Update: Vollsperrung nach schwerem Unfall auf der A2 aufgehoben Charlotte Mahncke,Jens Reichenbach Bielefeld. Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld kommt es seit Dienstagvormittag zu starken Verkehrsbehinderungen. Grund dafür ist ein schwerer Unfall mit drei beteiligten Lastwagen. Einer der Fahrer (45) aus Garbsen (Niedersachsen) wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Es kommt noch über Stunden zu Sperrungen und Staus. Wie Polizeisprecher Michael Kötter mitteilte, ereignete sich der Unfall kurz nach 11.10 Uhr auf der A2 in Richtung Dortmund. Kurz hinter der Anschlussstelle Bielefeld-Ost muss es zu einem massiven Zusammenstoß zwischen drei Lkws gekommen sein. Nach der ersten Rückmeldung durch Augenzeugen soll einer der beteiligten in seiner Fahrerkabine eingeklemmt sein. Die A2 in Richtung Bielefeld wurde voll gesperrt. Um 12.55 Uhr konnte die Polizei die linke der drei gesperrten Fahrspuren wieder freigeben, so dass sich der Stau hinter der Unfallstelle nun auflösen kann. Größere Einheiten der Retter sind am Unfallort eingetroffen Deshalb eilten seit dem Notruf Rettungsdienst, Feuerwehr und Autobahnpolizei mit größeren Einheiten zur Unfallstelle und leisteten vor Ort Erste Hilfe. Tatsächlich war der Fahrer eines 12-Tonners aus Hannover in seinem deformierten Fahrzeug massiv eingeklemmt. Zwei Notärzte sowie zahlreiche Retter der Berufsfeuerwehr, der Löschabteilungen Ubbedissen und Hillegossen mussten den Patienten mit schwerem Gerät in großer Eile aus dem Lkw-Wrack befreien. Die Feuerwehr spricht in solchen akuten Fällen von einer Sofort-Rettung. Dazu wurden nach Angaben der Feuerwehr mehrere hydraulische Stempel zum Auseindanderdrücken der Wrackteile eingesetzt. Schließlich konnten die Feuerwehrkräfte den lebensgefährlich verletzten Fahrer (Poly-Trauma) aus dem Lkw befreien und dem Rettungsdienst übergeben. Er kam per Rettungswagen in ein Bielefelder Krankenhaus. Zwei weitere Verletzte Die Fahrer (28, 54) der anderen beiden beteiligten Lkw gelten als leicht verletzt. Einer von ihnen kommt ebenfalls ins Krankenhaus. Der dritte Berufskraftfahrer verzichtete auf eine weitere Behandlung im Krankenhaus. Die Feuerwehr musste außerdem große Mengen an Bindemitteln einsetzen, um die verschiedenen Betriebsstoffe, die aus den Unfallfahrzeugen geflossen waren, aufzufangen. Die Polizei sperrte zunächst die mittlere und rechte Fahrspur der A2 (Richtung Dortmund), weil dort die beteiligten Lkw quer standen. Doch für die aufwändigen Rettungsarbeiten musste schließlich auch die dritte Spur dicht gemacht werden. Seitdem konnte der Verkehr die Unfallstelle nicht mehr einspurig passieren. Der Verkehr wurde an der Abfahrt Bielefeld-Ost abgeleitet. Erst um 12.55 Uhr konnte zumindest die nicht betroffene linke Spur freigegeben werden. Spezialteam an der Unfallstelle Für die Unfallaufnahme hat die Autobahnpolizei ein Spezialteam des Polizeipräsidiums Bielefeld zur Unfallstelle gerufen. Das sogenannte Verkehrsunfallaufnahme-Team sichert mit modernster Technik Unfallspuren und nimmt alle vorhandenen Daten der Fahrzeuge auf, um den Unfallhergang rekonstruieren zu können. Die Polizei geht von einem klassischen Auffahrunfall aus. Der Mann in dem 12-Tonner aus Garbsen soll im Rückstau auf der mittleren Spur nahezu ungebremst auf seinen Vordermann aufgefahren sein, einen Sattelauflieger eines 28-jährigen polnischen Lkw-Fahrers. Durch die Wucht des Zusammenstoßes schob sich dieser zweite Sattelzug noch auf einen dritten Lkw, einen weiteren Sattelauflieger eines 52-jährigen Polen. "Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte ein zu geringer Sicherheitsabstand zum Auffahrunfall geführt haben", heißt es von der Polizei. Die Verkehrsrechner meldeten um 11.45 Uhr bereits einen Stau von fünf Kilometern Länge. Um 12.20 Uhr reichte der Stau zurück zur Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld-Altenhagen. 10 Kilometer Stau. Update, 14.15 Uhr: Die zwei gesperrten Spuren sorgen weiterhin für 10 Kilometer Stau auf der A2 in Richtung Dortmund. Auch die Ausweichstrecken sind seit Stunden überlastet. Nach einer Prognose der Autobahnpolizei könnte die Unfallstelle aber gegen 15 Uhr freigegeben werden. Update, 15 Uhr: Gute Nachricht für alle Verkehrsteilnehmer. Seit 14.45 Uhr sind auch die beiden anderen Spuren freigegeben. Seither löst sich der Stau auf Autobahn und rund um die A2 langsam auf.
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Update: Vollsperrung nach schwerem Unfall auf der A2 aufgehoben

Nach dem schweren Auffahrunfall mit drei Lkws, beschäftigt sich die Polizei mit der Rekonstrutkion des Unfallgeschehens. © Charlotte Mahncke

Bielefeld. Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld kommt es seit Dienstagvormittag zu starken Verkehrsbehinderungen. Grund dafür ist ein schwerer Unfall mit drei beteiligten Lastwagen. Einer der Fahrer (45) aus Garbsen (Niedersachsen) wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Es kommt noch über Stunden zu Sperrungen und Staus.

Wie Polizeisprecher Michael Kötter mitteilte, ereignete sich der Unfall kurz nach 11.10 Uhr auf der A2 in Richtung Dortmund. Kurz hinter der Anschlussstelle Bielefeld-Ost muss es zu einem massiven Zusammenstoß zwischen drei Lkws gekommen sein. Nach der ersten Rückmeldung durch Augenzeugen soll einer der beteiligten in seiner Fahrerkabine eingeklemmt sein.

Nach der sogenannten Sofort-Rettung ist das Innere des Lkws nur noch schwer wiederzuerkennen. - © Charlotte Mahncke
Nach der sogenannten Sofort-Rettung ist das Innere des Lkws nur noch schwer wiederzuerkennen. - © Charlotte Mahncke

Die A2 in Richtung Bielefeld wurde voll gesperrt. Um 12.55 Uhr konnte die Polizei die linke der drei gesperrten Fahrspuren wieder freigeben, so dass sich der Stau hinter der Unfallstelle nun auflösen kann.


Größere Einheiten der Retter sind am Unfallort eingetroffen

Deshalb eilten seit dem Notruf Rettungsdienst, Feuerwehr und Autobahnpolizei mit größeren Einheiten zur Unfallstelle und leisteten vor Ort Erste Hilfe. Tatsächlich war der Fahrer eines 12-Tonners aus Hannover in seinem deformierten Fahrzeug massiv eingeklemmt. Zwei Notärzte sowie zahlreiche Retter der Berufsfeuerwehr, der Löschabteilungen Ubbedissen und Hillegossen mussten den Patienten mit schwerem Gerät in großer Eile aus dem Lkw-Wrack befreien. Die Feuerwehr spricht in solchen akuten Fällen von einer Sofort-Rettung.

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Dazu wurden nach Angaben der Feuerwehr mehrere hydraulische Stempel zum Auseindanderdrücken der Wrackteile eingesetzt. Schließlich konnten die Feuerwehrkräfte den lebensgefährlich verletzten Fahrer (Poly-Trauma) aus dem Lkw befreien und dem Rettungsdienst übergeben. Er kam per Rettungswagen in ein Bielefelder Krankenhaus.

Zwei weitere Verletzte

Das Führerhaus des Lkw ist massiv deformiert. Der Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. - © Charlotte Mahncke
Das Führerhaus des Lkw ist massiv deformiert. Der Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. - © Charlotte Mahncke

Die Fahrer (28, 54) der anderen beiden beteiligten Lkw gelten als leicht verletzt. Einer von ihnen kommt ebenfalls ins Krankenhaus. Der dritte Berufskraftfahrer verzichtete auf eine weitere Behandlung im Krankenhaus. Die Feuerwehr musste außerdem große Mengen an Bindemitteln einsetzen, um die verschiedenen Betriebsstoffe, die aus den Unfallfahrzeugen geflossen waren, aufzufangen.

Die Polizei sperrte zunächst die mittlere und rechte Fahrspur der A2 (Richtung Dortmund), weil dort die beteiligten Lkw quer standen. Doch für die aufwändigen Rettungsarbeiten musste schließlich auch die dritte Spur dicht gemacht werden. Seitdem konnte der Verkehr die Unfallstelle nicht mehr einspurig passieren. Der Verkehr wurde an der Abfahrt Bielefeld-Ost abgeleitet. Erst um 12.55 Uhr konnte zumindest die nicht betroffene linke Spur freigegeben werden.

Spezialteam an der Unfallstelle

Für die Unfallaufnahme hat die Autobahnpolizei ein Spezialteam des Polizeipräsidiums Bielefeld zur Unfallstelle gerufen. Das sogenannte Verkehrsunfallaufnahme-Team sichert mit modernster Technik Unfallspuren und nimmt alle vorhandenen Daten der Fahrzeuge auf, um den Unfallhergang rekonstruieren zu können. Die Polizei geht von einem klassischen Auffahrunfall aus. Der Mann in dem 12-Tonner aus Garbsen soll im Rückstau auf der mittleren Spur nahezu ungebremst auf seinen Vordermann aufgefahren sein, einen Sattelauflieger eines 28-jährigen polnischen Lkw-Fahrers. Durch die Wucht des Zusammenstoßes schob sich dieser zweite Sattelzug noch auf einen dritten Lkw, einen weiteren Sattelauflieger eines 52-jährigen Polen. "Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte ein zu geringer Sicherheitsabstand zum Auffahrunfall geführt haben", heißt es von der Polizei.

Die Verkehrsrechner meldeten um 11.45 Uhr bereits einen Stau von fünf Kilometern Länge. Um 12.20 Uhr reichte der Stau zurück zur Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld-Altenhagen. 10 Kilometer Stau.

Update, 14.15 Uhr: Die zwei gesperrten Spuren sorgen weiterhin für 10 Kilometer Stau auf der A2 in Richtung Dortmund. Auch die Ausweichstrecken sind seit Stunden überlastet. Nach einer Prognose der Autobahnpolizei könnte die Unfallstelle aber gegen 15 Uhr freigegeben werden.

Update, 15 Uhr: Gute Nachricht für alle Verkehrsteilnehmer. Seit 14.45 Uhr sind auch die beiden anderen Spuren freigegeben. Seither löst sich der Stau auf Autobahn und rund um die A2 langsam auf.

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