Espelkamp Zwei Tote nach Schüssen: Espelkamp im Ausnahmezustand Karsten Schulz,Joern Spreen-Ledebur,Charlotte Mahncke,Ingo Müntz,Lena Kley,Ilja Regier Espelkamp. Seit Donnerstagmittag befindet sich die Stadt Espelkamp im Ausnahmezustand. Mehrere Schusswechsel ereigneten sich in Höhe der Rahdener Straße / Ecke Breslauer Straße. Ihnen sind ein 48-jähriger Mann, der an der Rahdener Straße wohnt und eine Frau, die in der Nähe in einem Häuserblock der Straße „Am Mittelgang" wohnt, zum Opfer gefallen. Nach Angaben von Polizeipressesprecher Ralf Steinmeyer der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke sind die beiden Toten von einem 52-jährigen im niedersächsischen Diepenau wohnenden Mann erschossen worden. „Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Amoktat, sondern um ein Tötungsdelikt", erklärte Steinmeyer Donnerstag im Gespräch mit nw.de. Noch bis in die Abendstunden hinein befand sich der mutmaßliche Täter auf der Flucht. Später wurde er nach Informationen dieser Zeitung zunächst in Diepenau „eingekreist". Auch der Polizeihubschrauber war wieder im Einsatz. Die Festnahme erfolgte kurz danach gegen 18.15 Uhr Donnerstagabend am Landschaftssee in Lavelsloh. Die Festnahme des 52 Jahre alten Mannes sei ohne Komplikationen verlaufen, so verkündete die Pressestelle des Polizeipräsidiums Bielefeld. Der mutmaßliche Täter stammt nach Angaben der Ermittler aus Diepenau, das rund 13 Kilometer von Espelkamp entfernt ist. Die Polizei hatte am Nachmittag zahlreiche Kräfte in Diepenau zusammen gezogen. Den Gesamteinsatz im Espelkamper Zentrum übernahm eine Hundertschaft des SEK des Polizeipräsidiums Bielefeld. Dort ist auch der Leitungsstab unter der Leitung von Jutta Horstkötter eingerichtet worden. Vor Ort bot sich den Polizisten zunächst ein undurchsichtiges Bild. Während der 48-Jährige tot im Haus an der Rahdener Straße gefunden wurde war die Frau noch am leben, als sie von den Einsatzkräften gefunden wurde. Trotz des Einsatzes von Notarzt, Rettungssanitätern und Rettungshubschrauber-Team kam für sie jede Hilfe zu spät. Die Tatorte in der Innenstadt wurden weiträumig von der Polizei hermetisch abgesperrt. Weder Fußgänger noch Autofahrer wurden hindurchgelassen, lediglich dort wohnende Mieter oder Eigentümer von Häusern und Wohnungen wurde Zugang gewährt. Nach Informationen von nw.de soll das SEK mit fünf Einsatzfahrzeugen auf der B 239 unterwegs gewesen sein und auf dem Hof einer Espelkamper Firma gehalten haben. In der Zwischenzeit hatten sich viele Pressevertreter in Espelkamp eingefunden. Auch internationale Medien waren an dem Fall interessiert, sogar Anfragen aus London häuften sich. Während des Einsatzes in der Innenstadt waren zeitweise auch Notfallseelsorger vor Ort. Inzwischen war die Polizei mit einer Spezialeinheit nach Diepenau abgerückt, um den mutmaßlichen Täter zu fassen. Dort standen die vermummten und bewaffneten Beamten an einer Straße. Auch Rettungswagen waren vor Ort. In Diepenau war am Donnerstag überall die Polizei zu sehen. Das SEK bewacht sogar ein Haus gegenüber von einem Frisörsalon. Nach wie vor waren die Spezialkräfte vor Ort. Ein weiterer Bulli kam vorgefahren mit vermummten Polizisten. Die Straße war weiter gesperrt, Anlieger wurden weggeschickt. Die Polizei sprach mit dem Tatverdächtigen. Auch über Minden flog ein Polizeihubschrauber entlang der Weser. Inzwischen ist ein Verhandlungstrupp an dem Haus des Mannes in Diepenau. Offensichtlich spricht die Polizei mit dem Tatverdächtigen oder versucht zumindest, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Nach nw.de-Informationen hat die Polizei den Tatverdächtigen in Lavelsloh ohne Komplikationen festnehmen können. Polizeipressesprecher Ralf Steinmeyer, der Donnerstagabend noch einmal die Medien über den geglückten Fahndungserfolg informierte, zeigte sich über den schnellen Erfolg des SEK sehr erfreut. „Ich finde es sehr unglücklich, dass sich in einer Stadt im Grünen wie Espelkamp ein solch dramatisches Geschehen ereignet hat. Es kann in jeder anderen Stadt – auch in dieser Größe – genauso vorkommen," macht er deutlich.
Espelkamp

Zwei Tote nach Schüssen: Espelkamp im Ausnahmezustand

Die Spurensicherung war an den Tatorten Rahdener Straße und "Mittelgang" am Donnestagabend noch im Einsatz. © Karsten Schulz

Espelkamp. Seit Donnerstagmittag befindet sich die Stadt Espelkamp im Ausnahmezustand. Mehrere Schusswechsel ereigneten sich in Höhe der Rahdener Straße / Ecke Breslauer Straße. Ihnen sind ein 48-jähriger Mann, der an der Rahdener Straße wohnt und eine Frau, die in der Nähe in einem Häuserblock der Straße „Am Mittelgang" wohnt, zum Opfer gefallen.

Nach Angaben von Polizeipressesprecher Ralf Steinmeyer der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke sind die beiden Toten von einem 52-jährigen im niedersächsischen Diepenau wohnenden Mann erschossen worden. „Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Amoktat, sondern um ein Tötungsdelikt", erklärte Steinmeyer Donnerstag im Gespräch mit nw.de. Noch bis in die Abendstunden hinein befand sich der mutmaßliche Täter auf der Flucht. Später wurde er nach Informationen dieser Zeitung zunächst in Diepenau „eingekreist". Auch der Polizeihubschrauber war wieder im Einsatz. Die Festnahme erfolgte kurz danach gegen 18.15 Uhr Donnerstagabend am Landschaftssee in Lavelsloh.

Ein Hubschrauber der Luftrettung parkt mitten auf der großen Rasenfläche dse Boras-Parks in der Espelkamper Innenstadt. - © Karsten Schulz
Ein Hubschrauber der Luftrettung parkt mitten auf der großen Rasenfläche dse Boras-Parks in der Espelkamper Innenstadt. - © Karsten Schulz

Die Festnahme des 52 Jahre alten Mannes sei ohne Komplikationen verlaufen, so verkündete die Pressestelle des Polizeipräsidiums Bielefeld. Der mutmaßliche Täter stammt nach Angaben der Ermittler aus Diepenau, das rund 13 Kilometer von Espelkamp entfernt ist. Die Polizei hatte am Nachmittag zahlreiche Kräfte in Diepenau zusammen gezogen. Den Gesamteinsatz im Espelkamper Zentrum übernahm eine Hundertschaft des SEK des Polizeipräsidiums Bielefeld. Dort ist auch der Leitungsstab unter der Leitung von Jutta Horstkötter eingerichtet worden.

Vor Ort bot sich den Polizisten zunächst ein undurchsichtiges Bild. Während der 48-Jährige tot im Haus an der Rahdener Straße gefunden wurde war die Frau noch am leben, als sie von den Einsatzkräften gefunden wurde. Trotz des Einsatzes von Notarzt, Rettungssanitätern und Rettungshubschrauber-Team kam für sie jede Hilfe zu spät.

Die Tatorte in der Innenstadt wurden weiträumig von der Polizei hermetisch abgesperrt. Weder Fußgänger noch Autofahrer wurden hindurchgelassen, lediglich dort wohnende Mieter oder Eigentümer von Häusern und Wohnungen wurde Zugang gewährt. Nach Informationen von nw.de soll das SEK mit fünf Einsatzfahrzeugen auf der B 239 unterwegs gewesen sein und auf dem Hof einer Espelkamper Firma gehalten haben. In der Zwischenzeit hatten sich viele Pressevertreter in Espelkamp eingefunden. Auch internationale Medien waren an dem Fall interessiert, sogar Anfragen aus London häuften sich. Während des Einsatzes in der Innenstadt waren zeitweise auch Notfallseelsorger vor Ort. Inzwischen war die Polizei mit einer Spezialeinheit nach Diepenau abgerückt, um den mutmaßlichen Täter zu fassen.

Dort standen die vermummten und bewaffneten Beamten an einer Straße. Auch Rettungswagen waren vor Ort. In Diepenau war am Donnerstag überall die Polizei zu sehen. Das SEK bewacht sogar ein Haus gegenüber von einem Frisörsalon. Nach wie vor waren die Spezialkräfte vor Ort. Ein weiterer Bulli kam vorgefahren mit vermummten Polizisten. Die Straße war weiter gesperrt, Anlieger wurden weggeschickt. Die Polizei sprach mit dem Tatverdächtigen.

Auch über Minden flog ein Polizeihubschrauber entlang der Weser. Inzwischen ist ein Verhandlungstrupp an dem Haus des Mannes in Diepenau. Offensichtlich spricht die Polizei mit dem Tatverdächtigen oder versucht zumindest, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Nach nw.de-Informationen hat die Polizei den Tatverdächtigen in Lavelsloh ohne Komplikationen festnehmen können.

Polizeipressesprecher Ralf Steinmeyer, der Donnerstagabend noch einmal die Medien über den geglückten Fahndungserfolg informierte, zeigte sich über den schnellen Erfolg des SEK sehr erfreut. „Ich finde es sehr unglücklich, dass sich in einer Stadt im Grünen wie Espelkamp ein solch dramatisches Geschehen ereignet hat. Es kann in jeder anderen Stadt – auch in dieser Größe – genauso vorkommen," macht er deutlich.

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