NRW Verzögerungen im Bahnverkehr im Oktober - auch in OWL Düsseldorf/Dortmund. Es sind nur wenige Kilometer Strecke, auf denen die Deutsche Bahn im Herbst mehrere Bauprojekte vorantreibt. Diese Arbeiten führen aber dazu, dass Bahnreisende im Ruhrgebiet mit Verspätungen vor allem im Fernverkehr rechnen und im Nahverkehr auf den Schienenersatzverkehr umsteigen müssen. Auch Reisende aus und nach OWL sind davon betroffen. Konkret geht es um einen Streckenabschnitt zwischen Dortmund und Hamm. Gleich an vier Stellen will die Deutsche Bahn zwischen dem 9. und 26. Oktober bauen. Neben neuen Oberleitungen bei Kamen wird etwa auch ein neuer Lärmschutzwall bei Hamm gebaut. Es sei mittlerweile geübte Praxis, dass einzelne Projekte gebündelt und dann gleichzeitig während einer Sperrung ausgeführt werden, sagt Achim Albrecht, Leiter der Investitionsplanung der DB Netz AG in Hamm. Für Reisende bedeutet dies allerdings einschneidende Änderungen im Zugverkehr. So verkehrt in dem Zeitraum lediglich der Regionalexpress (RE) 3 weiterhin zwischen Dortmund und Hamm. Reisende des RE 11 (Kassel-Warburg-Paderborn-Düsseldorf) und des RE 6 (Minden-Herford-Bielefeld-Gütersloh-Köln/Bonn) müssen je nach Fahrtrichtung in Hamm oder Dortmund in Busse des Schienenersatzverkehrs umsteigen. Dieser soll im 20 Minuten-Takt zwischen Hamm und Dortmund pendeln. Damit steht den Reisenden durch das Ruhrgebiet gerade einmal ein Regionalexpress zur Verfügung. „Momentan funktioniert es einfach nicht, eine zweite Regionalexpress-Linie umzuleiten", sagt Thomas Ressel, Abteilungsleiter Planung beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Dafür sollen aber weitere Waggons für die Linie zur Verfügung gestellt werden, damit das Platzangebot ausreicht. Zudem gehe der NWL mit einem „üppigen Reserveangebot" an den Start und könne auf eine größere Nachfrage reagieren. Der Fernverkehr indes soll zum Teil umgeleitet werden. Die Reisezeiten verlängern sich dabei um bis zu 20 Minuten. Allerdings entfallen dabei zum Teil Halte in Dortmund, Bochum, Duisburg, sowie am Hauptbahnhof und am Flughafen in Düsseldorf. Die Fahrplanänderungen seien bereits in die Auskunfts- und Buchungssysteme eingearbeitet.
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Verzögerungen im Bahnverkehr im Oktober - auch in OWL

Von den Baumaßnahmen im Ruhrgebiet ist auch der RRX zwischen Paderborn und Düsseldorf betroffen. (Symbolfoto) © Pixabay

Düsseldorf/Dortmund. Es sind nur wenige Kilometer Strecke, auf denen die Deutsche Bahn im Herbst mehrere Bauprojekte vorantreibt. Diese Arbeiten führen aber dazu, dass Bahnreisende im Ruhrgebiet mit Verspätungen vor allem im Fernverkehr rechnen und im Nahverkehr auf den Schienenersatzverkehr umsteigen müssen. Auch Reisende aus und nach OWL sind davon betroffen. Konkret geht es um einen Streckenabschnitt zwischen Dortmund und Hamm.

Gleich an vier Stellen will die Deutsche Bahn zwischen dem 9. und 26. Oktober bauen. Neben neuen Oberleitungen bei Kamen wird etwa auch ein neuer Lärmschutzwall bei Hamm gebaut. Es sei mittlerweile geübte Praxis, dass einzelne Projekte gebündelt und dann gleichzeitig während einer Sperrung ausgeführt werden, sagt Achim Albrecht, Leiter der Investitionsplanung der DB Netz AG in Hamm. Für Reisende bedeutet dies allerdings einschneidende Änderungen im Zugverkehr.

So verkehrt in dem Zeitraum lediglich der Regionalexpress (RE) 3 weiterhin zwischen Dortmund und Hamm. Reisende des RE 11 (Kassel-Warburg-Paderborn-Düsseldorf) und des RE 6 (Minden-Herford-Bielefeld-Gütersloh-Köln/Bonn) müssen je nach Fahrtrichtung in Hamm oder Dortmund in Busse des Schienenersatzverkehrs umsteigen. Dieser soll im 20 Minuten-Takt zwischen Hamm und Dortmund pendeln.

Damit steht den Reisenden durch das Ruhrgebiet gerade einmal ein Regionalexpress zur Verfügung. „Momentan funktioniert es einfach nicht, eine zweite Regionalexpress-Linie umzuleiten", sagt Thomas Ressel, Abteilungsleiter Planung beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Dafür sollen aber weitere Waggons für die Linie zur Verfügung gestellt werden, damit das Platzangebot ausreicht. Zudem gehe der NWL mit einem „üppigen Reserveangebot" an den Start und könne auf eine größere Nachfrage reagieren.

Der Fernverkehr indes soll zum Teil umgeleitet werden. Die Reisezeiten verlängern sich dabei um bis zu 20 Minuten. Allerdings entfallen dabei zum Teil Halte in Dortmund, Bochum, Duisburg, sowie am Hauptbahnhof und am Flughafen in Düsseldorf. Die Fahrplanänderungen seien bereits in die Auskunfts- und Buchungssysteme eingearbeitet.

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