ABO
Straftat Neue Zentralstelle zur Bekämpfung von Automatensprengungen Für die Bekämpfung von Automatensprengungen richtet Niedersachsen eine neue Zentralstelle ein. Die neue Ermittlereinheit bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück ist dafür ab Dezember landesweit zuständig, wie das Justizministerium in Hannover am Mittwoch mitteilte. Damit wolle die Justiz auf die immer häufiger vorkommenden Sprengungen reagieren. Nach Angaben des Ministeriums reisen die Täter in den meisten Fällen aus den Niederlanden ein. Die niedersächsische Grenze zu dem Land verläuft demnach im Bezirk der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Daher bestünden dort bereits gute Kontakte zu den Strafverfolgungsbehörden des Nachbarlandes. Justizministerin Barbara Havliza (CDU) sagte laut Mitteilung: «Die Sprengungen von Geldautomaten gehören zu den gemeingefährlichsten Taten unserer Zeit. Es grenzt an ein Wunder, dass die immer wuchtigeren Explosionen noch zu keinem Unglück geführt haben.» Laut Ministerium ist die Zahl der Automatensprengungen in Niedersachsen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. 2021 wurden landesweit 55 Sprengungen gezählt, 2015 waren es noch 30. In diesem Jahr waren es mit Stand 1. November demnach bereits 53. Diese Sprengungen seien so gefährlich, weil die Täter größtenteils nicht mehr ein Gasgemisch, sondern einen Festsprengstoff verwendeten. Dadurch würden die Taten zu einer unkalkulierbaren Gefahr, hieß es. So sei oftmals die Statik der betroffenen Gebäude gefährdet oder sie stürzten sogar ein. Befinden sich Wohnungen in den Gebäuden, bestehe für die Bewohner eine reale Gefahr.
Anzeige Werbung
Straftat

Neue Zentralstelle zur Bekämpfung von Automatensprengungen

Splitter und ein Schild mit der Aufschrift «Geldautomat» liegen auf dem Fußboden. © Patrick Pleul/zb/dpa

Für die Bekämpfung von Automatensprengungen richtet Niedersachsen eine neue Zentralstelle ein. Die neue Ermittlereinheit bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück ist dafür ab Dezember landesweit zuständig, wie das Justizministerium in Hannover am Mittwoch mitteilte. Damit wolle die Justiz auf die immer häufiger vorkommenden Sprengungen reagieren.

Nach Angaben des Ministeriums reisen die Täter in den meisten Fällen aus den Niederlanden ein. Die niedersächsische Grenze zu dem Land verläuft demnach im Bezirk der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Daher bestünden dort bereits gute Kontakte zu den Strafverfolgungsbehörden des Nachbarlandes.

Justizministerin Barbara Havliza (CDU) sagte laut Mitteilung: «Die Sprengungen von Geldautomaten gehören zu den gemeingefährlichsten Taten unserer Zeit. Es grenzt an ein Wunder, dass die immer wuchtigeren Explosionen noch zu keinem Unglück geführt haben.»

Laut Ministerium ist die Zahl der Automatensprengungen in Niedersachsen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. 2021 wurden landesweit 55 Sprengungen gezählt, 2015 waren es noch 30. In diesem Jahr waren es mit Stand 1. November demnach bereits 53.

Diese Sprengungen seien so gefährlich, weil die Täter größtenteils nicht mehr ein Gasgemisch, sondern einen Festsprengstoff verwendeten. Dadurch würden die Taten zu einer unkalkulierbaren Gefahr, hieß es. So sei oftmals die Statik der betroffenen Gebäude gefährdet oder sie stürzten sogar ein. Befinden sich Wohnungen in den Gebäuden, bestehe für die Bewohner eine reale Gefahr.

Anzeige Werbung
Copyright © Mindener Tageblatt 2023
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Mehr zum Thema