Update: Zwei Gewalttaten in nur 80 Minuten - Mann geht mit Axt und Machete auf Opfer los Leonhard Behmann Rinteln. Am Abend des Pfingstsonntags haben sich in Rinteln innerhalb weniger Stunden zwei Gewalttaten ereignet. Am Kerschensteiner Weg soll ein 22-Jähriger mit einer Axt auf einen Mann (36) losgegangen sein. In einem Haus an der Ostertorstraße soll kurz darauf ein 44-Jähriger seine Ehefrau (35) mit einer Machete bedroht und verletzt haben. Der Tatverdächtige habe mit dem schweren Werkzeug mehrmals in Richtung des Kopfes geschlagen, berichten Ermittler. Die Attacke wird nach Angaben von Oberkommissarin Julia Haase als versuchtes Tötungsdelikt gewertet. In einem Haus an der Ostertorstraße soll kurz darauf ein 44-Jähriger seine Ehefrau (35) mit einer Machete bedroht und verletzt haben. Die Polizei spricht in diesem Fall von häuslicher Gewalt, von Bedrohung und von Körperverletzung. Am Kerschensteiner Weg konnten Fahnder den Verdächtigen schon kurz nach dem versuchten Totschlag vorläufig festnehmen – der 22-Jährige soll versucht haben, einen 36 Jahre alten Mann zu töten. Tatort war die Flüchtlingsunterkunft am Kerschensteiner Weg. Der Verdächtige wurde am Montag einem Ermittlungsrichter vorgeführt – dieser ordnete Untersuchungshaft an. Motiv ist derzeit noch unklar Nach bisherigen Erkenntnissen war der „polizeibekannte Mann" am Pfingstsonntag gegen 21.15 Uhr in der Unterkunft mit einer Axt in der Hand auf den 36-Jährigen „losgegangen". „Das Motiv ist derzeit noch unklar", sagt Haase. Der 22 Jahre alte Täter soll mehrmals mit der Axt in Richtung des Kopfes des Opfers geschlagen haben. Wie durch ein Wunder habe der 36-Jährige, der zu Besuch in der Unterkunft war, lediglich Schnittverletzungen an der Hand davongetragen, berichtet Oberkommissarin Haase. Der Mann wurde vor Ort medizinisch betreut und danach in ein Krankenhaus eingeliefert. Täter war bei Festnahme stark alkoholisiert Der Beschuldigte, der in der Flüchtlingsunterkunft wohnt, soll bei der Festnahme stark alkoholisiert gewesen sein. „Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,75 Promille", sagt Haase. Der 22-Jährige soll am Pfingstmontag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat würden andauern, heißt es. Da die Motivlage derzeit unklar ist, ermittelt die Polizei zunächst wegen versuchten Totschlags. Sollte sich im Zuge der Nachforschungen herausstellen, dass niedrige Beweggründe vorliegen, wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Versuchter Mord kann mit lebenslanger Haft bestraft werden. Lage zunächst „unübersichtlich" Augenzeugen zufolge war die Lage in der Einrichtung zunächst „unübersichtlich". Die Ermittler hatten insbesondere mit Sprachbarrieren zu kämpfen. Die Polizei habe die Lage aber sehr schnell unter Kontrolle bringen können, hieß es. Mann greift Ehefrau mit Machete an Nur 80 Minuten später, um 22.35 Uhr meldete sich eine Frau bei der Polizei. Die 35-Jährige erzählte, sie von ihrem alkoholisierten Ehemann (44) mit einer Machete angegriffen worden. Es habe zuvor Streit gegeben. Der Notruf löste einen größeren Einsatz aus. Sofort fuhren mehrere Streifenwagen zu dem Wohnhaus in der Ostertorstraße. Der Täter hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das Weite gesucht. Fahndung nach Täter dauert an Eine Fahndung nach dem Mann verlief ohne Erfolg. Bei Redaktionsschluss war der Gesuchte noch auf der Flucht. Zum Schutz des Opfers habe die Polizei geeignete Maßnahmen ergriffen, sagte Haase. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen soll der Mann seine Frau zunächst mit der Machete bedroht und sie dann durch einen Schlag mit dem Knauf verletzt haben. Eine medizinische Versorgung habe das Opfer abgelehnt, sagte die Polizeisprecherin. Ermittler stellten die Stichwaffe sicher – sie habe sich in dem Haus befunden, hieß es. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an", sagte Julia Haase am späten Nachmittag des Pfingstmontags.
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Update: Zwei Gewalttaten in nur 80 Minuten - Mann geht mit Axt und Machete auf Opfer los

Polizeikräfte haben in Rinteln einen Mann vorübergehend festgenommen. © Symbolfoto: MT-Archiv (Rogge)

Rinteln. Am Abend des Pfingstsonntags haben sich in Rinteln innerhalb weniger Stunden zwei Gewalttaten ereignet. Am Kerschensteiner Weg soll ein 22-Jähriger mit einer Axt auf einen Mann (36) losgegangen sein. In einem Haus an der Ostertorstraße soll kurz darauf ein 44-Jähriger seine Ehefrau (35) mit einer Machete bedroht und verletzt haben.

Der Tatverdächtige habe mit dem schweren Werkzeug mehrmals in Richtung des Kopfes geschlagen, berichten Ermittler. Die Attacke wird nach Angaben von Oberkommissarin Julia Haase als versuchtes Tötungsdelikt gewertet. In einem Haus an der Ostertorstraße soll kurz darauf ein 44-Jähriger seine Ehefrau (35) mit einer Machete bedroht und verletzt haben. Die Polizei spricht in diesem Fall von häuslicher Gewalt, von Bedrohung und von Körperverletzung.

Am Kerschensteiner Weg konnten Fahnder den Verdächtigen schon kurz nach dem versuchten Totschlag vorläufig festnehmen – der 22-Jährige soll versucht haben, einen 36 Jahre alten Mann zu töten. Tatort war die Flüchtlingsunterkunft am Kerschensteiner Weg. Der Verdächtige wurde am Montag einem Ermittlungsrichter vorgeführt – dieser ordnete Untersuchungshaft an.

Motiv ist derzeit noch unklar

Nach bisherigen Erkenntnissen war der „polizeibekannte Mann" am Pfingstsonntag gegen 21.15 Uhr in der Unterkunft mit einer Axt in der Hand auf den 36-Jährigen „losgegangen". „Das Motiv ist derzeit noch unklar", sagt Haase. Der 22 Jahre alte Täter soll mehrmals mit der Axt in Richtung des Kopfes des Opfers geschlagen haben. Wie durch ein Wunder habe der 36-Jährige, der zu Besuch in der Unterkunft war, lediglich Schnittverletzungen an der Hand davongetragen, berichtet Oberkommissarin Haase. Der Mann wurde vor Ort medizinisch betreut und danach in ein Krankenhaus eingeliefert.

Täter war bei Festnahme stark alkoholisiert

Der Beschuldigte, der in der Flüchtlingsunterkunft wohnt, soll bei der Festnahme stark alkoholisiert gewesen sein. „Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,75 Promille", sagt Haase. Der 22-Jährige soll am Pfingstmontag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat würden andauern, heißt es. Da die Motivlage derzeit unklar ist, ermittelt die Polizei zunächst wegen versuchten Totschlags. Sollte sich im Zuge der Nachforschungen herausstellen, dass niedrige Beweggründe vorliegen, wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Versuchter Mord kann mit lebenslanger Haft bestraft werden.

Lage zunächst „unübersichtlich"

Augenzeugen zufolge war die Lage in der Einrichtung zunächst „unübersichtlich". Die Ermittler hatten insbesondere mit Sprachbarrieren zu kämpfen. Die Polizei habe die Lage aber sehr schnell unter Kontrolle bringen können, hieß es.

Mann greift Ehefrau mit Machete an

Nur 80 Minuten später, um 22.35 Uhr meldete sich eine Frau bei der Polizei. Die 35-Jährige erzählte, sie von ihrem alkoholisierten Ehemann (44) mit einer Machete angegriffen worden. Es habe zuvor Streit gegeben. Der Notruf löste einen größeren Einsatz aus. Sofort fuhren mehrere Streifenwagen zu dem Wohnhaus in der Ostertorstraße. Der Täter hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das Weite gesucht.

Fahndung nach Täter dauert an

Eine Fahndung nach dem Mann verlief ohne Erfolg. Bei Redaktionsschluss war der Gesuchte noch auf der Flucht. Zum Schutz des Opfers habe die Polizei geeignete Maßnahmen ergriffen, sagte Haase. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen soll der Mann seine Frau zunächst mit der Machete bedroht und sie dann durch einen Schlag mit dem Knauf verletzt haben. Eine medizinische Versorgung habe das Opfer abgelehnt, sagte die Polizeisprecherin. Ermittler stellten die Stichwaffe sicher – sie habe sich in dem Haus befunden, hieß es. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an", sagte Julia Haase am späten Nachmittag des Pfingstmontags.

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