Vorbild Tübingen: Bürgermeister Theiß will Corona-Tagesticket für Stadthagen Mira Colic Stadthagen (szlz). Tübingen macht es vor: Geschäfte, Cafés und Kinos sind geöffnet – aber nur für Kunden und Besucher mit negativem Corona-Test. Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß ist von dem Konzept begeistert und möchte dies auch in der Kreisstadt umsetzen. Eine Bewerbung als Modellkommune ist bereits eingereicht. „Ich halte es angesichts der derzeitigen Situation für wichtig, zu prüfen, ob sich Erfolgsmodelle aus Städten wie Tübingen übertragen lassen“, sagt Bürgermeister Oliver Theiß. Öffnungsszenarien könnten trotz der derzeitigen Infektionslage ermöglicht werden. Der Inzidenzwert in Schaumburg lag am Mittwoch bei 115,3. „Wir trauen uns zu, als Mittelzentrum und in Angesicht der vorhandenen Testkapazitäten, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen“, so der Rathauschef weiter. Morgen soll wie berichtet das zweite Testzentrum im ehemaligen dm-Markt öffnen. Da es wichtig sein werde, dass Städte verschiedenster Größenordnungen mit einbezogen werden, rechnet sich Theiß trotz vieler Anträge auch aus größeren Städten wie Hameln und Celle „durchaus Chancen auf eine Berücksichtigung aus“. Inhaltlich werde es darum gehen, Öffnungen zum Beispiel in der Gastronomie zuzulassen, den Zutritt an ein negatives Testergebnis zu binden und mit den gewonnenen Erkenntnissen auszuwerten, ob und wie sich derartige Strategien auf die Infektionslage auswirken – so wie in Tübingen. Bürger mit einem negativen Schnelltest erhalten in der baden-württembergischen Stadt ein 24 Stunden gültiges Tagesticket für die Innenstadt zum Besuch von Restaurants, Kinos, Theater oder Museen, unter Einhaltung entsprechender Hygienevorschriften. Begleitet wird das Projekt „Öffnen mit Sicherheit“ wissenschaftlich. Seit dem 22. März befragen Medizinstudenten die Getesteten nach ihren Daten, um herauszufinden, ob es bestimmte Gruppen gibt, die von Corona besonders betroffen sind. Es gebe laut Theiß verschiedene Möglichkeiten, wo die Sicherheitszonen in Stadthagen eingerichtet werden können: beispielsweise am Marktplatz oder in der gesamten Innenstadt innerhalb des Walles. „Ich würde mir natürlich wünschen, dass wir es auf die gesamte Stadt ausweiten können, damit Betriebe im Randbereich nicht hinten über fallen.“ Die Pläne sehen auch mögliche Ausnahmeregelungen für Außengastronomie und Fitnessstudios vor, die außerhalb des definierten Gebiets liegen. Die Entscheidung hierüber soll in den Händen der Gesundheitsämter liegen. Bevor über die Bewerbungen entschieden wird, muss das Land erst die Corona-Verordnung ändern. Damit wird zum Wochenende gerechnet. Wie Theiß erläutert, stehe auch noch nicht fest, ob allein das Land oder auch die Landkreise Modellkommunen ernennen können. Klar ist jedoch, dass nur Kommunen mit einem Inzidenzwert unter 200 berücksichtigt werden sollen. Voraussetzung ist außerdem die Kontaktnachverfolgung mittels App, wie aus einem Schreiben von Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, hervorgeht.

Vorbild Tübingen: Bürgermeister Theiß will Corona-Tagesticket für Stadthagen

Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß strebt eine Öffnung nach dem Vorbild Tübingens an. Symbolfoto: Archiv © archiv

Stadthagen (szlz). Tübingen macht es vor: Geschäfte, Cafés und Kinos sind geöffnet – aber nur für Kunden und Besucher mit negativem Corona-Test. Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß ist von dem Konzept begeistert und möchte dies auch in der Kreisstadt umsetzen. Eine Bewerbung als Modellkommune ist bereits eingereicht.

„Ich halte es angesichts der derzeitigen Situation für wichtig, zu prüfen, ob sich Erfolgsmodelle aus Städten wie Tübingen übertragen lassen“, sagt Bürgermeister Oliver Theiß. Öffnungsszenarien könnten trotz der derzeitigen Infektionslage ermöglicht werden. Der Inzidenzwert in Schaumburg lag am Mittwoch bei 115,3.

„Wir trauen uns zu, als Mittelzentrum und in Angesicht der vorhandenen Testkapazitäten, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen“, so der Rathauschef weiter. Morgen soll wie berichtet das zweite Testzentrum im ehemaligen dm-Markt öffnen. Da es wichtig sein werde, dass Städte verschiedenster Größenordnungen mit einbezogen werden, rechnet sich Theiß trotz vieler Anträge auch aus größeren Städten wie Hameln und Celle „durchaus Chancen auf eine Berücksichtigung aus“.

Inhaltlich werde es darum gehen, Öffnungen zum Beispiel in der Gastronomie zuzulassen, den Zutritt an ein negatives Testergebnis zu binden und mit den gewonnenen Erkenntnissen auszuwerten, ob und wie sich derartige Strategien auf die Infektionslage auswirken – so wie in Tübingen.

Bürger mit einem negativen Schnelltest erhalten in der baden-württembergischen Stadt ein 24 Stunden gültiges Tagesticket für die Innenstadt zum Besuch von Restaurants, Kinos, Theater oder Museen, unter Einhaltung entsprechender Hygienevorschriften. Begleitet wird das Projekt „Öffnen mit Sicherheit“ wissenschaftlich. Seit dem 22. März befragen Medizinstudenten die Getesteten nach ihren Daten, um herauszufinden, ob es bestimmte Gruppen gibt, die von Corona besonders betroffen sind.

Es gebe laut Theiß verschiedene Möglichkeiten, wo die Sicherheitszonen in Stadthagen eingerichtet werden können: beispielsweise am Marktplatz oder in der gesamten Innenstadt innerhalb des Walles. „Ich würde mir natürlich wünschen, dass wir es auf die gesamte Stadt ausweiten können, damit Betriebe im Randbereich nicht hinten über fallen.“

Die Pläne sehen auch mögliche Ausnahmeregelungen für Außengastronomie und Fitnessstudios vor, die außerhalb des definierten Gebiets liegen. Die Entscheidung hierüber soll in den Händen der Gesundheitsämter liegen.

Bevor über die Bewerbungen entschieden wird, muss das Land erst die Corona-Verordnung ändern. Damit wird zum Wochenende gerechnet. Wie Theiß erläutert, stehe auch noch nicht fest, ob allein das Land oder auch die Landkreise Modellkommunen ernennen können.

Klar ist jedoch, dass nur Kommunen mit einem Inzidenzwert unter 200 berücksichtigt werden sollen. Voraussetzung ist außerdem die Kontaktnachverfolgung mittels App, wie aus einem Schreiben von Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, hervorgeht.

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