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Energie Vermittlungsstelle für Windkraftausbau gefordert Naturschützer und die Erneuerbaren-Branche haben sich gemeinsam für einen schnelleren Ausbau der Windkraft ausgesprochen. Um Konflikte insbesondere mit dem Artenschutz zu verringern, schlugen der Naturschutzbund (Nabu) und der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) am Mittwoch die Schaffung einer neutralen Vermittlungsstelle auf Landesebene vor. Derzeit dauere die Genehmigung eines Windkraftprojekts mindestens sieben bis acht Jahre, sagte die LEE-Vorsitzende Bärbel Heidebroek. Nabu-Landeschef Holger Buschmann erklärte, in den vergangenen Jahren habe der Nabu etwa ein Prozent der Windkraftvorhaben in Niedersachsen beklagt. Die meisten Klagen hätten allerdings mit Vergleichen geendet. Energieminister Olaf Lies begrüßte den Vorschlag. «Das kann helfen, Konflikte zu lösen und Akzeptanz zu schaffen», sagte der SPD-Politiker. Die nächste Landesregierung solle diese Empfehlung ernsthaft erwägen. Damit der Ausbau gelinge, brauche es zudem «mehr Personal auf allen Ebenen der Verwaltung». Zu den weiteren Forderungen von Nabu und LEE gehören Flächenziele zum Windkraftausbau auf Landkreisebene, eine digitale Abwicklung der Genehmigungen, eine vereinfachte Modernisierung bestehender Anlagen, Fristen für die Rückmeldungen von Behörden, mehr Personal für die Genehmigungsbehörden sowie eine frühzeitige Kommunikation. «Je mehr Windkraft zugebaut wird, desto größer werden natürlich auch die Konflikte», sagte Nabu-Landeschef Buschmann. Die Herausforderung sei, die Windkraft auszubauen und gleichzeitig die Arten zu schützen. LEE-Chefin Heidebroek betonte, wenn die Erneuerbare Energie nicht ausgebaut und kein Klimaschutz betrieben werde, würden sehr viel mehr Arten sterben. Sie warb für mehr wissenschaftliche Erkenntnisse, welche Arten von der Windkraft tatsächlich bedroht sind. Beide Seiten waren sich einig, dass der Artenschutz immer wieder auch nur vorgeschoben werde, um Windkraftprojekte zu verhindern.
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Vermittlungsstelle für Windkraftausbau gefordert

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Naturschützer und die Erneuerbaren-Branche haben sich gemeinsam für einen schnelleren Ausbau der Windkraft ausgesprochen. Um Konflikte insbesondere mit dem Artenschutz zu verringern, schlugen der Naturschutzbund (Nabu) und der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) am Mittwoch die Schaffung einer neutralen Vermittlungsstelle auf Landesebene vor. Derzeit dauere die Genehmigung eines Windkraftprojekts mindestens sieben bis acht Jahre, sagte die LEE-Vorsitzende Bärbel Heidebroek. Nabu-Landeschef Holger Buschmann erklärte, in den vergangenen Jahren habe der Nabu etwa ein Prozent der Windkraftvorhaben in Niedersachsen beklagt. Die meisten Klagen hätten allerdings mit Vergleichen geendet.

Energieminister Olaf Lies begrüßte den Vorschlag. «Das kann helfen, Konflikte zu lösen und Akzeptanz zu schaffen», sagte der SPD-Politiker. Die nächste Landesregierung solle diese Empfehlung ernsthaft erwägen. Damit der Ausbau gelinge, brauche es zudem «mehr Personal auf allen Ebenen der Verwaltung».

Zu den weiteren Forderungen von Nabu und LEE gehören Flächenziele zum Windkraftausbau auf Landkreisebene, eine digitale Abwicklung der Genehmigungen, eine vereinfachte Modernisierung bestehender Anlagen, Fristen für die Rückmeldungen von Behörden, mehr Personal für die Genehmigungsbehörden sowie eine frühzeitige Kommunikation.

«Je mehr Windkraft zugebaut wird, desto größer werden natürlich auch die Konflikte», sagte Nabu-Landeschef Buschmann. Die Herausforderung sei, die Windkraft auszubauen und gleichzeitig die Arten zu schützen. LEE-Chefin Heidebroek betonte, wenn die Erneuerbare Energie nicht ausgebaut und kein Klimaschutz betrieben werde, würden sehr viel mehr Arten sterben. Sie warb für mehr wissenschaftliche Erkenntnisse, welche Arten von der Windkraft tatsächlich bedroht sind. Beide Seiten waren sich einig, dass der Artenschutz immer wieder auch nur vorgeschoben werde, um Windkraftprojekte zu verhindern.


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