Parteien Landtagsabgeordneter Emden verlässt die AfD Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen verlässt ein weiteres Mitglied der vor zwei Jahren aufgelösten AfD-Fraktion die Partei. Der Abgeordnete Christopher Emden bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, dass er zum 31. Juli seinen Austritt aus der AfD erklärt habe. Bis zum Ende der Legislaturperiode wolle er sein Landtagsmandat als parteiloser Abgeordneter ausfüllen und dann wieder als Richter arbeiten. In seiner Austrittserklärung beklagt Emden, der bis vor kurzem auch stellvertretender Landesvorsitzender der Partei war, dass sich die AfD «beständig weiter nach rechts» entwickele. «Diese Partei ist keine Alternative, sie ist der Abgrund für Deutschland. Sie ist nicht bloß verzichtbar, sie ist, aufgrund der zunehmenden Radikalisierung vieler Mitglieder, sogar gefährlich für unser Land», heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Ende Mai gewählte neue Landesvorsitzende der AfD, Frank Rinck, hatte erklärt, Emdens Austrittsschreiben sei «gespickt mit falschen Anschuldigungen, Verleumdungen und Beleidigungen». Die AfD sei und bleibe eine «bürgerlich-konservative Partei». Die AfD-Fraktion im Landtag war 2020 aufgelöst worden, nachdem drei der neun Mitglieder wegen eines Führungsstreits ausgetreten waren. Die Mindestgröße für eine Fraktion wurde damit unterschritten.
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Landtagsabgeordneter Emden verlässt die AfD

© Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen verlässt ein weiteres Mitglied der vor zwei Jahren aufgelösten AfD-Fraktion die Partei. Der Abgeordnete Christopher Emden bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, dass er zum 31. Juli seinen Austritt aus der AfD erklärt habe. Bis zum Ende der Legislaturperiode wolle er sein Landtagsmandat als parteiloser Abgeordneter ausfüllen und dann wieder als Richter arbeiten.

In seiner Austrittserklärung beklagt Emden, der bis vor kurzem auch stellvertretender Landesvorsitzender der Partei war, dass sich die AfD «beständig weiter nach rechts» entwickele. «Diese Partei ist keine Alternative, sie ist der Abgrund für Deutschland. Sie ist nicht bloß verzichtbar, sie ist, aufgrund der zunehmenden Radikalisierung vieler Mitglieder, sogar gefährlich für unser Land», heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Der Ende Mai gewählte neue Landesvorsitzende der AfD, Frank Rinck, hatte erklärt, Emdens Austrittsschreiben sei «gespickt mit falschen Anschuldigungen, Verleumdungen und Beleidigungen». Die AfD sei und bleibe eine «bürgerlich-konservative Partei».

Die AfD-Fraktion im Landtag war 2020 aufgelöst worden, nachdem drei der neun Mitglieder wegen eines Führungsstreits ausgetreten waren. Die Mindestgröße für eine Fraktion wurde damit unterschritten.

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