Energie Städte sparen wegen Energiekrise bei der Beleuchtung Die Energiekrise zwingt die niedersächsischen Städte zum Sparen. Ein Ansatz dabei: Straßenlampen werden früher abgeschaltet und wichtige Gebäude und Denkmäler nicht mehr oder nicht mehr so lange angestrahlt. In der Landeshauptstadt Hannover wird beispielsweise schon seit dem Sommer auf das Anstrahlen von Sehenswürdigkeiten und repräsentativen Bauwerken wie dem Neuen Rathaus oder auch verschiedenen Museen verzichtet. Derzeit werde auch geprüft, ob die Straßenbeleuchtung in bestimmten Teilen der Stadt anders gesteuert werden könne, sagte ein Sprecher der Stadt Hannover. So gebe es die Überlegung, die Zeiten der einzelnen Beleuchtungen zu verkürzen. «An erster Stelle steht dabei aber natürlich die Verkehrssicherheit», betonte der Sprecher. Auch die Stadt Hildesheim verzichtet schon seit einiger Zeit auf die Beleuchtung von Denkmälern und Wahrzeichen. Die Straßenbeleuchtung werde jedoch aus technischen Gründen nicht komplett abgeschaltet. Stattdessen wird - wie auch schon vor der Energiekrise - die Helligkeit der Laternen in den Abendstunden um die Hälfte verringert. In Wolfsburg werden den Angaben zufolge in einzelnen Straßenzügen die Lampen ausgeschaltet. Einzelne Statuen oder andere Kunstwerke werden nicht mehr angestrahlt. Weitere Abschaltungen zur Energieeinsparung werden nach Angaben der Stadt momentan geprüft. In Göttingen werden die Straßenbeleuchtung und die Beleuchtung an den Fußgängerüberwegen aus demselben Stromnetz gespeist. «Gemäß geltenden Regelwerken ist bei den Fußgängerüberwegen zwingend eine Mindestbeleuchtungsstärke von 30 Lux vorgeschrieben und während der gesamten Dunkelstunden zu gewährleisten», sagte ein Sprecher der Stadt. Deswegen sei eine Abschaltung in der Nacht nicht vorgesehen. In den Vororten von Göttingen wäre eine Abschaltung der Beleuchtung zwar möglich, da dort aber schon LED-Lampen eingesetzt werden, wäre das Einsparpotenzial sehr gering, begründete der Sprecher. In Osnabrück werden die Straßenbeleuchtungen morgens etwa 15 Minuten früher ausgeschaltet und abends rund 15 Minuten später eingeschaltet. Das Verfahren wurde in einer Testphase ausprobiert. Man gehe nicht davon aus, dass es die Verkehrssicherheit gefährde, sagte ein Sprecher der Stadt. Wahrzeichen wie das Heger-Tor, die Vitischanze, das Rathaus oder die Türme der historischen Stadtbefestigung werden in Absprache mit den Stadtwerken nicht mehr angestrahlt.
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Städte sparen wegen Energiekrise bei der Beleuchtung

Lichter leuchten bei Nacht am Hafen. © Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Die Energiekrise zwingt die niedersächsischen Städte zum Sparen. Ein Ansatz dabei: Straßenlampen werden früher abgeschaltet und wichtige Gebäude und Denkmäler nicht mehr oder nicht mehr so lange angestrahlt. In der Landeshauptstadt Hannover wird beispielsweise schon seit dem Sommer auf das Anstrahlen von Sehenswürdigkeiten und repräsentativen Bauwerken wie dem Neuen Rathaus oder auch verschiedenen Museen verzichtet.

Derzeit werde auch geprüft, ob die Straßenbeleuchtung in bestimmten Teilen der Stadt anders gesteuert werden könne, sagte ein Sprecher der Stadt Hannover. So gebe es die Überlegung, die Zeiten der einzelnen Beleuchtungen zu verkürzen. «An erster Stelle steht dabei aber natürlich die Verkehrssicherheit», betonte der Sprecher.

Auch die Stadt Hildesheim verzichtet schon seit einiger Zeit auf die Beleuchtung von Denkmälern und Wahrzeichen. Die Straßenbeleuchtung werde jedoch aus technischen Gründen nicht komplett abgeschaltet. Stattdessen wird - wie auch schon vor der Energiekrise - die Helligkeit der Laternen in den Abendstunden um die Hälfte verringert.

In Wolfsburg werden den Angaben zufolge in einzelnen Straßenzügen die Lampen ausgeschaltet. Einzelne Statuen oder andere Kunstwerke werden nicht mehr angestrahlt. Weitere Abschaltungen zur Energieeinsparung werden nach Angaben der Stadt momentan geprüft.

In Göttingen werden die Straßenbeleuchtung und die Beleuchtung an den Fußgängerüberwegen aus demselben Stromnetz gespeist. «Gemäß geltenden Regelwerken ist bei den Fußgängerüberwegen zwingend eine Mindestbeleuchtungsstärke von 30 Lux vorgeschrieben und während der gesamten Dunkelstunden zu gewährleisten», sagte ein Sprecher der Stadt. Deswegen sei eine Abschaltung in der Nacht nicht vorgesehen. In den Vororten von Göttingen wäre eine Abschaltung der Beleuchtung zwar möglich, da dort aber schon LED-Lampen eingesetzt werden, wäre das Einsparpotenzial sehr gering, begründete der Sprecher.

In Osnabrück werden die Straßenbeleuchtungen morgens etwa 15 Minuten früher ausgeschaltet und abends rund 15 Minuten später eingeschaltet. Das Verfahren wurde in einer Testphase ausprobiert. Man gehe nicht davon aus, dass es die Verkehrssicherheit gefährde, sagte ein Sprecher der Stadt. Wahrzeichen wie das Heger-Tor, die Vitischanze, das Rathaus oder die Türme der historischen Stadtbefestigung werden in Absprache mit den Stadtwerken nicht mehr angestrahlt.

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