Weser gescannt und abgesucht: Großeinsatz nach Ölalarm bei Rinteln Rinteln (szlz). Mehr als zwei Wochen, nachdem tagelang großflächige Ölschlieren auf der Weser zwischen Hohenrode und Rinteln zu sehen waren, hat die Wasserschutzpolizei Nienburg die Ursachenforschung wieder aufgenommen. Gestern kam auf dem Fluss Hightech zum Einsatz. Die Technischen Einsatzeinheiten (TEE) der Bereitschaftspolizei Hannover und Braunschweig waren unter anderem mit zwei Sonarbooten angerückt. Aber auch Polizeitaucher hatten sich am Morgen mit einem Konvoi auf dem Weg ins Weserbergland gemacht. Die Spezialeinheiten schlugen ihr Basislager in Höhe der Fähre in Großenwieden auf. Dort wurden drei Boote zu Wasser gelassen, standen neun Polizeifahrzeuge. Bereits am 5. und am 6. März hatten Besatzungen von Polizeihubschraubern aus Dortmund und Hannover die Weser zwischen Hameln und Rinteln abgeflogen und der Wasserschutzpolizei Auffälliges gemeldet. Zuvor waren Feuerwehreinheiten mit Booten auf der Weser im Sucheinsatz gewesen. Eine Ölsperre habe nicht gelegt werden können, weil die Strömung zu stark sei, hatte es seinerzeit seitens der Unteren Wasserbehörde geheißen. Nahe der Auenlandschaft bei Hohenrode glaubten Polizeibeamte am 6. März die Stelle entdeckt zu haben, wo massiv Öl vom Grund der Weser aufstieg. Polizeitaucher gingen der Sache auf den Grund – sie konnten jedoch in der Bucht nichts finden. Als gestern Polizeiboote die Stelle passierten, waren nach Angaben von Oberkommissar Helge Kirchmann wieder Schlieren zu sehen, roch es nach Diesel. Der Umwelteinsatz war später vom THW Rinteln, von Politikern und Naturschützern kritisiert worden. Es ging im Wesentlichen um zwei Fragen, auf die Antworten gesucht wurden. Warum wurde nicht sofort ein Sonarboot des Technischen Hilfswerks eingesetzt? Weshalb haben die Behörden darauf verzichtet, eine Ölsperre vor der Einfahrt zum Doktorsee zu legen? In den Fokus der Kritiker war auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises gerückt. Tenor: Es sei zu zögerlich gehandelt worden.

Weser gescannt und abgesucht: Großeinsatz nach Ölalarm bei Rinteln

Die Polizei setzte drei Schnell- und Sonarboote ein. Foto: leo © leonhard behmann

Rinteln (szlz). Mehr als zwei Wochen, nachdem tagelang großflächige Ölschlieren auf der Weser zwischen Hohenrode und Rinteln zu sehen waren, hat die Wasserschutzpolizei Nienburg die Ursachenforschung wieder aufgenommen. Gestern kam auf dem Fluss Hightech zum Einsatz.

Die Technischen Einsatzeinheiten (TEE) der Bereitschaftspolizei Hannover und Braunschweig waren unter anderem mit zwei Sonarbooten angerückt. Aber auch Polizeitaucher hatten sich am Morgen mit einem Konvoi auf dem Weg ins Weserbergland gemacht. Die Spezialeinheiten schlugen ihr Basislager in Höhe der Fähre in Großenwieden auf. Dort wurden drei Boote zu Wasser gelassen, standen neun Polizeifahrzeuge.

Bereits am 5. und am 6. März hatten Besatzungen von Polizeihubschraubern aus Dortmund und Hannover die Weser zwischen Hameln und Rinteln abgeflogen und der Wasserschutzpolizei Auffälliges gemeldet. Zuvor waren Feuerwehreinheiten mit Booten auf der Weser im Sucheinsatz gewesen. Eine Ölsperre habe nicht gelegt werden können, weil die Strömung zu stark sei, hatte es seinerzeit seitens der Unteren Wasserbehörde geheißen. Nahe der Auenlandschaft bei Hohenrode glaubten Polizeibeamte am 6. März die Stelle entdeckt zu haben, wo massiv Öl vom Grund der Weser aufstieg. Polizeitaucher gingen der Sache auf den Grund – sie konnten jedoch in der Bucht nichts finden. Als gestern Polizeiboote die Stelle passierten, waren nach Angaben von Oberkommissar Helge Kirchmann wieder Schlieren zu sehen, roch es nach Diesel. Der Umwelteinsatz war später vom THW Rinteln, von Politikern und Naturschützern kritisiert worden. Es ging im Wesentlichen um zwei Fragen, auf die Antworten gesucht wurden. Warum wurde nicht sofort ein Sonarboot des Technischen Hilfswerks eingesetzt? Weshalb haben die Behörden darauf verzichtet, eine Ölsperre vor der Einfahrt zum Doktorsee zu legen? In den Fokus der Kritiker war auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises gerückt. Tenor: Es sei zu zögerlich gehandelt worden.

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