Warum Wespen- oder Hornissennester meist kein Grund zur Sorge sind Kreis Herford. Süße Sommergetränke und saftiger Pflaumenkuchen locken bekanntlich Wespen an. Die kleinen Insekten bauen Nester an Hauswände, Garagen, in Geräteschuppen, in Sträuchern oder Bäumen – also in unmittelbarer Nähe zum Menschen. Wespen eilt oft ein schlechter Ruf voraus – schnell kommt die Angst vor schmerzenden Stichen auf. „Viele Bürger rufen verzweifelt bei der Feuerwehr oder bei uns an, um zu erfragen, was man gegen Wespennester unternehmen kann", sagt Hannelore Frick-Pohl von der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Herford. Dabei können Mensch und Tier auch ganz friedlich zusammenleben – Wespen greifen den Menschen nur an, wenn ihr eigenes oder das Leben des Volkes bedroht wird. Im Kreis Herford leben fünf verschiedene Arten. Den meisten Kontakt haben Menschen mit den Kurzkopfwespen – dazu gehören auch die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. In der Regel umfasst ein Volk 3.000 bis 5.000 Tiere Wespen bauen aus einer papierartigen Masse ihre Nester – jede Art hat einen eigenen Baustil. Viele Völker bauen ihre Nester auch unterirdisch. Im März und April starten die Wespenköniginnen mit dem Nestbau. Die Königin legt ihre Eier in das Nest, bis die ersten Wespen schlüpfen. Die Arbeiterinnen führen dann den Bau des Nestes fort. In der Regel umfasst ein Volk der Deutschen oder Gemeinen Wespe 3.000 bis 5.000 Tiere. Beim ersten Frost sterben alle Arbeiterinnen, nur die neuen Königinnen überleben. Im Herbst verlassen sie das Nest, überwintern an einem frostgeschützten Ort und gründen im Frühjahr ein neues Volk. Wespen- oder Hornissenstiche sind für nicht allergische Personen nicht giftiger als ein Bienenstich. „Wer ein Wespennest in seinem Hausbereich findet, sollte zuerst überlegen, ob und warum es stört. Denn Wespen sind auch wichtige Nützlinge für den Garten. Sie ernähren sich und ihre Brut überwiegend von anderen Insekten wie Fliegen, Mücken, Larven oder Schmetterlingsraupen", betont Frick-Pohl. Vergiften von Insekten ist artenschutzrechtlich nicht erlaubt Ein Beratungsgespräch bei der Feuerwehr oder der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung ist kostenfrei – deshalb rät Frick-Pohl zuerst zu einem Infogespräch. Denn die meisten Nester können hängenbleiben. Das Vergiften der Insekten ist artenschutzrechtlich übrigens nicht erlaubt: „Das Gift ist nicht nur schädlich für die Tiere, sondern auch für Menschen. Insektenvernichtungsmittel sind Nervengifte, die eine Abbauzeit von etwa sechs Monaten benötigen", so Frick-Pohl. Falls ein Nest dennoch weg muss, sollte diese Aufgabe unbedingt von Experten übernommen werden.

Warum Wespen- oder Hornissennester meist kein Grund zur Sorge sind

Hornissen in einem Vogelnistkasten. © Hannelore Frick-Pohl

Kreis Herford. Süße Sommergetränke und saftiger Pflaumenkuchen locken bekanntlich Wespen an. Die kleinen Insekten bauen Nester an Hauswände, Garagen, in Geräteschuppen, in Sträuchern oder Bäumen – also in unmittelbarer Nähe zum Menschen.

Wespen eilt oft ein schlechter Ruf voraus – schnell kommt die Angst vor schmerzenden Stichen auf. „Viele Bürger rufen verzweifelt bei der Feuerwehr oder bei uns an, um zu erfragen, was man gegen Wespennester unternehmen kann", sagt Hannelore Frick-Pohl von der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Herford. Dabei können Mensch und Tier auch ganz friedlich zusammenleben – Wespen greifen den Menschen nur an, wenn ihr eigenes oder das Leben des Volkes bedroht wird.

Im Kreis Herford leben fünf verschiedene Arten. Den meisten Kontakt haben Menschen mit den Kurzkopfwespen – dazu gehören auch die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe.

In der Regel umfasst ein Volk 3.000 bis 5.000 Tiere

Wespen bauen aus einer papierartigen Masse ihre Nester – jede Art hat einen eigenen Baustil. Viele Völker bauen ihre Nester auch unterirdisch. Im März und April starten die Wespenköniginnen mit dem Nestbau. Die Königin legt ihre Eier in das Nest, bis die ersten Wespen schlüpfen. Die Arbeiterinnen führen dann den Bau des Nestes fort. In der Regel umfasst ein Volk der Deutschen oder Gemeinen Wespe 3.000 bis 5.000 Tiere. Beim ersten Frost sterben alle Arbeiterinnen, nur die neuen Königinnen überleben. Im Herbst verlassen sie das Nest, überwintern an einem frostgeschützten Ort und gründen im Frühjahr ein neues Volk.

Sächsische Wespen in einem Vogelnistkasten. - © Hannelore Frick-Pohl
Sächsische Wespen in einem Vogelnistkasten. - © Hannelore Frick-Pohl

Wespen- oder Hornissenstiche sind für nicht allergische Personen nicht giftiger als ein Bienenstich. „Wer ein Wespennest in seinem Hausbereich findet, sollte zuerst überlegen, ob und warum es stört. Denn Wespen sind auch wichtige Nützlinge für den Garten. Sie ernähren sich und ihre Brut überwiegend von anderen Insekten wie Fliegen, Mücken, Larven oder Schmetterlingsraupen", betont Frick-Pohl.

Vergiften von Insekten ist artenschutzrechtlich nicht erlaubt

Ein Beratungsgespräch bei der Feuerwehr oder der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung ist kostenfrei – deshalb rät Frick-Pohl zuerst zu einem Infogespräch. Denn die meisten Nester können hängenbleiben.

Das Vergiften der Insekten ist artenschutzrechtlich übrigens nicht erlaubt: „Das Gift ist nicht nur schädlich für die Tiere, sondern auch für Menschen. Insektenvernichtungsmittel sind Nervengifte, die eine Abbauzeit von etwa sechs Monaten benötigen", so Frick-Pohl. Falls ein Nest dennoch weg muss, sollte diese Aufgabe unbedingt von Experten übernommen werden.

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