Universität Bielefeld verliert Exzellenzcluster Bielefeld (mt/dpa/hgd/jhr). Die Universität Bielefeld verliert die Fördermittel für ihren Exzellenzcluster "CITEC". Das Forschungsnetzwerk war 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesregierung gestartet. Für die Universität bedeutet die Entscheidung der Kommission aus Wissenschaftlern und Vertretern aus Bund und Ländern rund 6,5 Millionen Euro weniger pro Jahr. Insgesamt 88 Forschungsnetzwerke hatten sich um einen Nachfolgeantrag bei der Exzellenzinitiative beworben. Das Programm wurde 2005 in Leben gerufen, seit 2007 wurde der Cluster von der Initiative unterstützt. Nach elf Jahren endet nun die zusätzliche Finanzierung, wodurch der Forschungsbereich auch das Label "Ausgezeichnet in der Exzellenzstrategie" verliert. Arbeitsplätze werden von der Entscheidung ab 2019 betroffen: Wie der Pressesprecher der Universität Bielefeld auf MT-Anfrage erklärte, gebe es eine Übergangsfinanzierung für die bislang bewilligten Projektstellen. Die befristeten Stellen laufen mit der Finanzierung aus. Rund 80 wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Beschäftigte werden derzeit über den aktuellen Exzellenzcluster finanziert. Zusätzlich arbeiten 50 Beschäftigte in weiteren Projekten unter dem Dach der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung. Am CITEC sind fünf Fakultäten der Universität Bielefeld beteiligt: Biologie, Linguistik und Literaturwissenschaft, Mathematik, Psychologie und Sportwissenschaft sowie die Technische Fakultät. Insgesamt arbeiten dort 27 Forschungsgruppen zusammen. Rektor Gerhard Sagerer will dennoch nach vorne schauen: „Interaktive Intelligente Systeme sind und bleiben auch ohne die Exzellenzförderung ein zentraler Forschungsschwerpunkt der Universität Bielefeld", erklärte er am Donnerstagnachmittag. Künftig solle der Bereich sogar weiterentwickelt werden, auch im Kontext der neu entstehenden medizinischen Fakultät. "Wir werden uns jetzt auf weitere Förderformate, wie zum Beispiel Sonderforschungsbereiche, fokussieren.“ Wie die Universität mitteilt, haben CITEC-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler seit der Gründung des Exzellenzclusters jährlich etwa sechs Millionen Euro an Drittmitteln zusätzlich zu den Mitteln der Exzellenzinitiative eingeworben. Zu den Gewinnern der Entscheidung gehört mit den meisten bewilligten Förderanträgen die Uni Bonn, die vier Cluster alleine bestreitet und an zwei weiteren beteiligt ist. Die Ludwig-Maximilian-Universität und die Technische Universität München haben mit vier gemeinsamen Projekten gewonnen. Die Uni Hamburg hat vier Anträge bewilligt bekommen. Die Freie Universität Berlin hat mit zwei allein betriebenen Clustern und einem in Kooperation mit anderen gewonnen. Die Berliner Humboldt-Uni ist insgesamt mit vier Projekten vertreten, davon hat sie eines allein auf die Beine gestellt. Die Technische Hochschule Aachen gewinnt mit zwei Clustern alleine und ist Partner bei einem weiteren. Dreifach Grund zur Freude hat die Uni Tübingen mit allein eingereichten Anträgen. Insgesamt drei Mal gewonnen hat TU Dresden, davon zwei Mal allein. Weitere Gewinnercluster sind eingereicht worden von der Universität Bayreuth, der Ruhr-Uni Bochum, der TU Braunschweig, der Uni Bremen, der Uni Freiburg, der Uni Göttingen, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Uni Hannover, der Uni Heidelberg, der Uni Jena, der Uni Kiel, der Uni Köln, der Uni Konstanz, der Uni Mainz, der Uni Münster und der Uni Stuttgart. Weitere Hochschulen sind in Kooperationen vertreten.

Universität Bielefeld verliert Exzellenzcluster

NW- © Foto: Monika Kophal

Bielefeld (mt/dpa/hgd/jhr). Die Universität Bielefeld verliert die Fördermittel für ihren Exzellenzcluster "CITEC". Das Forschungsnetzwerk war 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesregierung gestartet. Für die Universität bedeutet die Entscheidung der Kommission aus Wissenschaftlern und Vertretern aus Bund und Ländern rund 6,5 Millionen Euro weniger pro Jahr.

Insgesamt 88 Forschungsnetzwerke hatten sich um einen Nachfolgeantrag bei der Exzellenzinitiative beworben. Das Programm wurde 2005 in Leben gerufen, seit 2007 wurde der Cluster von der Initiative unterstützt. Nach elf Jahren endet nun die zusätzliche Finanzierung, wodurch der Forschungsbereich auch das Label "Ausgezeichnet in der Exzellenzstrategie" verliert.

Arbeitsplätze werden von der Entscheidung ab 2019 betroffen: Wie der Pressesprecher der Universität Bielefeld auf MT-Anfrage erklärte, gebe es eine Übergangsfinanzierung für die bislang bewilligten Projektstellen. Die befristeten Stellen laufen mit der Finanzierung aus. Rund 80 wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Beschäftigte werden derzeit über den aktuellen Exzellenzcluster finanziert. Zusätzlich arbeiten 50 Beschäftigte in weiteren Projekten unter dem Dach der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung.

Am CITEC sind fünf Fakultäten der Universität Bielefeld beteiligt: Biologie, Linguistik und Literaturwissenschaft, Mathematik, Psychologie und Sportwissenschaft sowie die Technische Fakultät. Insgesamt arbeiten dort 27 Forschungsgruppen zusammen.

Rektor Gerhard Sagerer will dennoch nach vorne schauen: „Interaktive Intelligente Systeme sind und bleiben auch ohne die Exzellenzförderung ein zentraler Forschungsschwerpunkt der Universität Bielefeld", erklärte er am Donnerstagnachmittag. Künftig solle der Bereich sogar weiterentwickelt werden, auch im Kontext der neu entstehenden medizinischen Fakultät. "Wir werden uns jetzt auf weitere Förderformate, wie zum Beispiel Sonderforschungsbereiche, fokussieren.“

Wie die Universität mitteilt, haben CITEC-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler seit der Gründung des Exzellenzclusters jährlich etwa sechs Millionen Euro an Drittmitteln zusätzlich zu den Mitteln der Exzellenzinitiative eingeworben.

Zu den Gewinnern der Entscheidung gehört mit den meisten bewilligten Förderanträgen die Uni Bonn, die vier Cluster alleine bestreitet und an zwei weiteren beteiligt ist. Die Ludwig-Maximilian-Universität und die Technische Universität München haben mit vier gemeinsamen Projekten gewonnen. Die Uni Hamburg hat vier Anträge bewilligt bekommen. Die Freie Universität Berlin hat mit zwei allein betriebenen Clustern und einem in Kooperation mit anderen gewonnen. Die Berliner Humboldt-Uni ist insgesamt mit vier Projekten vertreten, davon hat sie eines allein auf die Beine gestellt. Die Technische Hochschule Aachen gewinnt mit zwei Clustern alleine und ist Partner bei einem weiteren. Dreifach Grund zur Freude hat die Uni Tübingen mit allein eingereichten Anträgen.

Insgesamt drei Mal gewonnen hat TU Dresden, davon zwei Mal allein. Weitere Gewinnercluster sind eingereicht worden von der Universität Bayreuth, der Ruhr-Uni Bochum, der TU Braunschweig, der Uni Bremen, der Uni Freiburg, der Uni Göttingen, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Uni Hannover, der Uni Heidelberg, der Uni Jena, der Uni Kiel, der Uni Köln, der Uni Konstanz, der Uni Mainz, der Uni Münster und der Uni Stuttgart. Weitere Hochschulen sind in Kooperationen vertreten.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.