Zeugin: Missbrauch durch Verdächtigen in Lügde schon vor 28 Jahren Janet König Lügde-Elbrinxen (nw). Reicht die unfassbare Chronik des Unfassbaren noch weiter zurück? Die EK "Eichwald" geht der Aussage einer Zeugin nach, die schon vor 28 Jahren von Andreas V. auf dem Campingplatz in Elbrinxen missbraucht worden sein soll. Ihre Geschichte hatte Michaela V. aus Lügde der Lippischen Landeszeitung und dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erzählt. Es sind schwere Anschuldigungen, die die 39-Jährige vor allem gegenüber ihrem Vater erhebt. Dieser habe seiner Tochter nicht geglaubt, vom langjährigen Freund der Familie, Andreas V., missbraucht worden zu sein. Der Mann, der inzwischen wegen tausendfachen sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird, soll die heute 39-Jährige schon als Elfjährige mehrfach angefasst haben. Als sich das Mädchen dem Vater anvertraute, habe dieser ungläubig abgewunken. "Er hat mich einfach im Stich gelassen", sagt die vierfache Mutter. Der Kontakt zu ihrem Vater sei vor drei Jahren endgültig abgebrochen. Nun äußert sich der Vater von Michaela V. zu den Vorwürfen. Er bestätigt gegenüber LZ und RND, dass seine Tochter als junges Mädchen zu ihm kam und sich ihm anvertraute. "Sie hat gesagt, dass Andreas sie oft angefasst hat - sie wollte das nicht",sagt er. Der Rentner bestreitet jedoch, den Hilferuf seiner Tochter ignoriert zu haben. "Ich habe Andreas eine klare Ansage gemacht, er solle das lassen". Damit sei die Sache vom Tisch gewesen. Der Vater ging davon aus, Andreas V. hätte seine Tochter danach in Ruhe gelassen. Doch so war es nicht, sagt die 39-Jährige. Ihr Peiniger hätte sie über mehrere Jahre hinweg weiter missbraucht Die furchtbaren Dinge, die Andreas V. Kindern auf dem Campingplatz angetan haben soll, erschüttern den Vater der Lügderin sehr. Andreas V. sei immer ein guter Kerl gewesen, stets freundlich und hilfsbereit. Bis vor drei Jahren habe die Familie selbst eine Parzelle neben dem 56-jährigen Hauptverdächtigen gehabt. Den Schlüssel habe der Vater seinem Nachbarn Andreas V. sogar einfach überlassen. Einen Zusammenhang zu dem, was seiner Tochter wohl vor Jahren passiert ist, sieht der Vater nicht. Michaela V. sei bereits über mehrere Stunden von den Ermittlern vernommen worden, sagt sie. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen, den Hinweise der Zeugin nachzugehen. Strafrechtlich dürfte ein Tatverdacht wegen sexuellen Missbrauchs aus dem Jahr 1991 jedoch nach derzeitigen Kenntnissen verjährt sein, heißt es.

Zeugin: Missbrauch durch Verdächtigen in Lügde schon vor 28 Jahren

Tatort: Hier soll der tausendfache Missbrauch geschehen sein. © Bernhard Preuss

Lügde-Elbrinxen (nw). Reicht die unfassbare Chronik des Unfassbaren noch weiter zurück? Die EK "Eichwald" geht der Aussage einer Zeugin nach, die schon vor 28 Jahren von Andreas V. auf dem Campingplatz in Elbrinxen missbraucht worden sein soll. Ihre Geschichte hatte Michaela V. aus Lügde der Lippischen Landeszeitung und dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erzählt.

Es sind schwere Anschuldigungen, die die 39-Jährige vor allem gegenüber ihrem Vater erhebt. Dieser habe seiner Tochter nicht geglaubt, vom langjährigen Freund der Familie, Andreas V., missbraucht worden zu sein. Der Mann, der inzwischen wegen tausendfachen sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird, soll die heute 39-Jährige schon als Elfjährige mehrfach angefasst haben. Als sich das Mädchen dem Vater anvertraute, habe dieser ungläubig abgewunken. "Er hat mich einfach im Stich gelassen", sagt die vierfache Mutter. Der Kontakt zu ihrem Vater sei vor drei Jahren endgültig abgebrochen.


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Missbrauchsfall Lügde
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Nun äußert sich der Vater von Michaela V. zu den Vorwürfen. Er bestätigt gegenüber LZ und RND, dass seine Tochter als junges Mädchen zu ihm kam und sich ihm anvertraute. "Sie hat gesagt, dass Andreas sie oft angefasst hat - sie wollte das nicht",sagt er. Der Rentner bestreitet jedoch, den Hilferuf seiner Tochter ignoriert zu haben. "Ich habe Andreas eine klare Ansage gemacht, er solle das lassen". Damit sei die Sache vom Tisch gewesen. Der Vater ging davon aus, Andreas V. hätte seine Tochter danach in Ruhe gelassen. Doch so war es nicht, sagt die 39-Jährige. Ihr Peiniger hätte sie über mehrere Jahre hinweg weiter missbraucht

Die furchtbaren Dinge, die Andreas V. Kindern auf dem Campingplatz angetan haben soll, erschüttern den Vater der Lügderin sehr. Andreas V. sei immer ein guter Kerl gewesen, stets freundlich und hilfsbereit. Bis vor drei Jahren habe die Familie selbst eine Parzelle neben dem 56-jährigen Hauptverdächtigen gehabt. Den Schlüssel habe der Vater seinem Nachbarn Andreas V. sogar einfach überlassen. Einen Zusammenhang zu dem, was seiner Tochter wohl vor Jahren passiert ist, sieht der Vater nicht.

Michaela V. sei bereits über mehrere Stunden von den Ermittlern vernommen worden, sagt sie. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen, den Hinweise der Zeugin nachzugehen. Strafrechtlich dürfte ein Tatverdacht wegen sexuellen Missbrauchs aus dem Jahr 1991 jedoch nach derzeitigen Kenntnissen verjährt sein, heißt es.

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