Gütersloh Trio aus OWL verpasst Deal bei „Höhle der Löwen" im TV knapp Max Maschmann Gütersloh. Das Start-Up "PortHy" aus OWL hat in der jüngsten Folge der TV-Formats "Höhle der Löwen" einen Deal zwar knapp verpasst. Doch Mitgründer Julian Hesse, der nebenbei Trainer des FC Gütersloh ist, kann das gelassen sehen. So ist die jetzt auf Vox ausgestrahlte Folge Anfang Februar gedreht worden, seitdem hat sich für das Unternehmen einiges getan. "Wir hatten danach Investorengespräche, bei denen uns wirtschaftlich und strategisch kein schlechteres Angebot gemacht worden ist", sagt Hesse. Und auch im Online-Shop gingen die Bestellungen nach der Ausstrahlung ab 20.15 Uhr im Minutentakt ein. Neben Hesse (31) waren auch die Bielefelder Mitgründer Paul Böllhoff (20) und Jonathan Tenge (28) vor die "Löwen" um Wirtschaftsgröße Carsten Maschmeyer, Beauty-Expertin Judith Williams, Medienunternehmer Georg Kofler, Handelsmogul Ralf Dümmel und Orthomol-Geschäftsführer Nils Glagau getreten. "Zu dem Zeitpunkt waren wir mit unserem Unternehmen drei bis vier Monate auf dem Markt, da war es total aufregend und surreal in der größten Gründershow Deutschlands zu sein", sagt Hesse. Insgesamt eine Stunde hatte die Präsentation im TV-Studio gedauert, gesendet wurde ein 20-minütiger Zusammenschnitt, den das Team in dieser Woche nun erstmals zu sehen bekam. Maschmeyer und Kofler steigen schnell aus Mit "PortHy" haben die Gründer eine Handykette mit integriertem Desinfektionsmittelspender entwickelt. Hintergedanke dabei ist, dass Möglichkeiten zur Desinfektion nicht immer zur Hand sind. Das Smartphone aber, so die Gründer, trage jeder bei sich. Ihre Kette, die in mehreren Farben und verschiedenen Varianten angeboten wird, kommt mit integriertem Hohlraum, der mit 35 Millilitern Desinfektionsmittel befüllt werden kann – das soll für 600 Sprühstöße genügen. Für 200.000 Euro wäre das Trio bei Ausstrahlung bereit gewesen, zehn Prozent der Firmenanteile an einen der "Löwen" abzugeben. Nach der Vorstellung steigen Maschmeyer und auch Kofler jedoch rasch aus. "Ich brauche das Handy viel geschäftlich, würde es mir aber nicht umhängen", sagt Maschmeyer. Auch eine Handyhülle, die für den Gebrauch nötig ist, stört den 62-Jährigen. Schließlich investiere er bereits bei "Green Mnky", die mit ihren Folien versuchen, Hüllen abzuschaffen. Kofler sagt derweil: "Übermäßiges Desinfizieren kann ja Ausdruck eines Hygienebewusstseins sein, aber man will ja auch Naturbursche sein und da muss man sich nicht alle fünf Minuten desinfizieren." Dümmel möchte 25 Prozent der Firmenanteile - und ist auch raus Williams hat die Sorge, dass nach dem Sprühvorgang Restfeuchtigkeit am Sprühkopf bleiben und Flecken auf der Kleidung verursachen könnte. Dafür ist ihr das Produkt zum damaligen Preis von knapp 70 Euro zu teuer – sie steigt aus. Glagau ebenfalls. Als letzter "Löwe" ist schließlich noch Dümmel im Rennen und macht deutlich: "Ich finde euch super und euer Produkt richtig gut". Auch er stößt sich zwar am Verkaufspreis, will aber zumindest wissen, was bei den Firmenanteilen die Schmerzgrenze der Jungunternehmer wäre. Nach kurzer Besprechung einigt sich das Trio auf höchstens 15 Prozent des Unternehmens, das es für 200.000 Euro bereit wäre abzugeben. Dümmel hatte noch zehn Prozent mehr anvisiert – und somit ist der letzte verbliebene Löwe aus dem Rennen. Von den Kritikpunkten aus der Show, sagt Hesse nun mit Abstand, habe man sich einiges angenommen, vor allem inzwischen am Preis gearbeitet. "Damals hatten wir noch hohe Produktionskosten und komplizierte Lieferketten." Inzwischen sei das günstigste Produkt im Shop für unter 30 Euro zu haben. Die von Williams geäußerte Sorge vor möglichen Flecken auf der Kleidung sehen die Unternehmer anders. "Deshalb ist unser Desinfektionsmittel wasserbasiert."
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Trio aus OWL verpasst Deal bei „Höhle der Löwen" im TV knapp

Die Gründer des Start-Ups "PortHy" präsentierten ihr Produkt vor der Jury der "Höhle der Löwen" um Carsten Maschmeyer. © Screenshot/TVNow

Gütersloh. Das Start-Up "PortHy" aus OWL hat in der jüngsten Folge der TV-Formats "Höhle der Löwen" einen Deal zwar knapp verpasst. Doch Mitgründer Julian Hesse, der nebenbei Trainer des FC Gütersloh ist, kann das gelassen sehen. So ist die jetzt auf Vox ausgestrahlte Folge Anfang Februar gedreht worden, seitdem hat sich für das Unternehmen einiges getan. "Wir hatten danach Investorengespräche, bei denen uns wirtschaftlich und strategisch kein schlechteres Angebot gemacht worden ist", sagt Hesse. Und auch im Online-Shop gingen die Bestellungen nach der Ausstrahlung ab 20.15 Uhr im Minutentakt ein.

Neben Hesse (31) waren auch die Bielefelder Mitgründer Paul Böllhoff (20) und Jonathan Tenge (28) vor die "Löwen" um Wirtschaftsgröße Carsten Maschmeyer, Beauty-Expertin Judith Williams, Medienunternehmer Georg Kofler, Handelsmogul Ralf Dümmel und Orthomol-Geschäftsführer Nils Glagau getreten. "Zu dem Zeitpunkt waren wir mit unserem Unternehmen drei bis vier Monate auf dem Markt, da war es total aufregend und surreal in der größten Gründershow Deutschlands zu sein", sagt Hesse. Insgesamt eine Stunde hatte die Präsentation im TV-Studio gedauert, gesendet wurde ein 20-minütiger Zusammenschnitt, den das Team in dieser Woche nun erstmals zu sehen bekam.

Maschmeyer und Kofler steigen schnell aus

Mit "PortHy" haben die Gründer eine Handykette mit integriertem Desinfektionsmittelspender entwickelt. Hintergedanke dabei ist, dass Möglichkeiten zur Desinfektion nicht immer zur Hand sind. Das Smartphone aber, so die Gründer, trage jeder bei sich. Ihre Kette, die in mehreren Farben und verschiedenen Varianten angeboten wird, kommt mit integriertem Hohlraum, der mit 35 Millilitern Desinfektionsmittel befüllt werden kann – das soll für 600 Sprühstöße genügen. Für 200.000 Euro wäre das Trio bei Ausstrahlung bereit gewesen, zehn Prozent der Firmenanteile an einen der "Löwen" abzugeben.

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Nach der Vorstellung steigen Maschmeyer und auch Kofler jedoch rasch aus. "Ich brauche das Handy viel geschäftlich, würde es mir aber nicht umhängen", sagt Maschmeyer. Auch eine Handyhülle, die für den Gebrauch nötig ist, stört den 62-Jährigen. Schließlich investiere er bereits bei "Green Mnky", die mit ihren Folien versuchen, Hüllen abzuschaffen. Kofler sagt derweil: "Übermäßiges Desinfizieren kann ja Ausdruck eines Hygienebewusstseins sein, aber man will ja auch Naturbursche sein und da muss man sich nicht alle fünf Minuten desinfizieren."

Dümmel möchte 25 Prozent der Firmenanteile - und ist auch raus

Williams hat die Sorge, dass nach dem Sprühvorgang Restfeuchtigkeit am Sprühkopf bleiben und Flecken auf der Kleidung verursachen könnte. Dafür ist ihr das Produkt zum damaligen Preis von knapp 70 Euro zu teuer – sie steigt aus. Glagau ebenfalls. Als letzter "Löwe" ist schließlich noch Dümmel im Rennen und macht deutlich: "Ich finde euch super und euer Produkt richtig gut". Auch er stößt sich zwar am Verkaufspreis, will aber zumindest wissen, was bei den Firmenanteilen die Schmerzgrenze der Jungunternehmer wäre. Nach kurzer Besprechung einigt sich das Trio auf höchstens 15 Prozent des Unternehmens, das es für 200.000 Euro bereit wäre abzugeben. Dümmel hatte noch zehn Prozent mehr anvisiert – und somit ist der letzte verbliebene Löwe aus dem Rennen.

Von den Kritikpunkten aus der Show, sagt Hesse nun mit Abstand, habe man sich einiges angenommen, vor allem inzwischen am Preis gearbeitet. "Damals hatten wir noch hohe Produktionskosten und komplizierte Lieferketten." Inzwischen sei das günstigste Produkt im Shop für unter 30 Euro zu haben. Die von Williams geäußerte Sorge vor möglichen Flecken auf der Kleidung sehen die Unternehmer anders. "Deshalb ist unser Desinfektionsmittel wasserbasiert."

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