Konjunktur Wirtschaftswachstum verliert Tempo: Großer Inflationseffekt Die Konjunktur in Niedersachsen hat im ersten Halbjahr deutlich an Schwung gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebüßt. Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Hannover stieg die Wirtschaftsleistung unter Berücksichtigung der Preisentwicklung (real) im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent. In der ersten Jahreshälfte 2021 hatte noch ein Plus von 3,9 Prozent gestanden. Nominal - also ohne Bereinigung um die derzeit starke Inflationsentwicklung - kam das Land auf 7,9 Prozent Wachstum. Letzterer Wert ist allerdings durch die hohe Teuerung verzerrt. In mehreren Industrie- und Handelsbranchen wurde ein verbessertes Geschäft großteils vom wachsenden Preisniveau aufgefressen, erklärten die Statistiker am Freitag. «Einzig der Bereich Tourismus konnte sehr hohe Steigerungen der Übernachtungen und der Umsätze melden.» Im kleinsten Bundesland Bremen nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut vorläufigen Zahlen von Januar bis Juni real um 5,0 und nominal um 11,1 Prozent zu. Auch hier wiesen die Experten jedoch auf die anhaltenden Belastungen der Wirtschaft hin: «Vor allem der Krieg in der Ukraine und seine Folgen für den Energiemarkt haben großen Einfluss auf die Entwicklung.» Nach der schwierigen Corona-Zeit habe es zuletzt auch wichtige Nachholeffekte etwa im Gastgewerbe gegeben.
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Konjunktur

Wirtschaftswachstum verliert Tempo: Großer Inflationseffekt

Die Konjunktur in Niedersachsen hat im ersten Halbjahr deutlich an Schwung gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebüßt. Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Hannover stieg die Wirtschaftsleistung unter Berücksichtigung der Preisentwicklung (real) im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent. In der ersten Jahreshälfte 2021 hatte noch ein Plus von 3,9 Prozent gestanden. Nominal - also ohne Bereinigung um die derzeit starke Inflationsentwicklung - kam das Land auf 7,9 Prozent Wachstum. Letzterer Wert ist allerdings durch die hohe Teuerung verzerrt.

In mehreren Industrie- und Handelsbranchen wurde ein verbessertes Geschäft großteils vom wachsenden Preisniveau aufgefressen, erklärten die Statistiker am Freitag. «Einzig der Bereich Tourismus konnte sehr hohe Steigerungen der Übernachtungen und der Umsätze melden.»

Im kleinsten Bundesland Bremen nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut vorläufigen Zahlen von Januar bis Juni real um 5,0 und nominal um 11,1 Prozent zu. Auch hier wiesen die Experten jedoch auf die anhaltenden Belastungen der Wirtschaft hin: «Vor allem der Krieg in der Ukraine und seine Folgen für den Energiemarkt haben großen Einfluss auf die Entwicklung.» Nach der schwierigen Corona-Zeit habe es zuletzt auch wichtige Nachholeffekte etwa im Gastgewerbe gegeben.

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