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Soziales Mehr Betreute wegen Delikten gegen sexuelle Selbstbestimmung Die Stiftung Opferhilfe hat im vergangenen Jahr mehr Menschen in Niedersachsen betreut, die sich wegen Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gemeldet haben. 2021 waren es 683 Menschen, ein Jahr zuvor noch acht weniger, wie das Justizministerium in Hannover am Montag mitteilte. In Deutschland und vielen weiteren Ländern können Menschen frei über ihre Sexualität entscheiden. Bedrohungen oder Eingriffe in diese Selbstbestimmung stellen Straftaten dar. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers geht es bei den Fällen überwiegend um sexuellen Kindesmissbrauch und weitere Sexualdelikte wie etwa Vergewaltigungen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr demnach 2282 Betroffene von den elf Opferhilfebüros betreut, 2020 waren es noch 2400 Menschen. Mit 83 Prozent würden zum Großteil Frauen die Hilfe aufsuchen. Die Zahl der Neufälle ging im selben Zeitraum um 77 auf 1574 zurück. Justizministerin Barbara Havliza (CDU) sagte: «Ich kann nur alle Betroffenen ermutigen, nicht zu schweigen.» Es sei wichtig, dass sich die Betroffenen aus dem Schatten wagten. Im zweiten Jahresquartal sei ein Anstieg der Hilfesuchenden im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt zu verzeichnen gewesen. Daher rechnet die Stiftung mit einer Steigerung in allen Bereichen.
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Mehr Betreute wegen Delikten gegen sexuelle Selbstbestimmung

Die Stiftung Opferhilfe hat im vergangenen Jahr mehr Menschen in Niedersachsen betreut, die sich wegen Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gemeldet haben. 2021 waren es 683 Menschen, ein Jahr zuvor noch acht weniger, wie das Justizministerium in Hannover am Montag mitteilte. In Deutschland und vielen weiteren Ländern können Menschen frei über ihre Sexualität entscheiden. Bedrohungen oder Eingriffe in diese Selbstbestimmung stellen Straftaten dar. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers geht es bei den Fällen überwiegend um sexuellen Kindesmissbrauch und weitere Sexualdelikte wie etwa Vergewaltigungen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr demnach 2282 Betroffene von den elf Opferhilfebüros betreut, 2020 waren es noch 2400 Menschen. Mit 83 Prozent würden zum Großteil Frauen die Hilfe aufsuchen. Die Zahl der Neufälle ging im selben Zeitraum um 77 auf 1574 zurück.

Justizministerin Barbara Havliza (CDU) sagte: «Ich kann nur alle Betroffenen ermutigen, nicht zu schweigen.» Es sei wichtig, dass sich die Betroffenen aus dem Schatten wagten.

Im zweiten Jahresquartal sei ein Anstieg der Hilfesuchenden im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt zu verzeichnen gewesen. Daher rechnet die Stiftung mit einer Steigerung in allen Bereichen.


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