Zwei Schwerveletzte bei Messerstecherei in Bad Essen - Tatverdächtiger festgenommen Bad Essen/Preußisch Oldendorf (nw). Kinderlärm und ein Streit unter Nachbarn soll der Auslöser für den schlimmen Streit gewesen sein – jetzt ermittelt die Mordkommission. Grund dafür ist ein Angriff am vergangenen Freitagabend gegen 20 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in Bad Essen, bei dem zwei Personen lebensgefährlich verletzt wurden. Die Polizei hatte zunächst noch am selben Abend und am Samstag nach dem Tatverdächtigen gesucht – unter anderem mithilfe eines Fahndungsfotos. Am Samstagnachmittag haben die Ermittler dann bekannt gegeben, dass der Mann in Pr. Oldendorf ausfindig gemacht und festgenommen wurde. Das Amtsgericht Osnabrück hat bereits einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Der Mann habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei hatte schon seit Freitag nach ihm gesucht. Die Fahndung, unter anderem mithilfe eines Hubschraubers, lief allerdings zunächst ins Leere. Am frühen Samstagnachmittag ging dann bei der Polizei nach eigenen Angaben ein Hinweis aus der Bevölkerung ein. Der Gesuchte war in Preußisch Oldendorf, dem direkten Nachbarort von Bad Essen, gesehen worden. Der gemeldete Aufenthaltsort stand in örtlicher Nähe zu einer ehemaligen Anlaufadresse des 24-Jährigen, die der Polizei bereits bekannt war. Sie durchsuchte das Gebäude und konnte den Mann in Toilettenräumen widerstandslos festnehmen. Am Sonntagmittag wurde er dann vor das Amtsgericht Osnabrück geführt, eine Amtsrichterin verkündete die Untersuchungshaft. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Wie kam es zu dieser Art von Eskalation? Laut den derzeitigen Ermittlungen soll sich die Lage wie folgt zugespitzt haben: Der Tatverdächtige, ein 24-Jähriger, hatte sich bei einer Nachbarin über Kinderlärm beschwert. Die 25-jährige Frau holte ihre 63-jährige Großmutter, hinzu, die auch in dem Haus lebt. Ein weiterer Nachbar, ein 34-Jähriger, war auf die Auseinandersetzung aufmerksam geworden und kam hinzu. Als der Streit immer weiter eskalierte, sei der 24-Jährige ausgerastet. Er soll zu einem scharfkantigen Gegenstand gegriffen und seine Nachbarn damit attackiert haben. Der 34-jährige Nachbar und die 63-jährige Frau wurden durch Schnitt- und Stichverletzungen lebensgefährlich verletzt. In ihrer Not sprang die Mutter gemeinsam mit ihrem einjährigen Sohn aus einem Fenster im 1. Obergeschoss. „Sie zog sich schwere aber nicht lebensgefährliche Verletzungen am Bein zu, das Kind blieb unverletzt“, heißt es von der Polizei in Osnabrück. Alle Personen wurden vom Rettungsdienst und Notärzten in Krankenhäuser gebracht. Der 24-jährige Tatverdächtige flüchtete vom Tatort, seine Personalien waren der Polizei aber zu dem Zeitpunkt bereits bekannt. Trotz einer großangelegten Suche am Boden und aus der Luft konnte der Mann zunächst nicht ergriffen werden. Bei der Polizei in Osnabrück wurde eine Mordkommission eingerichtet, die noch in er Nacht ihre Arbeit aufnahm. Die Tat wird als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Die 63-jährige Frau und der 34-jährige Mann befinden sich nach medizinischer Behandlung derzeit nicht mehr in Lebensgefahr.

Zwei Schwerveletzte bei Messerstecherei in Bad Essen - Tatverdächtiger festgenommen

In diesem Mehrfamilienhaus an der Straße „Im Kamp“ im Bad Essener Ortsteil Wittlage kam es am Freitagabend zu dem versuchten Tötungsdelikt. Foto: Sandra Spieker © sandra spieker

Bad Essen/Preußisch Oldendorf (nw). Kinderlärm und ein Streit unter Nachbarn soll der Auslöser für den schlimmen Streit gewesen sein – jetzt ermittelt die Mordkommission. Grund dafür ist ein Angriff am vergangenen Freitagabend gegen 20 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in Bad Essen, bei dem zwei Personen lebensgefährlich verletzt wurden. Die Polizei hatte zunächst noch am selben Abend und am Samstag nach dem Tatverdächtigen gesucht – unter anderem mithilfe eines Fahndungsfotos. Am Samstagnachmittag haben die Ermittler dann bekannt gegeben, dass der Mann in Pr. Oldendorf ausfindig gemacht und festgenommen wurde.

Das Amtsgericht Osnabrück hat bereits einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Der Mann habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei hatte schon seit Freitag nach ihm gesucht. Die Fahndung, unter anderem mithilfe eines Hubschraubers, lief allerdings zunächst ins Leere.

Am frühen Samstagnachmittag ging dann bei der Polizei nach eigenen Angaben ein Hinweis aus der Bevölkerung ein. Der Gesuchte war in Preußisch Oldendorf, dem direkten Nachbarort von Bad Essen, gesehen worden.

Der gemeldete Aufenthaltsort stand in örtlicher Nähe zu einer ehemaligen Anlaufadresse des 24-Jährigen, die der Polizei bereits bekannt war. Sie durchsuchte das Gebäude und konnte den Mann in Toilettenräumen widerstandslos festnehmen.

Am Sonntagmittag wurde er dann vor das Amtsgericht Osnabrück geführt, eine Amtsrichterin verkündete die Untersuchungshaft. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Wie kam es zu dieser Art von Eskalation? Laut den derzeitigen Ermittlungen soll sich die Lage wie folgt zugespitzt haben: Der Tatverdächtige, ein 24-Jähriger, hatte sich bei einer Nachbarin über Kinderlärm beschwert. Die 25-jährige Frau holte ihre 63-jährige Großmutter, hinzu, die auch in dem Haus lebt. Ein weiterer Nachbar, ein 34-Jähriger, war auf die Auseinandersetzung aufmerksam geworden und kam hinzu. Als der Streit immer weiter eskalierte, sei der 24-Jährige ausgerastet. Er soll zu einem scharfkantigen Gegenstand gegriffen und seine Nachbarn damit attackiert haben. Der 34-jährige Nachbar und die 63-jährige Frau wurden durch Schnitt- und Stichverletzungen lebensgefährlich verletzt.

In ihrer Not sprang die Mutter gemeinsam mit ihrem einjährigen Sohn aus einem Fenster im 1. Obergeschoss. „Sie zog sich schwere aber nicht lebensgefährliche Verletzungen am Bein zu, das Kind blieb unverletzt“, heißt es von der Polizei in Osnabrück. Alle Personen wurden vom Rettungsdienst und Notärzten in Krankenhäuser gebracht.

Der 24-jährige Tatverdächtige flüchtete vom Tatort, seine Personalien waren der Polizei aber zu dem Zeitpunkt bereits bekannt. Trotz einer großangelegten Suche am Boden und aus der Luft konnte der Mann zunächst nicht ergriffen werden. Bei der Polizei in Osnabrück wurde eine Mordkommission eingerichtet, die noch in er Nacht ihre Arbeit aufnahm. Die Tat wird als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Die 63-jährige Frau und der 34-jährige Mann befinden sich nach medizinischer Behandlung derzeit nicht mehr in Lebensgefahr.

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