Brände Flugzeuge starten zur Raucherkennung in Wäldern Zur Früherkennung von Waldbränden setzen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf den Einsatz von zwei kleinen Flugzeugen. Die Maschinen vom Typ Cessna mit einem Piloten, einem Beobachter und einem Förster an Bord fliegen diese Woche in einigen Gebieten der Bundesländer ihre Routen ab, um nach Rauchbildung Ausschau zu halten, wie Thomas Friedhoff, Referent des Feuerwehrflugdienstes Niedersachsen, sagte. «Wir sind an einem kritischen Punkt», sagte er. Der sogenannte Graslandfeuerindex steige landesweit auf Stufe 4 von 5, der Boden sei trocken. Im Harz sei die Situation teilweise extrem. Seit dieser Woche heben die Flieger nach Friedhoffs Angaben in Lüneburg und Hildesheim ab. Je nach Wetterlage und Waldbrandstufe fliegen sie dann fünf verschiedene Routen ab und können auch gezielt Gebiete in Augenschein nehmen. Je früher ein Brand ausfindig gemacht werde, desto leichter fielen normalerweise die Löscharbeiten und desto geringer sei der Umweltschaden. Im Oktober soll spätestens die Brandüberwachung via Flugzeug eingestellt werden. Wegen der Brandgefahr bitten die Feuerwehren insbesondere Wanderer und Radfahrer, die sich im Wald und in der freien Natur aufhalten, um erhöhte Aufmerksamkeit und besondere Vorsicht. Es bestehe eine zunehmende Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. In den vergangenen Tagen und Wochen habe es alleine im Landkreis Goslar 46 Wald- und Vegetationsbrände gegeben, teilte der Landkreis mit. Waldwege sollten nicht zugeparkt werden. Offenes Feuer und Lagerfeuer sind streng verboten und ebenso das Rauchen im Wald. Sollte ein Feuer entdeckt werden, so ist sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu informieren. Eigene Löschversuche besser nur durchführen, wenn man sich dadurch nicht in Gefahr bringt, heißt es. Wanderer, die ein Feuer entdeckt haben, sollten sich nur auf den Waldwegen sofort vom Feuer wegbewegen. Bei einem außer Kontrolle geratenen Brand bestehe kaum die Möglichkeit zu flüchten. Funkenflugschlag von heiß gelaufenen Erntemaschinen ist eine häufige Ursache von Flächenbränden. Das Landwirtschaftsministerium bittet die Landwirte und Landwirtinnen jetzt in der Hochphase der Getreideernte um besondere Vorsicht. Der beste Brandschutz sei eine gut gewartete Maschine. Außerdem solle man einen Handfeuerlöscher griffbereit haben. Der Landkreis Grafschaft Bentheim erließ eine Waldbrandverordnung, nach der es verboten ist, in Wäldern, Mooren und Heidegebieten Straßen, befahrbare Wege sowie markierte Wander- und Reitwege zu verlassen. Außerdem ist es untersagt, in Wäldern, Mooren und Heidegebieten oder in gefährlicher Nähe davon Feuer anzuzünden, zu rauchen und mit feuergefährlichen Gegenständen umzugehen. «Durch die trockenen Jahre und den Borkenkäferbefall ist in den Nadelwäldern viel trockenes Totholz vorhanden. Aber auch viele Birken und Buchen sind vertrocknet, so dass auch dort eine hohe Waldbrandgefahr besteht», sagte Paul Uphaus, Leiter der unteren Naturschutz- und Waldbehörde beim Landkreis. Der Landkreis Cuxhaven bittet Ausflügler nachdrücklich, Autos nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen und Zufahrten in den Wäldern nicht zuzuparken, damit Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge freie Fahrt haben. Die sehr heißen Katalysatoren von Autos können zudem auf trockenem Waldboden und Wiesen einen Brand verursachen.
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Brände

Flugzeuge starten zur Raucherkennung in Wäldern

© Philipp Schulze/dpa

Zur Früherkennung von Waldbränden setzen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf den Einsatz von zwei kleinen Flugzeugen. Die Maschinen vom Typ Cessna mit einem Piloten, einem Beobachter und einem Förster an Bord fliegen diese Woche in einigen Gebieten der Bundesländer ihre Routen ab, um nach Rauchbildung Ausschau zu halten, wie Thomas Friedhoff, Referent des Feuerwehrflugdienstes Niedersachsen, sagte.

«Wir sind an einem kritischen Punkt», sagte er. Der sogenannte Graslandfeuerindex steige landesweit auf Stufe 4 von 5, der Boden sei trocken. Im Harz sei die Situation teilweise extrem.

Seit dieser Woche heben die Flieger nach Friedhoffs Angaben in Lüneburg und Hildesheim ab. Je nach Wetterlage und Waldbrandstufe fliegen sie dann fünf verschiedene Routen ab und können auch gezielt Gebiete in Augenschein nehmen. Je früher ein Brand ausfindig gemacht werde, desto leichter fielen normalerweise die Löscharbeiten und desto geringer sei der Umweltschaden. Im Oktober soll spätestens die Brandüberwachung via Flugzeug eingestellt werden.

Wegen der Brandgefahr bitten die Feuerwehren insbesondere Wanderer und Radfahrer, die sich im Wald und in der freien Natur aufhalten, um erhöhte Aufmerksamkeit und besondere Vorsicht. Es bestehe eine zunehmende Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. In den vergangenen Tagen und Wochen habe es alleine im Landkreis Goslar 46 Wald- und Vegetationsbrände gegeben, teilte der Landkreis mit. Waldwege sollten nicht zugeparkt werden. Offenes Feuer und Lagerfeuer sind streng verboten und ebenso das Rauchen im Wald.

Sollte ein Feuer entdeckt werden, so ist sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu informieren. Eigene Löschversuche besser nur durchführen, wenn man sich dadurch nicht in Gefahr bringt, heißt es. Wanderer, die ein Feuer entdeckt haben, sollten sich nur auf den Waldwegen sofort vom Feuer wegbewegen. Bei einem außer Kontrolle geratenen Brand bestehe kaum die Möglichkeit zu flüchten.

Funkenflugschlag von heiß gelaufenen Erntemaschinen ist eine häufige Ursache von Flächenbränden. Das Landwirtschaftsministerium bittet die Landwirte und Landwirtinnen jetzt in der Hochphase der Getreideernte um besondere Vorsicht. Der beste Brandschutz sei eine gut gewartete Maschine. Außerdem solle man einen Handfeuerlöscher griffbereit haben.

Der Landkreis Grafschaft Bentheim erließ eine Waldbrandverordnung, nach der es verboten ist, in Wäldern, Mooren und Heidegebieten Straßen, befahrbare Wege sowie markierte Wander- und Reitwege zu verlassen. Außerdem ist es untersagt, in Wäldern, Mooren und Heidegebieten oder in gefährlicher Nähe davon Feuer anzuzünden, zu rauchen und mit feuergefährlichen Gegenständen umzugehen. «Durch die trockenen Jahre und den Borkenkäferbefall ist in den Nadelwäldern viel trockenes Totholz vorhanden. Aber auch viele Birken und Buchen sind vertrocknet, so dass auch dort eine hohe Waldbrandgefahr besteht», sagte Paul Uphaus, Leiter der unteren Naturschutz- und Waldbehörde beim Landkreis.

Der Landkreis Cuxhaven bittet Ausflügler nachdrücklich, Autos nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen und Zufahrten in den Wäldern nicht zuzuparken, damit Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge freie Fahrt haben. Die sehr heißen Katalysatoren von Autos können zudem auf trockenem Waldboden und Wiesen einen Brand verursachen.

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