Energie Lies zum Start des Kraftwerks Mehrum: In Abwägung richtig Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) hat das Wiederanfahren des Steinkohlekraftwerks in Mehrum zwar befürwortet, gleichzeitig aber als «doppelt schmerzhaft» bezeichnet. «Wir brauchen aktuell schnelle Lösungen, um vorübergehend die Gaskraftwerke aus dem Markt nehmen zu können», sagte Lies am Montag. Daher sei die Entscheidung in der Abwägung richtig, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu sichern. «Am Sonntagmittag um 11.27 Uhr waren wir wieder am Netz», sagte der Geschäftsführer des Werks, Armin Fieber, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mindestens 14 Tage werde die Anlage nun im Betrieb sein, um das Netz zu stabilisieren, sagte er. Die Bundesnetzagentur in Bonn hatte zuvor auf Anfrage mitgeteilt, dass das Kraftwerk in Mehrum im Landkreis Peine aus der Reserve wiederangefahren werden soll. «Die zusätzliche Kohleverstromung darf dabei unter allen Umständen nur ein Übergang bleiben», sagte Lies am Montag. Die Entscheidung nannte er schmerzhaft, weil bereits ein Kohlekompromiss erzielt worden war. Zudem sei Deutschland auch klimapolitisch bereits auf einem besseren Weg hinaus aus der fossilen Energiegewinnung gewesen, sagte Lies. Seit 14. Juli erlaubt eine Verordnung, dass Steinkohlekraftwerke aus der sogenannten Netzreserve wieder in Betrieb gehen können, um Erdgas einzusparen. Mehrum ist nach Angaben der Netzagentur bislang der einzige Meiler, der für die Rückkehr ans Stromnetz angemeldet wurde. Im Juni lag der Erdgas-Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland bei 11,2 Prozent.
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Lies zum Start des Kraftwerks Mehrum: In Abwägung richtig

Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) hat das Wiederanfahren des Steinkohlekraftwerks in Mehrum zwar befürwortet, gleichzeitig aber als «doppelt schmerzhaft» bezeichnet. «Wir brauchen aktuell schnelle Lösungen, um vorübergehend die Gaskraftwerke aus dem Markt nehmen zu können», sagte Lies am Montag. Daher sei die Entscheidung in der Abwägung richtig, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu sichern.

«Am Sonntagmittag um 11.27 Uhr waren wir wieder am Netz», sagte der Geschäftsführer des Werks, Armin Fieber, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mindestens 14 Tage werde die Anlage nun im Betrieb sein, um das Netz zu stabilisieren, sagte er. Die Bundesnetzagentur in Bonn hatte zuvor auf Anfrage mitgeteilt, dass das Kraftwerk in Mehrum im Landkreis Peine aus der Reserve wiederangefahren werden soll.

«Die zusätzliche Kohleverstromung darf dabei unter allen Umständen nur ein Übergang bleiben», sagte Lies am Montag. Die Entscheidung nannte er schmerzhaft, weil bereits ein Kohlekompromiss erzielt worden war. Zudem sei Deutschland auch klimapolitisch bereits auf einem besseren Weg hinaus aus der fossilen Energiegewinnung gewesen, sagte Lies.

Seit 14. Juli erlaubt eine Verordnung, dass Steinkohlekraftwerke aus der sogenannten Netzreserve wieder in Betrieb gehen können, um Erdgas einzusparen. Mehrum ist nach Angaben der Netzagentur bislang der einzige Meiler, der für die Rückkehr ans Stromnetz angemeldet wurde. Im Juni lag der Erdgas-Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland bei 11,2 Prozent.


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