse von Wahrheit und Klarheit» müsse das eingestellt werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW mahnte, Eltern, Kinder und Lehrkräfte bräuchten «die Zuversicht, dass die sichere Präsenz und der Gesundheitsschutz handlungsleitend sind. Das Gefühl haben sie nicht, wenn ein positiver Pool mit einem Antigenschnelltest zu einem negativen wird.» Das verunsichere immens, betonte die Landesvorsitzende Ayla Çelik. Bei allen Akteuren entstehe «das Gefühl, mit den eigenen Ängsten nicht gesehen und auf sich selbst zurückgeworfen zu sein». Auch mit dem vor zwei Wochen geänderten sogenannten Lolli-PCR-Testverfahren verfüge NRW über eines der sichersten Schultestsysteme aller Bundesländer, betont dagegen das Schulministerium. Seit dem 26. Januar wird nach einem positiven PCR-Pool-Test nicht mehr jeder Schüler über einen individuellen Labortest via PCR sofort nachgetestet, sondern nur noch per Selbsttest an den Schulen nachgeprüft. Gebauer berichtete, dass derzeit 6,4 Prozent der Lehrkräfte coronabedingt keinen Präsenzunterricht erteilen können. Und 9,1 Prozent der Schüler lernen wegen Corona aktuell nicht im Klassenzimmer. Zum Stichtag 2. Februar waren vier Schulen in NRW geschlossen, in elf Schulen wurde reiner Distanzunterricht erteilt. In 366 weiteren Schulen erfolgte der Unterricht sowohl im Distanz- als auch im Präsenzmodus. Die Lehrergewerkschaft VBE forderte die Landesregierung auf, die Schulen zu entlasten. «Immer mehr Lehrkräfte fallen aus. Gleichzeitig stecken sich immer mehr Schülerinnen und Schüler an. Die Schulen sind am Limit und benötigen dringend Unterstützung», unterstrich Landeschef Stefan Behlau. Es brauche mehr Fachkräfte und zusätzliches Personal, akut zudem mobile Testteams an den Schulen. «Leider passiert nichts.» Der Personalmangel lasse es kaum noch zu, dass sich Pädagogen ihrer eigentlichen Aufgabe widmen könnten - der individuellen Förderung und Betreuung der Schüler. Genauer sagte, nach jüngsten Daten habe der Krankenstand von Lehrkräften 2020 im Durchschnitt bei 6,38 Prozent gelegen. Damit sei der Krankenstand niedriger ausgefallen als bei der «Gesamtheit der Landesbeschäftigten». Für die Fehlzeiten gebe es eine Vielzahl von individuellen Gründen.

Gebauer: Kein Anbieterwechsel bei Selbsttests für Schulen

© Oliver Berg/dpa/Archivbild

Das NRW-Schulministerium hält das Testverfahren an den Schulen für sicher und sieht auch keinen Anlass für einen Anbieterwechsel bei den Corona-Selbsttests. Die seit Jahresbeginn genutzten Testprodukte aus China seien zuverlässig und «qualitativ hochwertig», sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. Sie würden auch in vielen anderen Bundesländern genutzt, wo ebenfalls kein Anbieterwechsel geplant sei. Die Tests funktionierten laut Gebauer auch bei der Omikron-Variante zuverlässig.

Die SPD-Opposition hatte zuvor erneut Zweifel an der Sensitivität der Selbsttests geäußert. In Grundschulen fallen immer wieder nach positiven Labor-PCR-Pooltests von Schulklassen die anschließenden Einzel-Selbsttests bei allen Schülern durchweg negativ aus, wie Fraktionsvize Jochen Ott schilderte. Es sei von vielen unentdeckten Infektionen auszugehen.

Gebauer kritisierte eine «Desinformationskampagne». Damit würden Lehrer und Familien gezielt verunsichert. Im «Interesse von Wahrheit und Klarheit» müsse das eingestellt werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW mahnte, Eltern, Kinder und Lehrkräfte bräuchten «die Zuversicht, dass die sichere Präsenz und der Gesundheitsschutz handlungsleitend sind. Das Gefühl haben sie nicht, wenn ein positiver Pool mit einem Antigenschnelltest zu einem negativen wird.» Das verunsichere immens, betonte die Landesvorsitzende Ayla Çelik. Bei allen Akteuren entstehe «das Gefühl, mit den eigenen Ängsten nicht gesehen und auf sich selbst zurückgeworfen zu sein».

Auch mit dem vor zwei Wochen geänderten sogenannten Lolli-PCR-Testverfahren verfüge NRW über eines der sichersten Schultestsysteme aller Bundesländer, betont dagegen das Schulministerium. Seit dem 26. Januar wird nach einem positiven PCR-Pool-Test nicht mehr jeder Schüler über einen individuellen Labortest via PCR sofort nachgetestet, sondern nur noch per Selbsttest an den Schulen nachgeprüft.

Gebauer berichtete, dass derzeit 6,4 Prozent der Lehrkräfte coronabedingt keinen Präsenzunterricht erteilen können. Und 9,1 Prozent der Schüler lernen wegen Corona aktuell nicht im Klassenzimmer. Zum Stichtag 2. Februar waren vier Schulen in NRW geschlossen, in elf Schulen wurde reiner Distanzunterricht erteilt. In 366 weiteren Schulen erfolgte der Unterricht sowohl im Distanz- als auch im Präsenzmodus.

Die Lehrergewerkschaft VBE forderte die Landesregierung auf, die Schulen zu entlasten. «Immer mehr Lehrkräfte fallen aus. Gleichzeitig stecken sich immer mehr Schülerinnen und Schüler an. Die Schulen sind am Limit und benötigen dringend Unterstützung», unterstrich Landeschef Stefan Behlau. Es brauche mehr Fachkräfte und zusätzliches Personal, akut zudem mobile Testteams an den Schulen. «Leider passiert nichts.» Der Personalmangel lasse es kaum noch zu, dass sich Pädagogen ihrer eigentlichen Aufgabe widmen könnten - der individuellen Förderung und Betreuung der Schüler.

Genauer sagte, nach jüngsten Daten habe der Krankenstand von Lehrkräften 2020 im Durchschnitt bei 6,38 Prozent gelegen. Damit sei der Krankenstand niedriger ausgefallen als bei der «Gesamtheit der Landesbeschäftigten». Für die Fehlzeiten gebe es eine Vielzahl von individuellen Gründen.

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