Deutsches Rotes Kreuz: Sorge wegen zu weniger Blutspenden Die Blutreserven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden immer knapper. «Die Not ist wirklich groß im Moment», sagte der Sprecher des regionalen Blutspendedienstes des DRK, Markus Baulke, am Freitag in Springe (Region Hannover). In Niedersachsen und Bremen werden täglich rund 2300 Blutkonserven benötigt. Momentan werden in dem Gebiet jeden Tag aber nur rund 1600 Blutspenden abgegeben. «Alle Spenderdienste gehen so langsam in die Knie», sagte Baulke. Die Versorgungslage sei bundesweit extrem kritisch. Die Lockerungen der Coronabeschränkungen und die Wiedereröffnung von Freizeitangeboten sind laut Baulke eine Ursache für den Rückgang der Spenden. So war die Blutspende in der Hochzeit der Pandemie zwischenzeitlich eine der wenigen Gelegenheiten, um raus zu kommen und andere Menschen zu treffen. Es gab wenige Spendetermine, die allerdings sehr gut besucht wurden. «Mittlerweile ist der Spendetermin bei vielen Menschen offensichtlich in der Priorität weiter nach hinten gerutscht», sagte Baulke. Ferien, Feiertage und Urlaubsfahrten verstärkten den Trend momentan. Auch die Regelung, dass mit dem Coronavirus infizierte Menschen erst vier Wochen nach ihrer Genesung wieder Blut spenden dürften, sei ein Faktor. Als Konsequenz für die fehlenden Blutkonserven müssen in Niedersachsens und Bremens Krankenhäusern viele Operationen abgesagt oder verschoben werden. Zum Tag der Blutspende am Dienstag will das Rote Kreuz deswegen mit verschiedenen Aktionen für eine Spende werben. So kann beispielsweise jeder Spender sein Blut auf Antikörper gegen das Coronavirus testen lassen, wenn er oder sie es möchte. Die Aktion gilt für vier Wochen ab dem Tag der Blutspende.

Deutsches Rotes Kreuz: Sorge wegen zu weniger Blutspenden

© Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Die Blutreserven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden immer knapper. «Die Not ist wirklich groß im Moment», sagte der Sprecher des regionalen Blutspendedienstes des DRK, Markus Baulke, am Freitag in Springe (Region Hannover). In Niedersachsen und Bremen werden täglich rund 2300 Blutkonserven benötigt. Momentan werden in dem Gebiet jeden Tag aber nur rund 1600 Blutspenden abgegeben. «Alle Spenderdienste gehen so langsam in die Knie», sagte Baulke. Die Versorgungslage sei bundesweit extrem kritisch.

Die Lockerungen der Coronabeschränkungen und die Wiedereröffnung von Freizeitangeboten sind laut Baulke eine Ursache für den Rückgang der Spenden. So war die Blutspende in der Hochzeit der Pandemie zwischenzeitlich eine der wenigen Gelegenheiten, um raus zu kommen und andere Menschen zu treffen. Es gab wenige Spendetermine, die allerdings sehr gut besucht wurden.

«Mittlerweile ist der Spendetermin bei vielen Menschen offensichtlich in der Priorität weiter nach hinten gerutscht», sagte Baulke. Ferien, Feiertage und Urlaubsfahrten verstärkten den Trend momentan. Auch die Regelung, dass mit dem Coronavirus infizierte Menschen erst vier Wochen nach ihrer Genesung wieder Blut spenden dürften, sei ein Faktor.

Als Konsequenz für die fehlenden Blutkonserven müssen in Niedersachsens und Bremens Krankenhäusern viele Operationen abgesagt oder verschoben werden. Zum Tag der Blutspende am Dienstag will das Rote Kreuz deswegen mit verschiedenen Aktionen für eine Spende werben. So kann beispielsweise jeder Spender sein Blut auf Antikörper gegen das Coronavirus testen lassen, wenn er oder sie es möchte. Die Aktion gilt für vier Wochen ab dem Tag der Blutspende.


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