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Agrar Landvolk: Ausnahmen für Getreideanbau müssen schnell kommen Deutschland sollte die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Ausnahmeregelungen für den Getreideanbau schnell und vollständig umsetzen. Dafür plädierten am Donnerstag Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast und Landvolk-Präsident Holger Hennies. Beide zeigten sich nach einer Sonder-Agrarministerkonferenz zu diesem Thema enttäuscht. «Wie sollen wir hungernden Menschen erklären, dass wir ab 2023 vier Prozent der Ackerfläche nicht bestellen?», sagte die CDU-Politikerin. «Wir brauchen jede Tonne Getreide, die produziert werden kann.» Otte-Kinast zeigte kein Verständnis für die Ankündigung des Bundes, noch offene Fragestellungen klären zu wollen und in der nächsten Woche einen Vorschlag auf den Tisch zu legen. «Bund und Länder werden ihrer Verantwortung nicht gerecht, wenn sie die Möglichkeiten, die seitens der EU-Kommission zur Steigerung der Getreideerzeugung in Europa eröffnet wurden, nicht aufgreifen und umsetzen», warnte Hennies. In einer Protokollerklärung forderte Niedersachsen gemeinsam mit acht weiteren Bundesländern den Bund auf, die Vorschläge der EU-Kommission eins zu eins umzusetzen. In Niedersachsen mit seinen 1,9 Millionen Hektar Ackerfläche könnten bei einem Verzicht auf die Stilllegung rund 70.000 Hektar weiter landwirtschaftlich genutzt werden, erläuterte das Ministerium in Hannover. Das entspreche einem Getreideertrag von bis zu 420.000 Tonnen. Vergangene Woche hatte die EU-Kommission den Mitgliedstaaten die Möglichkeit eingeräumt, für ein Jahr Ausnahmen für sogenannte Fruchtfolgeregeln und Stilllegungen von Ackerflächen zu gewähren. So soll die Getreideproduktion in Europa gesteigert werden, um mögliche Ausfälle infolge des Ukraine-Krieges auszugleichen.
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Landvolk: Ausnahmen für Getreideanbau müssen schnell kommen

Deutschland sollte die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Ausnahmeregelungen für den Getreideanbau schnell und vollständig umsetzen. Dafür plädierten am Donnerstag Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast und Landvolk-Präsident Holger Hennies. Beide zeigten sich nach einer Sonder-Agrarministerkonferenz zu diesem Thema enttäuscht. «Wie sollen wir hungernden Menschen erklären, dass wir ab 2023 vier Prozent der Ackerfläche nicht bestellen?», sagte die CDU-Politikerin. «Wir brauchen jede Tonne Getreide, die produziert werden kann.»

Otte-Kinast zeigte kein Verständnis für die Ankündigung des Bundes, noch offene Fragestellungen klären zu wollen und in der nächsten Woche einen Vorschlag auf den Tisch zu legen.

«Bund und Länder werden ihrer Verantwortung nicht gerecht, wenn sie die Möglichkeiten, die seitens der EU-Kommission zur Steigerung der Getreideerzeugung in Europa eröffnet wurden, nicht aufgreifen und umsetzen», warnte Hennies.

In einer Protokollerklärung forderte Niedersachsen gemeinsam mit acht weiteren Bundesländern den Bund auf, die Vorschläge der EU-Kommission eins zu eins umzusetzen. In Niedersachsen mit seinen 1,9 Millionen Hektar Ackerfläche könnten bei einem Verzicht auf die Stilllegung rund 70.000 Hektar weiter landwirtschaftlich genutzt werden, erläuterte das Ministerium in Hannover. Das entspreche einem Getreideertrag von bis zu 420.000 Tonnen.

Vergangene Woche hatte die EU-Kommission den Mitgliedstaaten die Möglichkeit eingeräumt, für ein Jahr Ausnahmen für sogenannte Fruchtfolgeregeln und Stilllegungen von Ackerflächen zu gewähren. So soll die Getreideproduktion in Europa gesteigert werden, um mögliche Ausfälle infolge des Ukraine-Krieges auszugleichen.


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