Verdacht auf mutierte Virusform jetzt auch in Rahdener Seniorenheim Rahden-Pr. Ströhen. Nach dem Corona-Ausbruch im Seniorenheim Gärtner hatte sich die Lage kurz vor dem vergangenen Wochenende erstmalig beruhigt. Die Entwicklungen der vergangenen Tage führten aber dazu, dass die Situation weiterhin angespannt ist. Geschäftsführer Jürgen Storz berichtet im Gespräch mit nw.de, dass nun vom Gesundheitsamt getestet werde, ob es sich um die mutierte Variante des Coronavirus handle. Für die mutierte Virusform spreche, dass sich die Infektionen trotz Hygienekonzept und Schutzkleidung der Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet hatten. „Wir können uns nicht erklären, wie sich das trotz der Vorkehrungen so schnell verbreiten konnte", sagt Storz. Aufgrund dieser Entwicklungen befinde sich das Heim auch weiterhin in Quarantäne. Diese soll noch mindestens bis zum Ende der Woche andauern. „Wir wollen es den Angehörigen möglichst schnell ermöglichen, die Bewohner wieder zu besuchen. Aber da müssen wir noch durchhalten. Die Sicherheit hat Vorrang", so Storz. Es werde aber versucht, den Kontakt zwischen Bewohnern und Familienmitgliedern via Tablet oder Telefon aufrecht zu erhalten. Seit dem Wochenende hat das Seniorenheim auch weitere Todesfälle zu beklagen. Die Zahl der Bewohner, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, erhöht sich auf 15. Weiterhin sei noch eine Bewohnerin im Krankenhaus. Auch eine Mitarbeiterin befindet sich wegen der Nachwirkungen ihrer Corona-Infektion im Krankenhaus in stationärer Behandlung. „Wir hätten gerne alle Bewohner durch diese Krise gebracht", sagt Storz. „Die vielen Verluste und die hohe Arbeitsbelastung schlagen auf die Psyche. Das müssen wir alle erst mal verarbeiten." Um die Mitarbeiter nicht zusätzlich zu belasten, wurde der Einsatz der Helfer des Deutschen Roten Kreuzes ebenfalls bis zum Ende der Woche verlängert. Doch es gibt auch positive Entwicklungen. Seit einigen Tagen hat es keine Neuinfektion gegeben und es kommen täglich Mitarbeiter aus der Quarantäne zurück. Außerdem gehe es auch vielen infizierten Bewohnern wieder besser und sie könnten nach und nach auf ihre Zimmer zurück. „Jeder Tag, an dem wir weniger schlechte Neuigkeiten zu vermelden haben, ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Storz. „Ich weiß gar nicht, wie ich den Einsatz der Mitarbeiter honorieren soll, die hier seit Wochen kämpfen. Wir halten alle zusammen und irgendwann ist das hoffentlich überstanden."

Verdacht auf mutierte Virusform jetzt auch in Rahdener Seniorenheim

Das Seniorenheim Gärtner in Pr. Ströhen befindet sich noch bis mindestens Ende der Woche in Quarantäne. © Joern Spreen-Ledebur

Rahden-Pr. Ströhen. Nach dem Corona-Ausbruch im Seniorenheim Gärtner hatte sich die Lage kurz vor dem vergangenen Wochenende erstmalig beruhigt. Die Entwicklungen der vergangenen Tage führten aber dazu, dass die Situation weiterhin angespannt ist. Geschäftsführer Jürgen Storz berichtet im Gespräch mit nw.de, dass nun vom Gesundheitsamt getestet werde, ob es sich um die mutierte Variante des Coronavirus handle.

Für die mutierte Virusform spreche, dass sich die Infektionen trotz Hygienekonzept und Schutzkleidung der Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet hatten. „Wir können uns nicht erklären, wie sich das trotz der Vorkehrungen so schnell verbreiten konnte", sagt Storz. Aufgrund dieser Entwicklungen befinde sich das Heim auch weiterhin in Quarantäne. Diese soll noch mindestens bis zum Ende der Woche andauern. „Wir wollen es den Angehörigen möglichst schnell ermöglichen, die Bewohner wieder zu besuchen. Aber da müssen wir noch durchhalten. Die Sicherheit hat Vorrang", so Storz. Es werde aber versucht, den Kontakt zwischen Bewohnern und Familienmitgliedern via Tablet oder Telefon aufrecht zu erhalten.

Seit dem Wochenende hat das Seniorenheim auch weitere Todesfälle zu beklagen. Die Zahl der Bewohner, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, erhöht sich auf 15. Weiterhin sei noch eine Bewohnerin im Krankenhaus. Auch eine Mitarbeiterin befindet sich wegen der Nachwirkungen ihrer Corona-Infektion im Krankenhaus in stationärer Behandlung. „Wir hätten gerne alle Bewohner durch diese Krise gebracht", sagt Storz. „Die vielen Verluste und die hohe Arbeitsbelastung schlagen auf die Psyche. Das müssen wir alle erst mal verarbeiten." Um die Mitarbeiter nicht zusätzlich zu belasten, wurde der Einsatz der Helfer des Deutschen Roten Kreuzes ebenfalls bis zum Ende der Woche verlängert.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen. Seit einigen Tagen hat es keine Neuinfektion gegeben und es kommen täglich Mitarbeiter aus der Quarantäne zurück. Außerdem gehe es auch vielen infizierten Bewohnern wieder besser und sie könnten nach und nach auf ihre Zimmer zurück. „Jeder Tag, an dem wir weniger schlechte Neuigkeiten zu vermelden haben, ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Storz. „Ich weiß gar nicht, wie ich den Einsatz der Mitarbeiter honorieren soll, die hier seit Wochen kämpfen. Wir halten alle zusammen und irgendwann ist das hoffentlich überstanden."

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