Bürgerinitiative demonstriert und feiert in Gorleben Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ruft für Freitag (16.00 Uhr) zu einer letzten großen «Widerstandspartie» auf. «Endlich können wir auf das Ende des Endlagerprojekts im Salzstock anstoßen. Es ist das Wunder von Gorleben», sagt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, der wegen der vielen Besucher der Kulturellen Landpartie mit Tausenden Teilnehmern rechnet. Der lange heftig umkämpfte Salzstock Gorleben war wegen geologischer Mängel aus der Suche nach einem Atommüll-Endlager ausgeschieden. «Dass trotzdem demonstriert wird, hat zwei Gründe. Zum einen ist das Wendland von der Endlagersuche gleich mit vier Tongebieten berührt, zum anderen bleibt Gorleben Atommüllstandort mit dem Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle und dem Castorlager», erklärt Ehmke. Solange es kein Atommüllendlager gibt, wird der Müll obertägig gelagert, wie im Falle Gorleben weit über die einst genehmigte Zeit hinaus, hieß es in einer Mitteilung der BI. Deshalb gebe es keinen Grund zur Entwarnung und die Demo führe auch vor das Zwischenlager. «Wir nennen es trügerische Ruhe, weil die Genehmigung für das Zwischenlager 2034 erlischt», sagte Ehmke. Er fordert eine oberirdische Verbunkerung. Bis im Jahr 2050 ein Endlager fertig sein könnte, müssten die 1900 Castorbehälter in Deutschland oberirdisch sicher gelagert werden. Solidarisch ist die BI auch mit den Menschen im Braunschweiger Land, die sich gegen die Inbetriebnahme des Schachts Konrad als Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle wehren. Ein ausgedientes Bergwerk würde heute niemand mehr ernsthaft für die Atommülllagerung nutzen wollen, ist sich Ehmke sicher: «Wir fordern ein Endlagersuchverfahren für alle Arten von Atommüll.»
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Bürgerinitiative demonstriert und feiert in Gorleben

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ruft für Freitag (16.00 Uhr) zu einer letzten großen «Widerstandspartie» auf. «Endlich können wir auf das Ende des Endlagerprojekts im Salzstock anstoßen. Es ist das Wunder von Gorleben», sagt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, der wegen der vielen Besucher der Kulturellen Landpartie mit Tausenden Teilnehmern rechnet. Der lange heftig umkämpfte Salzstock Gorleben war wegen geologischer Mängel aus der Suche nach einem Atommüll-Endlager ausgeschieden.

«Dass trotzdem demonstriert wird, hat zwei Gründe. Zum einen ist das Wendland von der Endlagersuche gleich mit vier Tongebieten berührt, zum anderen bleibt Gorleben Atommüllstandort mit dem Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle und dem Castorlager», erklärt Ehmke. Solange es kein Atommüllendlager gibt, wird der Müll obertägig gelagert, wie im Falle Gorleben weit über die einst genehmigte Zeit hinaus, hieß es in einer Mitteilung der BI. Deshalb gebe es keinen Grund zur Entwarnung und die Demo führe auch vor das Zwischenlager.

«Wir nennen es trügerische Ruhe, weil die Genehmigung für das Zwischenlager 2034 erlischt», sagte Ehmke. Er fordert eine oberirdische Verbunkerung. Bis im Jahr 2050 ein Endlager fertig sein könnte, müssten die 1900 Castorbehälter in Deutschland oberirdisch sicher gelagert werden.

Solidarisch ist die BI auch mit den Menschen im Braunschweiger Land, die sich gegen die Inbetriebnahme des Schachts Konrad als Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle wehren. Ein ausgedientes Bergwerk würde heute niemand mehr ernsthaft für die Atommülllagerung nutzen wollen, ist sich Ehmke sicher: «Wir fordern ein Endlagersuchverfahren für alle Arten von Atommüll.»


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