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Update zum erneuten Großbrand in Möllenbeck: Immer wieder lodern Flammen auf Tobias Landmann,Niklas Könner,Jakob Gokl,Christian Bendig Rinteln-Möllenbeck/Porta Westfalica (mt/szlz). Der zweite Großbrand innerhalb von 24 Stunden in Möllenbeck: Der zweite Großbrand innerhalb von 24 Stunden in Möllenbeck. Auf einem Bauernhof in der Feldmark, nordwestlich vom Kloster Möllenbeck, brannte ab 0.30 Uhr ein Bauernhof. Die Brandursache ist aktuell noch unklar, doch aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs halten vor Orte viele eine Brandstiftung für möglich. Zu dieser Frage wollte sich die Feuerwehr nicht äußern. Das zu ermitteln, sei Sache der Polizei. Alle Feuerwehren der Stadt Rinteln eilten zum Einsatz, es galt die höchste Alarmstufe - Stadtalarm. Die Feuerwehr warnte gegen 4 Uhr außerdem vor einer starken Rauchentwicklung. Anwohner in einem Umkreis, der bis Eisbergen und Rinteln reichte, wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch für die Region um Porta Westfalica galt die Warnung, dass es zu einer starken Rauchentwicklung kommen kann. Bei dem Bauernhof brannte eine Halle mit Rindern, zwei großen Traktoren und der kompletten Strohernte ab. Alle Personen befanden sich glücklicherweise außerhalb der brennenden Gebäude, berichtete die Feuerwehr. Die Tiere konnten nicht lebendig aus der Halle geholt werden. Mit einer Riegelstellung konnten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute die anderen Stallungen des Hofs vor einem Übergreifen der Flammen bewahren. Scheune stand komplett in Flammen Das Feuer brach in einer Scheune aus und stand bei Eintreffen der Kräfte komplett in Flammen. In der Scheune waren neben Kühen und Kälbern auch zwei große Traktoren untergebracht. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr versuchten die Hofeigentümer gemeinsam mit den schon eingetroffenen Polizisten und Feuerwehrkräften, die Tiere ins Freie und somit in Sicherheit zu bringen. Für zehn Tiere kam die Hilfe aber zu spät, sie verendeten an einer Rauchgasvergiftung. Zudem wurde die gesamte Strohernte Opfer der Flammen. „Mit den massiven Erstmaßnahmen unter Atemschutz sollte ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Stall, in dem Bullen untergebracht waren, verhindert werden", berichtete Sven Geist, Kreissprecher der Feuerwehr Schaumburg. Dafür musste eine 1,5 Kilometer lange Schlauchleitung zu einem in der Nähe befindlichen Kiesteich gelegt werden, um die Versorgung mit ausreichend Löschwasser zu gewährleisten. Das gelang. Die Bullen konnten in dem Stall bleiben, wie Geist weiter berichtete. THW rückte zur Unterstützung an Auch die THW-Ortsverbände aus Rinteln, Stadthagen, Burgdorf und Vlotho rückten mit Radladern, Bagger und Ladekränen an, mit denen sie das Dach öffneten, zahlreiche Dachplatten, Stahlträger und die Strohballen aus der Scheune entfernten, damit diese im Freien abgelöscht werden konnten. „Dabei entstand die massive Rauchentwicklung, weshalb wir gegen vier Uhr die Bevölkerung gewarnt haben", erklärte Geist. Insgesamt waren rund 110 Feuerwehrkräfte aus dem Stadtgebiet Rinteln, die genannten Ortsverbände des THW, Polizei und ein Rettungswagen zur Sicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Der Rettungswagen wurde gegen 5 Uhr früh von einer ehrenamtlichen Besatzung abgelöst. Ebenso wie die Feuerwehrkräfte, die schon die zweite Nacht in Folge einen schweren Einsatz fahren mussten. An diesem Morgen entfernt das THW mit Ladekran und Bagger zahlreiche Dachplatten und Stahlträger von einer Halle, damit Strohrundballen abgelöscht und mit Radladern herauszogen werden können. In der Halle verendeten zumindest zehn Rinder, zwei Traktoren sind verbrannt und die Strohernte ist vernichtet. Die Einsatzleitung lag bis heute Morgen bei Stadtbrandmeister Tim Schinz. Schinz wurde von seinem Stellvertreter Christian Voss abgelöst. Auch die anderen Führungskräfte und Feuerwehrleute, die seit 1.10 Uhr im Einsatz waren, wurden abgelöst. Immer wieder lodern Flammen auf Aktuell wird die große Halle an mehreren Stellen gelöst. Aus einem an der Drehleiter befestigten Rettungskorb wird weiterhin aus der Luft gelöscht, weil immer wieder Flammen auflodern. Am Boden sind weiterhin mehrere Löschtrupps im Einsatz. Auch das THW ist weiter mit schwerem Gerät im Einsatz und fährt weiter Strohballen ins Freie. Außerdem wurde gerade eben eine Futtermittelmaschine geborgen. Gleich sollen die verbrannten Traktoren geborgen werden. Brandort durch Polizei beschlagnahmt Personen kamen laut Auskunft von Geist nicht zu Schaden. Das Wohnhaus, das sich einige Meter von der zerstörten Scheune entfernt befindet, ist intakt und bewohnbar. Die Tiere, die überlebt haben, sind in einem weiteren Gebäude, das sich ebenfalls nicht in unmittelbarer Nähe zur abgebrannten Scheune befindet, untergebracht. Der Brandort wurde für weitere Ermittlungen durch die Polizei beschlagnahmt, erste Ermittlungen wurden aufgenommen. Der Schaden ist bislang noch nicht zu beziffern, soll sich nach ersten Schätzungen aber auf mehrere hundert Tausend Euro belaufen. Straßensperrungen waren erforderlich Mitarbeiter des Veterinäramts sowie der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Schaumburg erschienen ebenfalls am Brandobjekt. Durch die Untere Wasserbehörde muss geprüft werden, ob durch den Brand und die Löscharbeiten Betriebsstoffe in das Erdreich gedrungen sind. Um den Einsatzkräften die Arbeiten zu ermöglichen, waren darüber hinaus Straßensperrungen in unmittelbarer Umgebung durch den Bauhof der Stadt Rinteln erforderlich. +++ Transparenzhinweis: In einer vorherigen Version dieses Artikels hieß es, dass das Wohnhaus nicht mehr bewohnbar sei. +++
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Update zum erneuten Großbrand in Möllenbeck: Immer wieder lodern Flammen auf

Die im Einsatz beim Großbrand in Möllenbeck. Foto: mv/nk/tol

Rinteln-Möllenbeck/Porta Westfalica (mt/szlz). Der zweite Großbrand innerhalb von 24 Stunden in Möllenbeck: Der zweite Großbrand innerhalb von 24 Stunden in Möllenbeck. Auf einem Bauernhof in der Feldmark, nordwestlich vom Kloster Möllenbeck, brannte ab 0.30 Uhr ein Bauernhof. Die Brandursache ist aktuell noch unklar, doch aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs halten vor Orte viele eine Brandstiftung für möglich. Zu dieser Frage wollte sich die Feuerwehr nicht äußern. Das zu ermitteln, sei Sache der Polizei.

Alle Feuerwehren der Stadt Rinteln eilten zum Einsatz, es galt die höchste Alarmstufe - Stadtalarm. Die Feuerwehr warnte gegen 4 Uhr außerdem vor einer starken Rauchentwicklung. Anwohner in einem Umkreis, der bis Eisbergen und Rinteln reichte, wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch für die Region um Porta Westfalica galt die Warnung, dass es zu einer starken Rauchentwicklung kommen kann.

Bei dem Bauernhof brannte eine Halle mit Rindern, zwei großen Traktoren und der kompletten Strohernte ab. Alle Personen befanden sich glücklicherweise außerhalb der brennenden Gebäude, berichtete die Feuerwehr. Die Tiere konnten nicht lebendig aus der Halle geholt werden. Mit einer Riegelstellung konnten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute die anderen Stallungen des Hofs vor einem Übergreifen der Flammen bewahren.

Benjamin Piel

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Jeden Donnerstag von unserem Chefredakteur Benjamin Piel

Scheune stand komplett in Flammen

Das Feuer brach in einer Scheune aus und stand bei Eintreffen der Kräfte komplett in Flammen. In der Scheune waren neben Kühen und Kälbern auch zwei große Traktoren untergebracht. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr versuchten die Hofeigentümer gemeinsam mit den schon eingetroffenen Polizisten und Feuerwehrkräften, die Tiere ins Freie und somit in Sicherheit zu bringen. Für zehn Tiere kam die Hilfe aber zu spät, sie verendeten an einer Rauchgasvergiftung. Zudem wurde die gesamte Strohernte Opfer der Flammen.

„Mit den massiven Erstmaßnahmen unter Atemschutz sollte ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Stall, in dem Bullen untergebracht waren, verhindert werden", berichtete Sven Geist, Kreissprecher der Feuerwehr Schaumburg. Dafür musste eine 1,5 Kilometer lange Schlauchleitung zu einem in der Nähe befindlichen Kiesteich gelegt werden, um die Versorgung mit ausreichend Löschwasser zu gewährleisten. Das gelang. Die Bullen konnten in dem Stall bleiben, wie Geist weiter berichtete.

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THW rückte zur Unterstützung an

Auch die THW-Ortsverbände aus Rinteln, Stadthagen, Burgdorf und Vlotho rückten mit Radladern, Bagger und Ladekränen an, mit denen sie das Dach öffneten, zahlreiche Dachplatten, Stahlträger und die Strohballen aus der Scheune entfernten, damit diese im Freien abgelöscht werden konnten. „Dabei entstand die massive Rauchentwicklung, weshalb wir gegen vier Uhr die Bevölkerung gewarnt haben", erklärte Geist.

Insgesamt waren rund 110 Feuerwehrkräfte aus dem Stadtgebiet Rinteln, die genannten Ortsverbände des THW, Polizei und ein Rettungswagen zur Sicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Der Rettungswagen wurde gegen 5 Uhr früh von einer ehrenamtlichen Besatzung abgelöst. Ebenso wie die Feuerwehrkräfte, die schon die zweite Nacht in Folge einen schweren Einsatz fahren mussten. An diesem Morgen entfernt das THW mit Ladekran und Bagger zahlreiche Dachplatten und Stahlträger von einer Halle, damit Strohrundballen abgelöscht und mit Radladern herauszogen werden können. In der Halle verendeten zumindest zehn Rinder, zwei Traktoren sind verbrannt und die Strohernte ist vernichtet.

Die Einsatzleitung lag bis heute Morgen bei Stadtbrandmeister Tim Schinz. Schinz wurde von seinem Stellvertreter Christian Voss abgelöst. Auch die anderen Führungskräfte und Feuerwehrleute, die seit 1.10 Uhr im Einsatz waren, wurden abgelöst.

Immer wieder lodern Flammen auf

Aktuell wird die große Halle an mehreren Stellen gelöst. Aus einem an der Drehleiter befestigten Rettungskorb wird weiterhin aus der Luft gelöscht, weil immer wieder Flammen auflodern. Am Boden sind weiterhin mehrere Löschtrupps im Einsatz. Auch das THW ist weiter mit schwerem Gerät im Einsatz und fährt weiter Strohballen ins Freie. Außerdem wurde gerade eben eine Futtermittelmaschine geborgen. Gleich sollen die verbrannten Traktoren geborgen werden.

Brandort durch Polizei beschlagnahmt

Personen kamen laut Auskunft von Geist nicht zu Schaden. Das Wohnhaus, das sich einige Meter von der zerstörten Scheune entfernt befindet, ist intakt und bewohnbar. Die Tiere, die überlebt haben, sind in einem weiteren Gebäude, das sich ebenfalls nicht in unmittelbarer Nähe zur abgebrannten Scheune befindet, untergebracht. Der Brandort wurde für weitere Ermittlungen durch die Polizei beschlagnahmt, erste Ermittlungen wurden aufgenommen. Der Schaden ist bislang noch nicht zu beziffern, soll sich nach ersten Schätzungen aber auf mehrere hundert Tausend Euro belaufen.

Straßensperrungen waren erforderlich

Mitarbeiter des Veterinäramts sowie der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Schaumburg erschienen ebenfalls am Brandobjekt. Durch die Untere Wasserbehörde muss geprüft werden, ob durch den Brand und die Löscharbeiten Betriebsstoffe in das Erdreich gedrungen sind. Um den Einsatzkräften die Arbeiten zu ermöglichen, waren darüber hinaus Straßensperrungen in unmittelbarer Umgebung durch den Bauhof der Stadt Rinteln erforderlich.

+++ Transparenzhinweis: In einer vorherigen Version dieses Artikels hieß es, dass das Wohnhaus nicht mehr bewohnbar sei. +++

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