Wilde Verfolgungsjagd: Polizei stellt 16-Jährigen und seine Mitfahrer nach waghalsiger Flucht in Obernkirchen Leonhard Behmann Obernkirchen/Rinteln (szlz). Nach einer nächtlichen Verfolgungsjagd durch große Teile des Landkreises Schaumburg und das benachbarte Nordrhein-Westfalen ist es Polizeieinheiten am frühen gestrigen Morgen gelungen, ein mit drei jungen Leuten besetztes Auto in Obernkirchen zu stoppen. Der VW Tiguan war kurz zuvor aus einer scharfen Kurve geflogen. Bevor der Fahrer flüchten konnte, fuhr ein Kommissar einen Streifenwagen so dicht neben die Fahrerseite des Wagens, dass die Türen auf der linken Seite nicht mehr geöffnet werden konnten. Andere Fahnder holten die Insassen aus dem Volkswagen. Zu ihrer Überraschung war der Autofahrer, der nach Angaben von Ermittlern zeitweise mit 160 km/h vor der Polizei geflüchtet war, erst 16 Jahre alt. Der Rintelner hatte sich den VW Tiguan seiner Eltern für eine Spritztour „ausgeliehen“. Mit im Auto saßen seine beiden Freunde – 15 und 16 Jahre alt, ebenfalls aus Rinteln. Der schwarze VW Tiguan sei Polizeibeamten des Einsatz- und Streifendienstes um 3.27 Uhr in Rinteln aufgefallen. Der Fahrer sei „mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen“, sagte Polizeihauptkommissar Matthias Auer. Die Beamten nahm die Verfolgung auf. Obwohl sie Blaulicht und Sirene, Yelp-Horn und Stopp-Signal anschalteten, gelang es ihnen nicht, den Fahrer zum Anhalten zu bringen. Er habe Vollgas gegeben, sagte Auer. In der geschlossenen Ortschaft sei das Fahrzeug mit Tempo 160 gemessen worden. Die wilde Fahrt begann im Rintelner Stadtgebiet und führte zunächst über die Bundesstraße 238 in Richtung Steinbergen. Der Tiguan-Fahrer unternahm alles, um seine Verfolger abzuhängen. Er sei durch Eisbergen gerast und wieder zurück in Richtung Rinteln gefahren, dann durch Buchholz und das Auetal bis nach Obernkirchen gefahren, sagte Matthias Auer. In der scharfen Kurve (Rathenaustraße/Heyestraße) sei der Wagen nach links weggedriftet. Erstmals ergab sich für die Polizei die Möglichkeit, das Auto zu überholen und zu stoppen. „Kollegen sind links neben den Wagen gefahren und haben ihn blockiert“, schildert aber die Situation. Zwischen dem VW Tiguan und dem Streifenwagen sei es zu einer seitlichem Berührung gekommen, hieß es. Wer wen gerammt hat, steht noch nicht fest, so Auer. Für den jungen Mann war die Fahrt in Obernkirchen zu Ende. Augenzeugen berichteten, die Polizei habe eine Person in Handschellen abgeführt. Die Polizei hat den Verdacht, dass der 16-jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ihm sei von einem Arzt eine Blutprobe entnommen worden. Ein Drogenvortest sei positiv gewesen, sagte Hauptkommissar Auer. Der VW Tiguan sei beschlagnahmt worden. Zur Begründung teilte Auer mit, es sei zunächst unklar gewesen, ob der Wagen gestohlen oder unterschlagen wurde. Bei der Polizeiaktion wurde niemand verletzt.

Wilde Verfolgungsjagd: Polizei stellt 16-Jährigen und seine Mitfahrer nach waghalsiger Flucht in Obernkirchen

Endstation Rathenaustraße in Obernkirchen – ein Streifenwagen steht neben dem VW Tiguan, mit dem der 16-jährige in halsbrecherischer Fahrt geflüchtet war. Foto: Polizei © polizei

Obernkirchen/Rinteln (szlz). Nach einer nächtlichen Verfolgungsjagd durch große Teile des Landkreises Schaumburg und das benachbarte Nordrhein-Westfalen ist es Polizeieinheiten am frühen gestrigen Morgen gelungen, ein mit drei jungen Leuten besetztes Auto in Obernkirchen zu stoppen. Der VW Tiguan war kurz zuvor aus einer scharfen Kurve geflogen.

Bevor der Fahrer flüchten konnte, fuhr ein Kommissar einen Streifenwagen so dicht neben die Fahrerseite des Wagens, dass die Türen auf der linken Seite nicht mehr geöffnet werden konnten. Andere Fahnder holten die Insassen aus dem Volkswagen.

Zu ihrer Überraschung war der Autofahrer, der nach Angaben von Ermittlern zeitweise mit 160 km/h vor der Polizei geflüchtet war, erst 16 Jahre alt. Der Rintelner hatte sich den VW Tiguan seiner Eltern für eine Spritztour „ausgeliehen“. Mit im Auto saßen seine beiden Freunde – 15 und 16 Jahre alt, ebenfalls aus Rinteln.

Der schwarze VW Tiguan sei Polizeibeamten des Einsatz- und Streifendienstes um 3.27 Uhr in Rinteln aufgefallen. Der Fahrer sei „mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen“, sagte Polizeihauptkommissar Matthias Auer. Die Beamten nahm die Verfolgung auf. Obwohl sie Blaulicht und Sirene, Yelp-Horn und Stopp-Signal anschalteten, gelang es ihnen nicht, den Fahrer zum Anhalten zu bringen. Er habe Vollgas gegeben, sagte Auer. In der geschlossenen Ortschaft sei das Fahrzeug mit Tempo 160 gemessen worden.

Die wilde Fahrt begann im Rintelner Stadtgebiet und führte zunächst über die Bundesstraße 238 in Richtung Steinbergen. Der Tiguan-Fahrer unternahm alles, um seine Verfolger abzuhängen. Er sei durch Eisbergen gerast und wieder zurück in Richtung Rinteln gefahren, dann durch Buchholz und das Auetal bis nach Obernkirchen gefahren, sagte Matthias Auer.

In der scharfen Kurve (Rathenaustraße/Heyestraße) sei der Wagen nach links weggedriftet. Erstmals ergab sich für die Polizei die Möglichkeit, das Auto zu überholen und zu stoppen. „Kollegen sind links neben den Wagen gefahren und haben ihn blockiert“, schildert aber die Situation. Zwischen dem VW Tiguan und dem Streifenwagen sei es zu einer seitlichem Berührung gekommen, hieß es. Wer wen gerammt hat, steht noch nicht fest, so Auer.

Für den jungen Mann war die Fahrt in Obernkirchen zu Ende. Augenzeugen berichteten, die Polizei habe eine Person in Handschellen abgeführt. Die Polizei hat den Verdacht, dass der 16-jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ihm sei von einem Arzt eine Blutprobe entnommen worden.

Ein Drogenvortest sei positiv gewesen, sagte Hauptkommissar Auer. Der VW Tiguan sei beschlagnahmt worden. Zur Begründung teilte Auer mit, es sei zunächst unklar gewesen, ob der Wagen gestohlen oder unterschlagen wurde. Bei der Polizeiaktion wurde niemand verletzt.

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