Unbekannte zerstören 30 Apfelbäume im Generationenpark Rinteln Jakob Gokl Rinteln (szlz). Sprachlos. Bauhofchef Ulrich Hartmann hat bereits viel gesehen. Aber für diese sinnlose Zerstörungswut findet selbst er keine passenden Worte. 30 frisch gepflanzte Apfelbäume haben bisher unbekannte Täter in den vergangenen Tagen zerstört. Fein säuberlich wurden sie geköpft, ihre jungen Stämme möglicherweise mit einer Astschere durchtrennt. Besonders verwerflich ist die Tat, da hinter jedem Bäumchen ein Kind aus Rinteln steht. Im Generationenpark können heimische Eltern für ihre Kinder einen Apfelbaum samt Namensplakette pflanzen. „Was haben die Kleinen dem Täter denn getan?“, fragt sich Hartmann nach dem Grund für das „Massaker an den Apfelbäumen“. Entsetzt waren auch Vanessa Perisic und ihr Sohn Vincent Gabriel, als sie ihren zerstörten Apfelbaum erblickten. Wütend reckt der junge Rintelner den abgeschnittenen Baum in die Höhe. Hartmann wird nun Strafanzeige gegen unbekannt erstatten. Außerdem will die Stadt eine Belohnung in Höhe von 200 Euro ausloben, für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. Unklar ist auch das Motiv. Denn offenbar war es keine spontane Tat, schlussfolgert Hartmann. Denn das notwendige Werkzeug habe ja erst mitgebracht werden müssen. Und 30 Apfelbäume – sowie zwei gespendete Süntelbuchen – zu zerschneiden, dauere auch seine Zeit. Man wisse nicht „wer da auf jemanden einen solchen Hass hat“, so Hartmann. Aber klar ist, dass hinter jedem der 30 zerstörten Apfelbäume jetzt auch ein trauriges Kind steht. Denn neben der Freude, dem Baum beim Wachsen zu beobachten, gehören auch die Äpfel den Kindern und dürfen gepflückt und aufgesammelt werden. Welche konkreten Kinder und Familien von der sinnlosen Zerstörung betroffen sind, gibt die Stadt aus Datenschutzgründen natürlich nicht bekannt. Doch offenbar sind alle im Jahr 2019 gepflanzten Bäume betroffen. Gepflanzt werden die Bäume im Generationenpark immer im November. Eltern bezahlen einen Kostenbeitrag von 50 Euro pro Baum, tatsächlich seien die Kosten für die Stadt aber wesentlich höher, erklärt Hartmann. Denn neben der Kosten für den Baum, die Plakette und die Pflanzaktion an sich, müsse der Apfelbaum gerade in jungen Jahren vom Bauhof regelmäßig gegossen werden. Unklar ist noch, ob die 30 Apfelbäume jetzt neu angepflanzt werden müssen, oder möglicherweise aus dem Schnitt erneut austreiben können. In diesem Fall würde das Wachstum aber um Jahre zurückgeworfen – die erste Ernte an eigenen Apfelbäumen rückt für die Kinder damit in noch weitere Ferne.

Unbekannte zerstören 30 Apfelbäume im Generationenpark Rinteln

Vanessa Perisic und ihr Sohn Vincent Gabriel begutachten entsetzt ihren zerstörten Baum. © Foto: szlz

Rinteln (szlz). Sprachlos. Bauhofchef Ulrich Hartmann hat bereits viel gesehen. Aber für diese sinnlose Zerstörungswut findet selbst er keine passenden Worte. 30 frisch gepflanzte Apfelbäume haben bisher unbekannte Täter in den vergangenen Tagen zerstört. Fein säuberlich wurden sie geköpft, ihre jungen Stämme möglicherweise mit einer Astschere durchtrennt. Besonders verwerflich ist die Tat, da hinter jedem Bäumchen ein Kind aus Rinteln steht.

Im Generationenpark können heimische Eltern für ihre Kinder einen Apfelbaum samt Namensplakette pflanzen. „Was haben die Kleinen dem Täter denn getan?“, fragt sich Hartmann nach dem Grund für das „Massaker an den Apfelbäumen“. Entsetzt waren auch Vanessa Perisic und ihr Sohn Vincent Gabriel, als sie ihren zerstörten Apfelbaum erblickten. Wütend reckt der junge Rintelner den abgeschnittenen Baum in die Höhe.

Hartmann wird nun Strafanzeige gegen unbekannt erstatten. Außerdem will die Stadt eine Belohnung in Höhe von 200 Euro ausloben, für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. Unklar ist auch das Motiv. Denn offenbar war es keine spontane Tat, schlussfolgert Hartmann. Denn das notwendige Werkzeug habe ja erst mitgebracht werden müssen. Und 30 Apfelbäume – sowie zwei gespendete Süntelbuchen – zu zerschneiden, dauere auch seine Zeit. Man wisse nicht „wer da auf jemanden einen solchen Hass hat“, so Hartmann.

Aber klar ist, dass hinter jedem der 30 zerstörten Apfelbäume jetzt auch ein trauriges Kind steht. Denn neben der Freude, dem Baum beim Wachsen zu beobachten, gehören auch die Äpfel den Kindern und dürfen gepflückt und aufgesammelt werden. Welche konkreten Kinder und Familien von der sinnlosen Zerstörung betroffen sind, gibt die Stadt aus Datenschutzgründen natürlich nicht bekannt. Doch offenbar sind alle im Jahr 2019 gepflanzten Bäume betroffen. Gepflanzt werden die Bäume im Generationenpark immer im November.

Eltern bezahlen einen Kostenbeitrag von 50 Euro pro Baum, tatsächlich seien die Kosten für die Stadt aber wesentlich höher, erklärt Hartmann. Denn neben der Kosten für den Baum, die Plakette und die Pflanzaktion an sich, müsse der Apfelbaum gerade in jungen Jahren vom Bauhof regelmäßig gegossen werden. Unklar ist noch, ob die 30 Apfelbäume jetzt neu angepflanzt werden müssen, oder möglicherweise aus dem Schnitt erneut austreiben können. In diesem Fall würde das Wachstum aber um Jahre zurückgeworfen – die erste Ernte an eigenen Apfelbäumen rückt für die Kinder damit in noch weitere Ferne.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales