Weltkindertag Verbände: Mehr Engagement und Strategie gegen Kinderarmut Anlässlich des Weltkindertages an diesem Dienstag fordern der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Kinderschutzbund in Niedersachsen ein entschiedeneres Engagement der Politik gegen Kinderarmut. «Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf ein gleichberechtigtes Aufwachsen sowie faire Bildungs- und Teilhabechancen», teilte die Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, Kerstin Tack, am Montag mit. «Es ist an der Zeit, dieses Recht endlich einzulösen und eine Gesamtstrategie unter Einbindung der Träger der freien Wohlfahrtspflege auf den Weg zu bringen, damit Kinder und Jugendliche niedersachsenweit gleichberechtigte Teilhabechancen und Lebensverhältnisse vorfinden.» Nach Angaben der Verbände ist etwa jedes fünfte der 1,35 Millionen Kinder und Jugendlichen armutsgefährdet. Es sei zu befürchten, dass sich diese Zahl angesichts aktueller Krisen in den nächsten Monaten noch deutlich erhöhe, hieß es. Nach der Landtagswahl müsse eine strukturelle Armutsprävention in der Lebenswelt junger Menschen und ihrer Familien ansetzen, forderten die Verbände. Denn Kinderarmut sei in der Regel Familienarmut. Die soziale Lage des Elternhauses entscheide über die Lage des Kindes. Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut sollten in einer landesweiten Strategie festgehalten werden, sagte auch die Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Niedersachsen, Daniela Rump. «Dazu gehören eine armutssensible und bedarfsgerechte Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur genauso wie flächendeckende niedrigschwellige Sozialberatungsangebote und soziale Projekte.»
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Verbände: Mehr Engagement und Strategie gegen Kinderarmut

© Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Anlässlich des Weltkindertages an diesem Dienstag fordern der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Kinderschutzbund in Niedersachsen ein entschiedeneres Engagement der Politik gegen Kinderarmut. «Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf ein gleichberechtigtes Aufwachsen sowie faire Bildungs- und Teilhabechancen», teilte die Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, Kerstin Tack, am Montag mit. «Es ist an der Zeit, dieses Recht endlich einzulösen und eine Gesamtstrategie unter Einbindung der Träger der freien Wohlfahrtspflege auf den Weg zu bringen, damit Kinder und Jugendliche niedersachsenweit gleichberechtigte Teilhabechancen und Lebensverhältnisse vorfinden.»

Nach Angaben der Verbände ist etwa jedes fünfte der 1,35 Millionen Kinder und Jugendlichen armutsgefährdet. Es sei zu befürchten, dass sich diese Zahl angesichts aktueller Krisen in den nächsten Monaten noch deutlich erhöhe, hieß es. Nach der Landtagswahl müsse eine strukturelle Armutsprävention in der Lebenswelt junger Menschen und ihrer Familien ansetzen, forderten die Verbände. Denn Kinderarmut sei in der Regel Familienarmut. Die soziale Lage des Elternhauses entscheide über die Lage des Kindes.

Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut sollten in einer landesweiten Strategie festgehalten werden, sagte auch die Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Niedersachsen, Daniela Rump. «Dazu gehören eine armutssensible und bedarfsgerechte Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur genauso wie flächendeckende niedrigschwellige Sozialberatungsangebote und soziale Projekte.»


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