Branche will Erleichterungen für Bau neuer Windräder Die nordrhein-westfälische Windkraft-Branche dringt bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen in NRW auf Erleichterungen beim Bau neuer Windräder. Nötig sei unter anderem eine ersatzlose Streichung des 1000 Meter-Mindestabstandes zu Wohnbebauung, sagte der Vorsitzende des Landesverband Erneuerbare Energien, Reiner Priggen, am Montag in Düsseldorf. Auch pauschale Abstände zu Erdbeben-Messstationen müssten abgeschafft werden. Außerdem sollten neben den durch Dürre und Borkenkäfer-Befall freigewordenen Flächen auch sonstige Nutzwälder für Windenergie genutzt werden dürfen. «Es gibt keine Gründe des Naturschutzes, Windenergieanlagen in Forsten grundsätzlich auszuschließen», sagte der NRW-Geschäftsleiter der Naturschutzorganisation BUND, Dirk Jansen. Waldökosysteme müssen allerdings tabu bleiben. Laut dem am Wochenende verabschiedeten Sondierungspapier wollen CDU und Grüne in den kommenden fünf Jahren mindestens 1000 zusätzliche Windkraftanlagen errichten - «auch auf Industrie-, Gewerbe-, Forst- und Kalamitätsflächen sowie entlang von Verkehrswegen». An anderer Stelle ist in dem Papier auch von einer «Abschaffung der pauschalen Abstandsregelung» die Rede. Priggen äußerte sich zurückhaltend dazu. Konkret werde dies erst, wenn es in einem Koalitionsvertrag festgehalten sei. Darin müsse «ganz klar drinstehen: Was gibt es für einen Abstand und zu was?» Der LEE stellte eine von ihm in Auftrag gegebene Studie vor, wonach rund 2,8 Prozent der Landesfläche für Windkraft genutzt werden können. Derzeit sind laut LEE nur 1,2 Prozent der Fläche für Windkraft ausgewiesen. Nach dem Willen der Ampel-Koalition in Berlin sollen künftig zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie reserviert werden.

Branche will Erleichterungen für Bau neuer Windräder

© Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Die nordrhein-westfälische Windkraft-Branche dringt bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen in NRW auf Erleichterungen beim Bau neuer Windräder. Nötig sei unter anderem eine ersatzlose Streichung des 1000 Meter-Mindestabstandes zu Wohnbebauung, sagte der Vorsitzende des Landesverband Erneuerbare Energien, Reiner Priggen, am Montag in Düsseldorf. Auch pauschale Abstände zu Erdbeben-Messstationen müssten abgeschafft werden.

Außerdem sollten neben den durch Dürre und Borkenkäfer-Befall freigewordenen Flächen auch sonstige Nutzwälder für Windenergie genutzt werden dürfen. «Es gibt keine Gründe des Naturschutzes, Windenergieanlagen in Forsten grundsätzlich auszuschließen», sagte der NRW-Geschäftsleiter der Naturschutzorganisation BUND, Dirk Jansen. Waldökosysteme müssen allerdings tabu bleiben.

Laut dem am Wochenende verabschiedeten Sondierungspapier wollen CDU und Grüne in den kommenden fünf Jahren mindestens 1000 zusätzliche Windkraftanlagen errichten - «auch auf Industrie-, Gewerbe-, Forst- und Kalamitätsflächen sowie entlang von Verkehrswegen». An anderer Stelle ist in dem Papier auch von einer «Abschaffung der pauschalen Abstandsregelung» die Rede. Priggen äußerte sich zurückhaltend dazu. Konkret werde dies erst, wenn es in einem Koalitionsvertrag festgehalten sei. Darin müsse «ganz klar drinstehen: Was gibt es für einen Abstand und zu was?»

Der LEE stellte eine von ihm in Auftrag gegebene Studie vor, wonach rund 2,8 Prozent der Landesfläche für Windkraft genutzt werden können. Derzeit sind laut LEE nur 1,2 Prozent der Fläche für Windkraft ausgewiesen. Nach dem Willen der Ampel-Koalition in Berlin sollen künftig zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie reserviert werden.


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