Vom 1. August an im 30-Minuten-Takt per Bus durch Bad Oeynhausen Heidi Froreich Bad Oeynhausen (nw). Vom 1. August an ist der „Oeynhauser“ komplett. Dann können auch die Bürger in Werste, Eidinghausen, Dehme, Wulferdingsen und Volmerdingsen das neue Stadtbussystem nutzen. Bisher galt der Halb-Stunden-Takt nur im Süden des Stadtgebiets. Zusätzlich zur deutlichen Leistungssteigerung gibt es mit dem Klimaticket einen finanziellen Anreiz, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Im Oktober vergangenen Jahres war der Halb-Stunden-Takt schon auf den Linien 429, 457 und 551 eingeführt worden. Für den 6. April war damals das flächendeckende Angebot angekündigt worden. „Corona ist schuld“, nennt Achim Overath als Grund für die Verzögerung. Erst waren Fahrten in Bussen ganz verboten, dann nureingeschränktmöglich.Da habe die Einführung des neuen Systems wenig Sinn gemacht. Overath ist Geschäftsführer der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft (mhv) und für die Vergabe der Buslinien verantwortlich. Der neue Betreiber, der Teutoburger Wald Verkehr (TWV) habe jedenfalls alles für reibungslosen Start getan. „Die drei neuen Kleinbusse stehen längst bereit“, nennt Overath ein Beispiel. Insgesamt werden elf Stadtbusse im Einsatz sein. Mit der Einführung des flächendeckenden Systems haben die alten Linien auch neue Namen bekommen. „Von eins bis sieben gelten die gleichen Bedingungen“, freut sich Bürgermeister Achim Wilmsmeier. Ob aus Wöhren oder aus Oberbecksen – in allen Stadtteilen kann man jetzt im 30-Minuten-Takt in einen Bus einsteigen. Noch schneller ist die Verbindung zwischen Werre-Park und ZOB: da gilt sogar ein 15-Minuten-Abstand. Und natürlich müssen Fahrgäste immer eine Maske tragen. Die neuen Fahrplan-Informationen liegen in den beiden Rathäusern und in der mhv-Geschäftsstelle im Badehaus an der Herforder Str. 45 bereit. Zusätzlich zu Einzelfahrten können Fahrgäste jetzt auch ein Klimaticket kaufen. Ab 29 Euro monatlich können beliebig viele Busfahrten unternommen werden, abends können unentgeltlich weitere Personen, aber auch Fahrräder, mitgenommen werden. „Das Ticket ist übertragbar“, nennt Jan-Martin Müller aus der Stadtverwaltung einen weiteren Vorteil. Im Februar hatte er im Ausschuss für Stadtentwicklung das von der mhv entwickelte Projekt vorgestellt. Und dafür breite Unterstützung erhalten. Einstimmig hatte der Ausschuss das Klimaticket beschlossen- wohl wissend, dass die Stadt mit einem jährlichen Zuschussbedarf von etwa 35.000 Euro rechnen muss. Mittlerweile gibt es das Klima Ticket nicht nur in Ibbenbüren, sondern auch in Herford und Löhne. Allerdings hat man sich in den beiden Nachbarstädten damit begnügt. „Bad Oeynhausen macht alles richtig“, lobt Achim Overath. Weil die Stadt eben zusätzlich und vor allem gleichzeitig auch die Qualität verbessert hat.

Vom 1. August an im 30-Minuten-Takt per Bus durch Bad Oeynhausen

Achim Overath (von links), Achim Wilmsmeier und Jan-Martin Müller freuen sich auf das neue Stadtbussystem. Foto: Heidi Froreich © Heidi Froreich

Bad Oeynhausen (nw). Vom 1. August an ist der „Oeynhauser“ komplett. Dann können auch die Bürger in Werste, Eidinghausen, Dehme, Wulferdingsen und Volmerdingsen das neue Stadtbussystem nutzen. Bisher galt der Halb-Stunden-Takt nur im Süden des Stadtgebiets. Zusätzlich zur deutlichen Leistungssteigerung gibt es mit dem Klimaticket einen finanziellen Anreiz, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Im Oktober vergangenen Jahres war der Halb-Stunden-Takt schon auf den Linien 429, 457 und 551 eingeführt worden. Für den 6. April war damals das flächendeckende Angebot angekündigt worden.

„Corona ist schuld“, nennt Achim Overath als Grund für die Verzögerung. Erst waren Fahrten in Bussen ganz verboten, dann nureingeschränktmöglich.Da habe die Einführung des neuen Systems wenig Sinn gemacht. Overath ist Geschäftsführer der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft (mhv) und für die Vergabe der Buslinien verantwortlich. Der neue Betreiber, der Teutoburger Wald Verkehr (TWV) habe jedenfalls alles für reibungslosen Start getan. „Die drei neuen Kleinbusse stehen längst bereit“, nennt Overath ein Beispiel. Insgesamt werden elf Stadtbusse im Einsatz sein.

Mit der Einführung des flächendeckenden Systems haben die alten Linien auch neue Namen bekommen. „Von eins bis sieben gelten die gleichen Bedingungen“, freut sich Bürgermeister Achim Wilmsmeier. Ob aus Wöhren oder aus Oberbecksen – in allen Stadtteilen kann man jetzt im 30-Minuten-Takt in einen Bus einsteigen. Noch schneller ist die Verbindung zwischen Werre-Park und ZOB: da gilt sogar ein 15-Minuten-Abstand. Und natürlich müssen Fahrgäste immer eine Maske tragen. Die neuen Fahrplan-Informationen liegen in den beiden Rathäusern und in der mhv-Geschäftsstelle im Badehaus an der Herforder Str. 45 bereit.

Zusätzlich zu Einzelfahrten können Fahrgäste jetzt auch ein Klimaticket kaufen. Ab 29 Euro monatlich können beliebig viele Busfahrten unternommen werden, abends können unentgeltlich weitere Personen, aber auch Fahrräder, mitgenommen werden. „Das Ticket ist übertragbar“, nennt Jan-Martin Müller aus der Stadtverwaltung einen weiteren Vorteil. Im Februar hatte er im Ausschuss für Stadtentwicklung das von der mhv entwickelte Projekt vorgestellt. Und dafür breite Unterstützung erhalten.

Einstimmig hatte der Ausschuss das Klimaticket beschlossen- wohl wissend, dass die Stadt mit einem jährlichen Zuschussbedarf von etwa 35.000 Euro rechnen muss. Mittlerweile gibt es das Klima Ticket nicht nur in Ibbenbüren, sondern auch in Herford und Löhne. Allerdings hat man sich in den beiden Nachbarstädten damit begnügt. „Bad Oeynhausen macht alles richtig“, lobt Achim Overath. Weil die Stadt eben zusätzlich und vor allem gleichzeitig auch die Qualität verbessert hat.

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