Harz Lies bei Waldbrand: Arbeitskreis soll Maßnahmen beraten In der Debatte um Konsequenzen aus dem Waldbrand am Brocken im Nationalpark Harz hat sich Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies für rasche Präventionsmaßnahmen in Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung ausgesprochen. Wo ein Waldbrandrisiko bestehe, habe der Schutz von Menschen Priorität vor dem Naturschutz, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch am Dienstag an der Einsatzstelle bei Braunlage. «Da, wo es notwendig ist, weil ein Risiko besteht, da müssen wir entsprechend handeln und da geht die Sicherheit der Menschen immer vor.» Welche Maßnahmen dort nun «zeitnah» getroffen werden sollen, soll laut Lies gemeinsam mit dem Nationalpark abgestimmt werden. Der Minister setzt dafür auf eine Arbeitsgruppe mit Experten aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, die Empfehlungen erarbeiten soll. In Niedersachsen wird vor allem die Entnahme von Totholz auf naturbelassenen Flächen debattiert, was im Brandfall möglicherweise wie ein Brandbeschleuniger wirkt. «Niemand von uns hat vor, das Totholz gänzlich aus dem Harz zu holen», sagte Lies im Harz vor Journalisten. Dies sei weder notwendig noch technisch möglich. Vielmehr sollten besonders gefährdete Bereiche in den Blick genommen werden. «Wir diskutieren nicht über die Frage von grundsätzlichen Brandschneisen, die quer durch den Nationalpark gehen», sagte Lies. «Aber gibt es Zugänge, die wir schaffen müssen, die notwendig sind, dass man gegebenenfalls in solche Einsatzgebiete kommt?» Wo solche Maßnahmen ergriffen werden könnten, solle nun geklärt werden.
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Lies bei Waldbrand: Arbeitskreis soll Maßnahmen beraten

© Matthias Bein/dpa

In der Debatte um Konsequenzen aus dem Waldbrand am Brocken im Nationalpark Harz hat sich Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies für rasche Präventionsmaßnahmen in Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung ausgesprochen. Wo ein Waldbrandrisiko bestehe, habe der Schutz von Menschen Priorität vor dem Naturschutz, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch am Dienstag an der Einsatzstelle bei Braunlage. «Da, wo es notwendig ist, weil ein Risiko besteht, da müssen wir entsprechend handeln und da geht die Sicherheit der Menschen immer vor.»

Welche Maßnahmen dort nun «zeitnah» getroffen werden sollen, soll laut Lies gemeinsam mit dem Nationalpark abgestimmt werden. Der Minister setzt dafür auf eine Arbeitsgruppe mit Experten aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, die Empfehlungen erarbeiten soll.

In Niedersachsen wird vor allem die Entnahme von Totholz auf naturbelassenen Flächen debattiert, was im Brandfall möglicherweise wie ein Brandbeschleuniger wirkt. «Niemand von uns hat vor, das Totholz gänzlich aus dem Harz zu holen», sagte Lies im Harz vor Journalisten. Dies sei weder notwendig noch technisch möglich.

Vielmehr sollten besonders gefährdete Bereiche in den Blick genommen werden. «Wir diskutieren nicht über die Frage von grundsätzlichen Brandschneisen, die quer durch den Nationalpark gehen», sagte Lies. «Aber gibt es Zugänge, die wir schaffen müssen, die notwendig sind, dass man gegebenenfalls in solche Einsatzgebiete kommt?» Wo solche Maßnahmen ergriffen werden könnten, solle nun geklärt werden.

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