Energiekrise Lies: «Gasumlage ist falsch und darf so nicht kommen» Niedersachsens Bau- und Energieminister Olaf Lies hat sich gegen die von der Bundesregierung geplante Gasumlage ausgesprochen. «Die Gasumlage ist falsch und darf so nicht kommen», sagte der SPD-Politiker am Freitag nach Abschluss der Bauministerkonferenz. Der Staat müsse jetzt Stärke zeigen und die Notbremse bei den Energiepreisen ziehen. «Das wird Milliarden kosten, aber die dürfen nicht von den Gaskunden gezahlt werden, sondern müssen vom Staat getragen werden», betonte Lies. Notwendig sei eine Deckelung der derzeit «explodierenden Energiepreise». Zuvor hatten die Bauministerinnen und -minister der Länder nach zweitägigen Beratungen in Stuttgart in einer gemeinsamen Erklärung prognostiziert, «dass auch in diesem Jahr über 200.000 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt werden und damit für einen Bezug zur Verfügung stehen». Diese Zahl ergebe sich aus den in den Vorjahren erteilten Baugenehmigungen und den geplanten Bauvorhaben. Lies sprach sich erneut für den Aufbau einer Landeswohnungsgesellschaft in Niedersachsen aus. Derzeit könne die Bauwirtschaft im Land aus mitunter nachvollziehbaren Gründen die Vereinbarung zur Schaffung von jährlich 4000 neuen Wohnungen nicht halten. «Das bedeutet für uns: Das Land sollte eine eigene Wohnungsgesellschaft aufbauen, um mit den verfügbaren Möglichkeiten das Wichtigste zu tun - nämlich Wohnraum klimagerecht zu sanieren und wieder mehr Wohnraum in die Sozialbindung zu bringen», sagte der Minister. Entsprechende Pläne liegen nach seinen Worten «in der Schublade».
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Energiekrise

Lies: «Gasumlage ist falsch und darf so nicht kommen»

© Moritz Frankenberg/dpa

Niedersachsens Bau- und Energieminister Olaf Lies hat sich gegen die von der Bundesregierung geplante Gasumlage ausgesprochen. «Die Gasumlage ist falsch und darf so nicht kommen», sagte der SPD-Politiker am Freitag nach Abschluss der Bauministerkonferenz. Der Staat müsse jetzt Stärke zeigen und die Notbremse bei den Energiepreisen ziehen. «Das wird Milliarden kosten, aber die dürfen nicht von den Gaskunden gezahlt werden, sondern müssen vom Staat getragen werden», betonte Lies. Notwendig sei eine Deckelung der derzeit «explodierenden Energiepreise».

Zuvor hatten die Bauministerinnen und -minister der Länder nach zweitägigen Beratungen in Stuttgart in einer gemeinsamen Erklärung prognostiziert, «dass auch in diesem Jahr über 200.000 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt werden und damit für einen Bezug zur Verfügung stehen». Diese Zahl ergebe sich aus den in den Vorjahren erteilten Baugenehmigungen und den geplanten Bauvorhaben.

Lies sprach sich erneut für den Aufbau einer Landeswohnungsgesellschaft in Niedersachsen aus. Derzeit könne die Bauwirtschaft im Land aus mitunter nachvollziehbaren Gründen die Vereinbarung zur Schaffung von jährlich 4000 neuen Wohnungen nicht halten. «Das bedeutet für uns: Das Land sollte eine eigene Wohnungsgesellschaft aufbauen, um mit den verfügbaren Möglichkeiten das Wichtigste zu tun - nämlich Wohnraum klimagerecht zu sanieren und wieder mehr Wohnraum in die Sozialbindung zu bringen», sagte der Minister. Entsprechende Pläne liegen nach seinen Worten «in der Schublade».

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