Soziales Energiepreise: Wohlfahrtsverband fordert gezielte Entlastung Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen hat wegen der steigenden Energiepreise eine gezielte Entlastung für Menschen mit einem Einkommen knapp oberhalb der Grundsicherung gefordert. «Das Gießkannen-Prinzip ist nicht sozial gerecht», sagte die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Kerstin Tack, der Oldenburger «Nordwest-Zeitung» (Samstag). «Wir brauchen passgenaue Lösungen.» Sie machte zudem klar, dass mehr als 40 Prozent der Bürger keinen Cent zurücklegen könnten, um höhere Strom- oder Gasrechnungen zu bezahlen. «Die Gefahr ist groß, dass es bald 60 Prozent sein werden», warnte sie. Weil viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie ihre Gas- und Stromrechnungen bezahlen sollen, gebe es starken Zulauf bei den Schuldnerberatungsstellen. Die Wartezeiten betrügen dort mitunter mehrere Wochen, sagte Tack. Das sei angesichts der Probleme ein unhaltbarer Zustand. «Wir hoffen, dass die Landesregierung die Schuldnerberatungsstellen finanziell unterstützt», sagte sie. Auch Verbraucherberatung und Mietervereine erlebten derzeit einen Ansturm. Sie forderte einen Preisdeckel auf Strom und Gas.
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Energiepreise: Wohlfahrtsverband fordert gezielte Entlastung

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen hat wegen der steigenden Energiepreise eine gezielte Entlastung für Menschen mit einem Einkommen knapp oberhalb der Grundsicherung gefordert. «Das Gießkannen-Prinzip ist nicht sozial gerecht», sagte die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Kerstin Tack, der Oldenburger «Nordwest-Zeitung» (Samstag). «Wir brauchen passgenaue Lösungen.» Sie machte zudem klar, dass mehr als 40 Prozent der Bürger keinen Cent zurücklegen könnten, um höhere Strom- oder Gasrechnungen zu bezahlen. «Die Gefahr ist groß, dass es bald 60 Prozent sein werden», warnte sie.

Weil viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie ihre Gas- und Stromrechnungen bezahlen sollen, gebe es starken Zulauf bei den Schuldnerberatungsstellen. Die Wartezeiten betrügen dort mitunter mehrere Wochen, sagte Tack. Das sei angesichts der Probleme ein unhaltbarer Zustand. «Wir hoffen, dass die Landesregierung die Schuldnerberatungsstellen finanziell unterstützt», sagte sie. Auch Verbraucherberatung und Mietervereine erlebten derzeit einen Ansturm. Sie forderte einen Preisdeckel auf Strom und Gas.

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