Verdacht auf Geflügelpest: 7.000 Puten in Stall getötet Sandra Spieker,Joern Spreen-Ledebur Pr. Oldendorf-Lashorst. Wegen eines Verdachtsfalles auf Geflügelpest sind in einem Stall in Pr. Oldendorf-Lashorst rund 7.000 Puten getötet worden. Spezialisten in Schutzanzügen waren am Donnerstag mit einem Großaufgebot vor Ort, um den Hof zu räumen und das Gelände zu dekontaminieren. Die Brückenstraße in Lashorst war großräumig gesperrt. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes waren an den Absperrungen postiert. Der Kreis Minden-Lübbecke bestätige auf nw.deAnfrage, dass es im Altkreis Lübbecke einen Verdachtsfall der Aviären Influenza gibt, die vielen auch als Geflügelpest bekannt ist. Der Tierhaltungsbetrieb mit insgesamt rund 7.000 Tieren habe erhöhte Tierverluste festgestellt. Am Dienstagnachmittag sei der Bestand durch einen amtlichen Tierarzt untersucht und beprobt worden. Das Untersuchungsamt in Detmold habe den Nachweis des Virus bereits bestätigt, das finale und notwendige Testergebnis des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) stehe aber noch aus, heißt es vom Kreis Minden-Lübbecke. Stall befindet sich in der Nähe des Mittellandkanals Aufgrund des dringenden Seuchenverdachts und auch aus Tierschutzgründen habe das Veterinäramt des Kreises die sofortige Räumung des Betriebes und weitere notwendige Maßnahmen veranlasst. So werde in Kürze ein Sperrbezirk eingerichtet, heißt es auf Nachfrage. Nach Informationen von nw.de handelt es sich um einen Puten-Elternstall zur Eierproduktion. Er wurde im Jahr 2011 unweit des Mittellandkanals gebaut. Seit Donnerstag, 4. März, gilt auch im Kreis Minden-Lübbecke die Aufstallpflicht. Es müssen alle Personen, die Geflügel draußen halten (auch Hobbyhalter), ihre Tiere aufstallen oder unter einer Vorrichtung halten, die überdacht ist und eine Seitenbegrenzung hat, damit Wildvögel nicht eindringen können, teilte der Kreis mit. "Alle Geflügelhalter sollten ihre Tiere jetzt besonders aufmerksam beobachten. Bei Auffälligkeiten wie zum Beispiel Verlusten, Apathie, Leistungseinbußen, die auf eine Erkrankung hinweisen können, ist sofort die betreuende Tierarztpraxis einzuschalten; liegen Verdachtsmomente für einen Seuchenfall vor, ist vom Tierhalter unverzüglich das Veterinäramt zu benachrichtigen." Risiko für die Allgemeinbevölkerung besteht nicht Bei der hochpathogenen Aviären Influenza (Vogelgrippe) handele es sich um eine hochansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung des Geflügels. Bislang gebe es keine Hinweise auf Erkrankungen von Menschen mit dem aktuellen Typ des Vogelgrippe-Virus. Ein erhöhtes Risiko für die Allgemeinbevölkerung bestehe nicht. "Auch bei engem Kontakt wie in der Geflügelhaltung sind beim Einsatz adäquater Schutzmaßnahmen Übertragungen auf den Menschen unwahrscheinlich", teilt der Kreis mit. Der Ausbruch der Geflügelpest wird aber immense wirtschaftliche Folgen für die Geflügelhalter, Schlachtstätten und die verarbeitende Lebensmittelindustrie haben.

Verdacht auf Geflügelpest: 7.000 Puten in Stall getötet

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war am Donnerstag an der Brückenstraße in Lashorst im Einsatz. Im Stall wurde Geflügel gekeult. © Joern Spreen-Ledebur

Pr. Oldendorf-Lashorst. Wegen eines Verdachtsfalles auf Geflügelpest sind in einem Stall in Pr. Oldendorf-Lashorst rund 7.000 Puten getötet worden. Spezialisten in Schutzanzügen waren am Donnerstag mit einem Großaufgebot vor Ort, um den Hof zu räumen und das Gelände zu dekontaminieren. Die Brückenstraße in Lashorst war großräumig gesperrt. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes waren an den Absperrungen postiert.

Der Kreis Minden-Lübbecke bestätige auf nw.deAnfrage, dass es im Altkreis Lübbecke einen Verdachtsfall der Aviären Influenza gibt, die vielen auch als Geflügelpest bekannt ist. Der Tierhaltungsbetrieb mit insgesamt rund 7.000 Tieren habe erhöhte Tierverluste festgestellt. Am Dienstagnachmittag sei der Bestand durch einen amtlichen Tierarzt untersucht und beprobt worden. Das Untersuchungsamt in Detmold habe den Nachweis des Virus bereits bestätigt, das finale und notwendige Testergebnis des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) stehe aber noch aus, heißt es vom Kreis Minden-Lübbecke.


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Stall befindet sich in der Nähe des Mittellandkanals

Aufgrund des dringenden Seuchenverdachts und auch aus Tierschutzgründen habe das Veterinäramt des Kreises die sofortige Räumung des Betriebes und weitere notwendige Maßnahmen veranlasst. So werde in Kürze ein Sperrbezirk eingerichtet, heißt es auf Nachfrage.

Nach Informationen von nw.de handelt es sich um einen Puten-Elternstall zur Eierproduktion. Er wurde im Jahr 2011 unweit des Mittellandkanals gebaut.

Seit Donnerstag, 4. März, gilt auch im Kreis Minden-Lübbecke die Aufstallpflicht. Es müssen alle Personen, die Geflügel draußen halten (auch Hobbyhalter), ihre Tiere aufstallen oder unter einer Vorrichtung halten, die überdacht ist und eine Seitenbegrenzung hat, damit Wildvögel nicht eindringen können, teilte der Kreis mit. "Alle Geflügelhalter sollten ihre Tiere jetzt besonders aufmerksam beobachten. Bei Auffälligkeiten wie zum Beispiel Verlusten, Apathie, Leistungseinbußen, die auf eine Erkrankung hinweisen können, ist sofort die betreuende Tierarztpraxis einzuschalten; liegen Verdachtsmomente für einen Seuchenfall vor, ist vom Tierhalter unverzüglich das Veterinäramt zu benachrichtigen."

Risiko für die Allgemeinbevölkerung besteht nicht

Bei der hochpathogenen Aviären Influenza (Vogelgrippe) handele es sich um eine hochansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung des Geflügels. Bislang gebe es keine Hinweise auf Erkrankungen von Menschen mit dem aktuellen Typ des Vogelgrippe-Virus. Ein erhöhtes Risiko für die Allgemeinbevölkerung bestehe nicht. "Auch bei engem Kontakt wie in der Geflügelhaltung sind beim Einsatz adäquater Schutzmaßnahmen Übertragungen auf den Menschen unwahrscheinlich", teilt der Kreis mit.

Der Ausbruch der Geflügelpest wird aber immense wirtschaftliche Folgen für die Geflügelhalter, Schlachtstätten und die verarbeitende Lebensmittelindustrie haben.

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