Armut Diakonie warnt vor Armutsspirale und Inflationsfolgen Rund dreieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen hat die Diakonie einen Aktionsplan gegen Armut gefordert. «Die Armutsfrage ist eine zentrale Herausforderung in den kommenden Jahren. Die Politik muss gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft Maßnahmen entwickeln», sagte Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, am Montag mit Blick auf ein Positionspapier des Wohlfahrtsverbands zur Wahl. Familien und Menschen mit wenig Einkommen, die bis jetzt keine staatliche Unterstützung erhielten, würden zunehmend von der Inflation belastet. Für sie stellten die Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie eine große Herausforderung dar. «Die Mitte der Gesellschaft schrumpft. Immer mehr Menschen können sich ihr bisheriges Leben nicht mehr leisten», warnte Lenke. Er verwies darauf, dass die Armutsquote im Jahr 2020 mit 17 Prozent auf einem bis dahin nie gekannten Niveau gelegen habe. Besonders stark betroffen seien dabei Kinder und Jugendliche. Etwa 300.000 der unter 18-Jährigen in Niedersachsen und damit gut 23 Prozent seien armutsgefährdet. «Wir müssen den Armutskreislauf durchbrechen und Kindern einen Lebensweg unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern ermöglichen», betonte Lenke. Deshalb fordere die Diakonie in Niedersachsen, dass Kinderarmut durch gezielte Bildungsangebote bekämpft werden solle. Dabei spiele gerade die frühkindliche Bildung eine große Rolle. Die Diakonie ist der Wohlfahrtsverband der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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Diakonie warnt vor Armutsspirale und Inflationsfolgen

Rund dreieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen hat die Diakonie einen Aktionsplan gegen Armut gefordert. «Die Armutsfrage ist eine zentrale Herausforderung in den kommenden Jahren. Die Politik muss gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft Maßnahmen entwickeln», sagte Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, am Montag mit Blick auf ein Positionspapier des Wohlfahrtsverbands zur Wahl.

Familien und Menschen mit wenig Einkommen, die bis jetzt keine staatliche Unterstützung erhielten, würden zunehmend von der Inflation belastet. Für sie stellten die Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie eine große Herausforderung dar. «Die Mitte der Gesellschaft schrumpft. Immer mehr Menschen können sich ihr bisheriges Leben nicht mehr leisten», warnte Lenke.

Er verwies darauf, dass die Armutsquote im Jahr 2020 mit 17 Prozent auf einem bis dahin nie gekannten Niveau gelegen habe. Besonders stark betroffen seien dabei Kinder und Jugendliche. Etwa 300.000 der unter 18-Jährigen in Niedersachsen und damit gut 23 Prozent seien armutsgefährdet.

«Wir müssen den Armutskreislauf durchbrechen und Kindern einen Lebensweg unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern ermöglichen», betonte Lenke. Deshalb fordere die Diakonie in Niedersachsen, dass Kinderarmut durch gezielte Bildungsangebote bekämpft werden solle. Dabei spiele gerade die frühkindliche Bildung eine große Rolle. Die Diakonie ist der Wohlfahrtsverband der Evangelischen Kirche in Deutschland.


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