Waldkater und Stadtkater in Rinteln werden nicht wiedereröffnet Stefan Reineking Rinteln (szlz). Alles andere als gute Nachrichten hatte riha-Chef Richard Hartinger junior am Wochenende für die 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Waldkater und Stadtkater: Per Brief teilte er den Beschäftigten mit, dass er die seit dem 2. November 2020 wegen der Corona-Pandemie geschlossenen gastronomischen Betriebe nicht wieder öffnen wird. Hartinger kündigte in dem Schreiben an, dass die getroffene Entscheidung dazu führen werde, dass die Arbeitsplätze im Gastronomiebereich abgebaut würden. Deshalb werde er umgehend mit dem zuständigen Betriebsrat, dem Gesamtbetriebsrat der riha-Gruppe und dem Wirtschaftsausschuss Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die zum Teil langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufnehmen. „Wir bedauern die Entscheidung sehr. Die wirtschaftliche Situation lässt uns aber leider keine andere Wahl“, heißt es in dem Schreiben. Vor mehr als 30 Jahren hatte Richard Hartinger senior den Waldkater mit großem Aufwand aus langjährigem Dornröschenschlaf erweckt. Das ursprünglich vom Verschönerungsverein als Ausflugsgaststätte gebaute Ensemble wurde abgerissen und als Hotel mit Restaurant, Saal und eigener Brauerei wieder aufgebaut. Später übernahm der Waldkater auch noch den Ratskeller in der Innenstadt und erweckte ihn nach jahrelangem Siechtum zu neuem Leben. Dass dieses nun abrupt endet, hat gleich mehrere Gründe. Geschäftsführer Thomas Rathkolb schied nach langer Krankheit aus dem Unternehmen aus, der erste Corona-Lockdown im Frühjahr sorgte für eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, der zweite seit November andauernde Lockdown führte schließlich zum endgültigen Aus. Denn im Gegensatz zu anderen Gastronomiebetrieben hat der Waldkater als Bestandteil der riha-Gruppe keinen Anspruch auf die versprochenen großzügigen Corona-Hilfen des Staates. Wie es mit Waldkater und Stadtkater weitergehen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Die Waldkater-Immobilie gehört der riha-Gruppe, der Stadtkater ist von der Stadt gepachtet. Einen Pächter oder Käufer für den Waldkater gibt es noch nicht, da nach Auskunft Hartingers noch nicht feststehe, wie lange die Abwicklung des Gastronomiebereiches dauere. Erst dann könnten entsprechende Entscheidungen getroffen werden.

Waldkater und Stadtkater in Rinteln werden nicht wiedereröffnet

Der Waldkater wird ebenso wie der Stadtkater wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise nicht wieder eröffnet. Foto: © SZLZ

Rinteln (szlz). Alles andere als gute Nachrichten hatte riha-Chef Richard Hartinger junior am Wochenende für die 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Waldkater und Stadtkater: Per Brief teilte er den Beschäftigten mit, dass er die seit dem 2. November 2020 wegen der Corona-Pandemie geschlossenen gastronomischen Betriebe nicht wieder öffnen wird.

Hartinger kündigte in dem Schreiben an, dass die getroffene Entscheidung dazu führen werde, dass die Arbeitsplätze im Gastronomiebereich abgebaut würden. Deshalb werde er umgehend mit dem zuständigen Betriebsrat, dem Gesamtbetriebsrat der riha-Gruppe und dem Wirtschaftsausschuss Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die zum Teil langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufnehmen.

„Wir bedauern die Entscheidung sehr. Die wirtschaftliche Situation lässt uns aber leider keine andere Wahl“, heißt es in dem Schreiben.

Vor mehr als 30 Jahren hatte Richard Hartinger senior den Waldkater mit großem Aufwand aus langjährigem Dornröschenschlaf erweckt. Das ursprünglich vom Verschönerungsverein als Ausflugsgaststätte gebaute Ensemble wurde abgerissen und als Hotel mit Restaurant, Saal und eigener Brauerei wieder aufgebaut. Später übernahm der Waldkater auch noch den Ratskeller in der Innenstadt und erweckte ihn nach jahrelangem Siechtum zu neuem Leben.

Dass dieses nun abrupt endet, hat gleich mehrere Gründe. Geschäftsführer Thomas Rathkolb schied nach langer Krankheit aus dem Unternehmen aus, der erste Corona-Lockdown im Frühjahr sorgte für eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, der zweite seit November andauernde Lockdown führte schließlich zum endgültigen Aus. Denn im Gegensatz zu anderen Gastronomiebetrieben hat der Waldkater als Bestandteil der riha-Gruppe keinen Anspruch auf die versprochenen großzügigen Corona-Hilfen des Staates.

Wie es mit Waldkater und Stadtkater weitergehen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Die Waldkater-Immobilie gehört der riha-Gruppe, der Stadtkater ist von der Stadt gepachtet. Einen Pächter oder Käufer für den Waldkater gibt es noch nicht, da nach Auskunft Hartingers noch nicht feststehe, wie lange die Abwicklung des Gastronomiebereiches dauere. Erst dann könnten entsprechende Entscheidungen getroffen werden.

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