Energieversorger Betriebsrat und Verdi gegen Zerschlagung von Uniper In der Debatte um die Zukunft des kriselnden Energieversorgers Uniper haben sich der Uniper-Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi gegen eine Zerschlagung des größten deutschen Gasimporteurs ausgesprochen. Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Harald Seegatz, warnte am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, ein solcher Schritt bringe nur Unsicherheiten für die Beschäftigen. Besser als die Risiken in einer kleinen Einheit zu bündeln, sei es, das Risiko auf alle Unternehmenseinheiten zu verteilen. Zuvor hatte sich bereits Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz gegen den Vorschlag des finnischen Uniper-Mehrheitseigners Fortum ausgesprochen, Uniper zu restrukturieren und die systemkritischen deutschen Geschäftsbereiche in einer Versorgungssicherheitsgesellschaft im Eigentum des Bundes zusammenzufassen. «Wir wollen vermeiden, dass der Mutterkonzern Fortum ausschließlich Risiken auslagert und an den Bund abgibt», sagte Schmitz dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». «In dem Fall würden wir in einen offenen Konflikt hineinlaufen.» Stattdessen solle sich der Bund lieber am gesamten Konzern beteiligen. «Dann hätte der Bund auch Gestaltungsmöglichkeiten für den Ausbau der erneuerbaren Energien und des Wasserstoffgeschäfts», sagte Schmitz. Uniper steht als größter deutscher Gasimporteur nach der starken Drosselung russischer Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 schwer unter Druck. Die Firma muss teures Gas einkaufen, um Verträge mit seinen Kunden bedienen zu können. Uniper spielt eine zentrale Rolle für die deutsche Energieversorgung und beliefert mehr als hundert Stadtwerke und Industriefirmen.
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Betriebsrat und Verdi gegen Zerschlagung von Uniper

© Oliver Berg/dpa/Archivbild

In der Debatte um die Zukunft des kriselnden Energieversorgers Uniper haben sich der Uniper-Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi gegen eine Zerschlagung des größten deutschen Gasimporteurs ausgesprochen. Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Harald Seegatz, warnte am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, ein solcher Schritt bringe nur Unsicherheiten für die Beschäftigen. Besser als die Risiken in einer kleinen Einheit zu bündeln, sei es, das Risiko auf alle Unternehmenseinheiten zu verteilen.

Zuvor hatte sich bereits Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz gegen den Vorschlag des finnischen Uniper-Mehrheitseigners Fortum ausgesprochen, Uniper zu restrukturieren und die systemkritischen deutschen Geschäftsbereiche in einer Versorgungssicherheitsgesellschaft im Eigentum des Bundes zusammenzufassen. «Wir wollen vermeiden, dass der Mutterkonzern Fortum ausschließlich Risiken auslagert und an den Bund abgibt», sagte Schmitz dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». «In dem Fall würden wir in einen offenen Konflikt hineinlaufen.»

Stattdessen solle sich der Bund lieber am gesamten Konzern beteiligen. «Dann hätte der Bund auch Gestaltungsmöglichkeiten für den Ausbau der erneuerbaren Energien und des Wasserstoffgeschäfts», sagte Schmitz.

Uniper steht als größter deutscher Gasimporteur nach der starken Drosselung russischer Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 schwer unter Druck. Die Firma muss teures Gas einkaufen, um Verträge mit seinen Kunden bedienen zu können. Uniper spielt eine zentrale Rolle für die deutsche Energieversorgung und beliefert mehr als hundert Stadtwerke und Industriefirmen.


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