ABO
Energiepreispauschale Kirchen nutzen Steuermehreinnahmen für die Schwächsten Die evangelischen und katholischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen werden die Steuermehreinnahmen, die sich für sie aus der Energiepreispauschale des Bundes ergeben, gezielt für diakonische und karitative Angeboten für die Schwächsten einsetzen. Darauf hätten sich alle evangelischen Kirchen und katholischen Bistümer in Niedersachsen und Bremen sowie das Bischöflich Münstersche Offizialat für die Katholische Kirche im Oldenburger Land verständigt, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Die Kirchen folgen damit einer Empfehlung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Nach bisher vorliegenden Schätzungen belaufen sich die zu erwartenden Kirchensteuer-Mehreinnahmen durch die Energiepreispauschale auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Weil die Bürger durch den Bezug der Pauschale von 300 Euro im September mehr Einkommenssteuer zahlen müssen, erhöht sich auch die Kirchensteuer. «Als evangelische und katholische Kirchen sind wir verantwortlich, Menschen unabhängig von ihrer Religion oder Weltanschauung in Notsituationen zu helfen. Zugleich müssen wir selbst nachhaltig wirtschaften und den Energieverbrauch deutlich senken», heißt es in der von den Bischöfen und Leitenden Geistlichen in Niedersachsen und Bremen veröffentlichten Erklärung. Die Mehreinnahmen sollen ausdrücklich für zusätzliche und klar zur Linderung der Krise geeignete Projekte der Diakonie und Caritas sowie der Kirchengemeinden vor Ort verwendet werden. Diese Angebote sind offen für alle Menschen, ungeachtet ihrer Religion oder Herkunft. Um selbst signifikant Energie zu sparen, soll die Temperatur und Beleuchtungsintensität in Kirchen und kirchlichen Gebäuden gesenkt werden, sofern diese nicht für soziale Angebote wie Wärmestuben, Lernräume oder Essensausgabe zur Verfügung stehen.
Anzeige Werbung
Energiepreispauschale

Kirchen nutzen Steuermehreinnahmen für die Schwächsten

© Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Die evangelischen und katholischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen werden die Steuermehreinnahmen, die sich für sie aus der Energiepreispauschale des Bundes ergeben, gezielt für diakonische und karitative Angeboten für die Schwächsten einsetzen. Darauf hätten sich alle evangelischen Kirchen und katholischen Bistümer in Niedersachsen und Bremen sowie das Bischöflich Münstersche Offizialat für die Katholische Kirche im Oldenburger Land verständigt, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Die Kirchen folgen damit einer Empfehlung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).

Nach bisher vorliegenden Schätzungen belaufen sich die zu erwartenden Kirchensteuer-Mehreinnahmen durch die Energiepreispauschale auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Weil die Bürger durch den Bezug der Pauschale von 300 Euro im September mehr Einkommenssteuer zahlen müssen, erhöht sich auch die Kirchensteuer.

«Als evangelische und katholische Kirchen sind wir verantwortlich, Menschen unabhängig von ihrer Religion oder Weltanschauung in Notsituationen zu helfen. Zugleich müssen wir selbst nachhaltig wirtschaften und den Energieverbrauch deutlich senken», heißt es in der von den Bischöfen und Leitenden Geistlichen in Niedersachsen und Bremen veröffentlichten Erklärung.

Die Mehreinnahmen sollen ausdrücklich für zusätzliche und klar zur Linderung der Krise geeignete Projekte der Diakonie und Caritas sowie der Kirchengemeinden vor Ort verwendet werden. Diese Angebote sind offen für alle Menschen, ungeachtet ihrer Religion oder Herkunft.

Um selbst signifikant Energie zu sparen, soll die Temperatur und Beleuchtungsintensität in Kirchen und kirchlichen Gebäuden gesenkt werden, sofern diese nicht für soziale Angebote wie Wärmestuben, Lernräume oder Essensausgabe zur Verfügung stehen.

Anzeige Werbung
Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Mehr zum Thema