Eltern sollen Freund der Tochter in die Tiefe gestoßen haben Weil sie den Freund ihrer Tochter in elf Meter Tiefe gestoßen haben sollen, müssen sich Eltern in Düsseldorf vor Gericht verantworten. Angeklagt sind sie wegen versuchten Totschlags. Beim Prozessauftakt am Düsseldorfer Landgericht schwieg das Paar am Donnerstag zu den Vorwürfen, dafür sprach das mutmaßliche Opfer als Zeuge. Der 29-Jährige wurde bei dem Sturz aus der dritten Etage vor einem Jahr schwer verletzt. Laut Anklage erlitt er zwölf Knochenbrüche. Die Angeklagten sollen ihm dennoch jede Hilfe verweigert haben. Die Eltern waren überraschend heimgekehrt, so dass der Freund der erwachsenen Tochter auf das Fenstersims der Mietwohnung geklettert war, um sich vor ihnen zu verstecken. Doch laut Anklage entdeckten ihn die Eltern: Die Mutter soll die Finger des jungen Mannes vom Fensterrahmen gelöst und der aufgebrachte Vater ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Der junge Mann stürzte in die Tiefe. Bei den Angeklagten handelt es sich um armenische Christen, die 2019 mit ihrer Tochter nach Deutschland gekommen waren. Beim Opfer handelt es sich um einen muslimischen Afghanen. «Die Eltern hätten mich nicht akzeptiert, wegen Religion und Nationalität», sagte er im Zeugenstand über seine heimlich geführte Beziehung. Und zum Tattag: «Ich hatte gedacht, wir hätten mehr Zeit.» Seine damalige Freundin habe erklärt, ihre Eltern wären in Köln bei einem Anwalt. Als die Eltern dann auftauchten, sei die 25-jährige Tochter in Panik geraten: «Versteck dich, versteck dich!», habe sie gerufen. Daraufhin habe er sich noch schnell einen Pullover übergestreift und sei auf das Fenstersims geklettert. «Ich lag zwei Monate im Krankenhaus. Meine Freundin hat mich nur einmal besucht.» Heute habe er keinen Kontakt mehr zu ihr. Sie wird im Prozess wohl nicht gegen ihre Eltern aussagen. Der schwerkranke Angeklagte (51) und seine mitangeklagte Ehefrau (45) befinden sich auf freiem Fuß. Für den Prozess sind bis zum 18. März noch sechs weitere Verhandlungstage angesetzt.

Eltern sollen Freund der Tochter in die Tiefe gestoßen haben

Weil sie den Freund ihrer Tochter in elf Meter Tiefe gestoßen haben sollen, müssen sich Eltern in Düsseldorf vor Gericht verantworten. Angeklagt sind sie wegen versuchten Totschlags. Beim Prozessauftakt am Düsseldorfer Landgericht schwieg das Paar am Donnerstag zu den Vorwürfen, dafür sprach das mutmaßliche Opfer als Zeuge.

Der 29-Jährige wurde bei dem Sturz aus der dritten Etage vor einem Jahr schwer verletzt. Laut Anklage erlitt er zwölf Knochenbrüche. Die Angeklagten sollen ihm dennoch jede Hilfe verweigert haben. Die Eltern waren überraschend heimgekehrt, so dass der Freund der erwachsenen Tochter auf das Fenstersims der Mietwohnung geklettert war, um sich vor ihnen zu verstecken.

Doch laut Anklage entdeckten ihn die Eltern: Die Mutter soll die Finger des jungen Mannes vom Fensterrahmen gelöst und der aufgebrachte Vater ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Der junge Mann stürzte in die Tiefe.

Bei den Angeklagten handelt es sich um armenische Christen, die 2019 mit ihrer Tochter nach Deutschland gekommen waren. Beim Opfer handelt es sich um einen muslimischen Afghanen. «Die Eltern hätten mich nicht akzeptiert, wegen Religion und Nationalität», sagte er im Zeugenstand über seine heimlich geführte Beziehung.

Und zum Tattag: «Ich hatte gedacht, wir hätten mehr Zeit.» Seine damalige Freundin habe erklärt, ihre Eltern wären in Köln bei einem Anwalt. Als die Eltern dann auftauchten, sei die 25-jährige Tochter in Panik geraten: «Versteck dich, versteck dich!», habe sie gerufen. Daraufhin habe er sich noch schnell einen Pullover übergestreift und sei auf das Fenstersims geklettert.

«Ich lag zwei Monate im Krankenhaus. Meine Freundin hat mich nur einmal besucht.» Heute habe er keinen Kontakt mehr zu ihr. Sie wird im Prozess wohl nicht gegen ihre Eltern aussagen. Der schwerkranke Angeklagte (51) und seine mitangeklagte Ehefrau (45) befinden sich auf freiem Fuß. Für den Prozess sind bis zum 18. März noch sechs weitere Verhandlungstage angesetzt.

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