Umweltpolitik Tote Fische in Elbe: Behörde erreichen dramatische Bilder Der Fund zahlreicher Fische in der Elbe, die wegen des niedrigen Sauerstoffgehalts im Wasser verendet sind, hat auch die Hamburger Umweltbehörde alarmiert. Ein Sprecher der Behörde von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) teilte mit, es hätten sie «dramatische Bilder von toten Fischen in der Elbe» erreicht. Niedrige Sauerstoffwerte im Bereich der Hamburger Tideelbe träten zwar jedes Jahr im Sommer auf. Und normalerweise schaffe nachlaufendes, sauerstoffhaltiges Wasser aus dem Mittelauf der Elbe Linderung. «Doch das ist dieses Jahr anders, denn auch im nachlaufenden Wasser sind die Sauerstoffwerte sehr niedrig.» Man arbeite mit Hochdruck daran, die Gründe dafür herauszufinden - «noch sind sie unbekannt». Karl-Heinz Meyer, Geschäftsleitung des Anglerverbands Hamburg, betonte: «Dieser Sommer ist so schlimm wie nie.» Der Blick am Donnerstag am Standort Entenwerder sei bedrückend gewesen: «Da schwammen mit der Flut die toten Fische vorbei.» Meyer forderte den Wiederaufbau und die Erhaltung der Flachwasserzonen für die Elbe. Für jeden ersichtlich nehme die Verschlickung wie etwa im Holzhafen oder in der Hafencity ständig zu, ohne dass etwas dagegen getan werde, teilte der Anglerverband weiter mit. Diese Flachwasserzonen seien aber für ein gesundes Gewässer unerlässlich. «Wird gegen diese verheerenden Umstände nicht gehandelt, indem zum Beispiel die Elbvertiefung eingeschränkt, Flachwasserzonen aufgebaut oder Sauerstoff eingebracht wird, ist die Elbe und ihr gesamtes Biotop nicht mehr zu retten.» Die Umweltverbände BUND, Nabu und WWF hatten zuvor Alarm geschlagen und von einem dramatischen Fischsterben gesprochen. Demnach ist im gesamten Hafenbereich sowie bis Wedel und weit hinter die Bunthäuser Spitze die Sauerstoffkonzentration auf Werte von unter zwei Milligramm pro Liter abgesunken - «eine für die Elbfische absolut tödliche Situation». Die Verbände fürchten, dass langfristig deshalb ein gesamtes Ökosystem sterben werde.
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Tote Fische in Elbe: Behörde erreichen dramatische Bilder

© Christian Charisius/dpa/Bildarchiv

Der Fund zahlreicher Fische in der Elbe, die wegen des niedrigen Sauerstoffgehalts im Wasser verendet sind, hat auch die Hamburger Umweltbehörde alarmiert. Ein Sprecher der Behörde von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) teilte mit, es hätten sie «dramatische Bilder von toten Fischen in der Elbe» erreicht.

Niedrige Sauerstoffwerte im Bereich der Hamburger Tideelbe träten zwar jedes Jahr im Sommer auf. Und normalerweise schaffe nachlaufendes, sauerstoffhaltiges Wasser aus dem Mittelauf der Elbe Linderung. «Doch das ist dieses Jahr anders, denn auch im nachlaufenden Wasser sind die Sauerstoffwerte sehr niedrig.» Man arbeite mit Hochdruck daran, die Gründe dafür herauszufinden - «noch sind sie unbekannt».

Karl-Heinz Meyer, Geschäftsleitung des Anglerverbands Hamburg, betonte: «Dieser Sommer ist so schlimm wie nie.» Der Blick am Donnerstag am Standort Entenwerder sei bedrückend gewesen: «Da schwammen mit der Flut die toten Fische vorbei.» Meyer forderte den Wiederaufbau und die Erhaltung der Flachwasserzonen für die Elbe.

Für jeden ersichtlich nehme die Verschlickung wie etwa im Holzhafen oder in der Hafencity ständig zu, ohne dass etwas dagegen getan werde, teilte der Anglerverband weiter mit. Diese Flachwasserzonen seien aber für ein gesundes Gewässer unerlässlich. «Wird gegen diese verheerenden Umstände nicht gehandelt, indem zum Beispiel die Elbvertiefung eingeschränkt, Flachwasserzonen aufgebaut oder Sauerstoff eingebracht wird, ist die Elbe und ihr gesamtes Biotop nicht mehr zu retten.»

Die Umweltverbände BUND, Nabu und WWF hatten zuvor Alarm geschlagen und von einem dramatischen Fischsterben gesprochen. Demnach ist im gesamten Hafenbereich sowie bis Wedel und weit hinter die Bunthäuser Spitze die Sauerstoffkonzentration auf Werte von unter zwei Milligramm pro Liter abgesunken - «eine für die Elbfische absolut tödliche Situation». Die Verbände fürchten, dass langfristig deshalb ein gesamtes Ökosystem sterben werde.


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