Nach der Bund-Länder-Konferenz Vor der Booster-Impfung: Wie lange gelte ich als "geimpft"? Der Genesenen-Status hat ein Ablaufdatum. Aber wie sieht das bei Geimpften aus? Ein Blick in den digitalen Impfnachweis hilft nur bedingt. Wir klären auf. Anke Groenewold,Mareike Köstermeyer Bielefeld. Die vierte Corona-Infektionswelle rollt über Deutschland, und die Politik erhöht den Druck auf Ungeimpfte. Geimpfte dagegen genießen weiterhin Freiheiten. Klar ist allerdings auch: Der Impfschutz lässt mit der Zeit nach. Daher können sich  laut Coronavirus-Impfverordnung seit September grundsätzlich alle Impfberechtigten ihren Impfschutz kostenlos auffrischen lassen. Doch wie lange gilt man dann als geimpft? Hat auch die Auffrischungsimpfung ein Verfallsdatum? Wie lange hält der Impfschutz gegen Corona? Noch immer unterscheiden sich die Angaben der Experten. Die vorherrschende Meinung ist jedoch, dass die Wirkung der Corona-Schutzimpfung nach sechs Monaten nachlässt. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission ist daher, die Impfung nach sechs Monaten auffrischen zu lassen. Wenn es die Impfstoff-Kapazitäten zulassen, soll sogar eine Auffrischung schon nach fünf Monaten möglich sein. Wie lange ist das digitale Impfzertifikat gültig? Auf EU-Ebene hat das Impfzertifitkat zunächst eine Gültigkeitsdauer von neun Monaten. Die Minister der Bund-Länder-Konferenz am vergangenen Donnerstag (2. Dezember) haben angekündigt, sich bis zum Ende des Jahres auf eine Gültigkeitsdauer der Impfzertifikate zu einigen. Dass die Minister sich mit der Entscheidung über die Gültigkeit des Zertifitkats noch einigen müssen, liegt auch daran, dass zunächst jeder die Chance auf eine Auffrischungsimpfung gehabt haben soll, bevor das Impfzertifikat nach EU-Recht nach neun Monaten abläuft. Das digitale Impfzertifikat hat laut Bundesministerium für Gesundheit vorerst eine Gültigkeitsdauer von 12 Monaten. "Je nach beobachteter Wirkungsdauer der Impfstoffe soll dieser Zeitraum angepasst, beziehungsweise eine Auffrischungsimpfung angeboten werden." Aus technischen Gründen haben die digitalen Impfzertifikate schon jetzt ein Ablaufdatum. Dieses richte sich nicht nach dem Zeitpunkt der Impfung, sondern nach dem Zeitpunkt der Zertifikat-Ausstellung. "Ihr Impfschutz erlischt also nicht mit dem Ablaufdatum des Zertifikats", so das Gesundheitsministerium. Die ersten Impfzertifikate werden laut Ministerium Ende des zweiten Quartals 2022 auslaufen. Bis dahin werde es einen Beschluss über die Gültigkeitsdauer in Deutschland geben, so dass auch nach Ablauf der Impfzertifikate eine Nutzung des digitalen Impfnachweises möglich sein werde, so das Ministerium. Ist die Auffrischungsimpfung notwendig, um weiter als „vollständig geimpft" zu gelten?Der Wortlaut im Entschlusspapier dazu: "Weil der Schutz der Corona-Schutzimpfung bei den derzeit verfügbaren Impfstoffen etwa ab dem fünften Monat nachlässt, wird der Impfstatus zu verändern sein, sofern keine Auffrischungsimpfung erfolgt ist." FazitWer weiterhin als "vollständig geimpft" gelten will, braucht eine Auffrischungsimpfung. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r
Nach der Bund-Länder-Konferenz

Vor der Booster-Impfung: Wie lange gelte ich als "geimpft"?

Mit dem digitalen Impfzertifikat lässt sich der Impfstatus nachweisen. Es hat ein technsiches Verfallsdatum. © picture alliance / imageBROKER

Bielefeld. Die vierte Corona-Infektionswelle rollt über Deutschland, und die Politik erhöht den Druck auf Ungeimpfte. Geimpfte dagegen genießen weiterhin Freiheiten. Klar ist allerdings auch: Der Impfschutz lässt mit der Zeit nach. Daher können sich  laut Coronavirus-Impfverordnung seit September grundsätzlich alle Impfberechtigten ihren Impfschutz kostenlos auffrischen lassen. Doch wie lange gilt man dann als geimpft? Hat auch die Auffrischungsimpfung ein Verfallsdatum?

Wie lange hält der Impfschutz gegen Corona?

Noch immer unterscheiden sich die Angaben der Experten. Die vorherrschende Meinung ist jedoch, dass die Wirkung der Corona-Schutzimpfung nach sechs Monaten nachlässt. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission ist daher, die Impfung nach sechs Monaten auffrischen zu lassen. Wenn es die Impfstoff-Kapazitäten zulassen, soll sogar eine Auffrischung schon nach fünf Monaten möglich sein.

Wie lange ist das digitale Impfzertifikat gültig?
Auf EU-Ebene hat das Impfzertifitkat zunächst eine Gültigkeitsdauer von neun Monaten. Die Minister der Bund-Länder-Konferenz am vergangenen Donnerstag (2. Dezember) haben angekündigt, sich bis zum Ende des Jahres auf eine Gültigkeitsdauer der Impfzertifikate zu einigen.

Dass die Minister sich mit der Entscheidung über die Gültigkeit des Zertifitkats noch einigen müssen, liegt auch daran, dass zunächst jeder die Chance auf eine Auffrischungsimpfung gehabt haben soll, bevor das Impfzertifikat nach EU-Recht nach neun Monaten abläuft. Das digitale Impfzertifikat hat laut Bundesministerium für Gesundheit vorerst eine Gültigkeitsdauer von 12 Monaten. "Je nach beobachteter Wirkungsdauer der Impfstoffe soll dieser Zeitraum angepasst, beziehungsweise eine Auffrischungsimpfung angeboten werden."

Aus technischen Gründen haben die digitalen Impfzertifikate schon jetzt ein Ablaufdatum. Dieses richte sich nicht nach dem Zeitpunkt der Impfung, sondern nach dem Zeitpunkt der Zertifikat-Ausstellung. "Ihr Impfschutz erlischt also nicht mit dem Ablaufdatum des Zertifikats", so das Gesundheitsministerium. Die ersten Impfzertifikate werden laut Ministerium Ende des zweiten Quartals 2022 auslaufen. Bis dahin werde es einen Beschluss über die Gültigkeitsdauer in Deutschland geben, so dass auch nach Ablauf der Impfzertifikate eine Nutzung des digitalen Impfnachweises möglich sein werde, so das Ministerium.

Ist die Auffrischungsimpfung notwendig, um weiter als „vollständig geimpft" zu gelten?
Der Wortlaut im Entschlusspapier dazu: "Weil der Schutz der Corona-Schutzimpfung bei den derzeit verfügbaren Impfstoffen etwa ab dem fünften Monat nachlässt, wird der Impfstatus zu verändern sein, sofern keine Auffrischungsimpfung erfolgt ist."

Fazit
Wer weiterhin als "vollständig geimpft" gelten will, braucht eine Auffrischungsimpfung.

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