Espelkamp Trendwende in Corona-Hochburg? Plötzlich überwiegen die Erstimpfungen Die offenen mobilen Aktionen am Samstag und Sonntag kommen sehr gut an. Heimische Hausärzte kommen mit den Impfterminen kaum nach. Karsten Schulz Espelkamp. Matthias Tegeler, Vorsitzender des Espelkamper Corona-Krisenstabes bei der Stadtverwaltung, freut sich darüber, dass die Bemühungen Espelkamps, die Impfquote zu erhöhen, erste Erfolge zeigen. So nimmt bei den jetzt seit mehreren Wochen regelmäßig angebotenen Impfterminen am Samstag im Bürgerhaus und am Sonntag im Nachbarschaftszentrum Erlengrund die Zahl der Erstimpfungen deutlich zu. Bei Tegeler laufen die Zahlen zusammen Bei Tegeler laufen die Zahlen zentral zusammen, die von den impfenden Ärzten gemeldet werden. Dabei hat der städtische Fachbereichsleiter Recht und Ordnung und ständige Vertreter des Bürgermeisters auch alle anderen Impforte im Blick, die es zurzeit in Espelkamp gibt. "Alle Hausärzte arbeiten am Rande ihrer Möglichkeiten und haben sich auf die heranrollende Welle der Impfwilligen eingestellt", so Tegeler. Das Angebot der Stadt, das ehemalige Volksbankgebäude Am Hügel 18 für weitere Impfmöglichkeiten zu nutzen, habe aber zum jetzigen Zeitpunkt nur die Ostlandpraxis angenommen, stellt er fest. Andere Praxen hätten sich intern umgestellt oder auch im Hause umorganisiert und erweitert, wie beispielsweise die "Hausarztpraxis am Rathaus" Rarei und Schmidt. Sein Dank gilt allen Espelkamper Ärzten, die sich "zum Teil bis an den Rand der Erschöpfung gegen die Corona-Welle stemmen." Nur Ostlandpraxis nahm die angebotenen Räume an Es zeige sich immer deutlicher, dass die Frage der vorhandenen Räume und deren Größe eine große Rolle spiele, um viele Impfungen durchzuführen. Dies sei bei der Ostlandpraxis der Fall, die jetzt deutlich mehr Impfungen vornehmen könne. Der vorhandene Praxisbetrieb könne jetzt mehr Menschen behandeln als zuvor, macht Tegeler deutlich. Weiterhin sehr gut angenommen würden die gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz angebotenen freien mobilen Termine im Bürgerhaus und im Nachbarschaftszentrum Erlengrund. Leider habe man am Sonntag vergangener Woche die Türen nicht öffnen können, weil die DRK-Mitarbeiter zu einer Bombenräumung im Einsatz waren, darauf wies der Fachbereichsleiter jetzt hin. Dennoch habe man allein am Samstag im Bürgerhaus 179 Erstimpfungen, 45 Zweitimpfungen und 141 Booster-Impfungen vorgenommen. "Das waren so viele Erstimpflinge wie noch nie, eine deutliche Steigerung zum Wochenende davor", sagt Tegeler. Am Wochenende 20. und 21. November habe es an beiden Tagen an den beiden Standorten 179 Erstimpfungen, 85 Zweitimpfungen und 235 Booster-Impfungen gegeben. "Der Trend geht klar zu Erstimpfungen", beobachtet der städtische Beamte mit großer Freude. Geimpft hatten die heimischen Ärzte Kilian Bömeke und Andreas Hosp. Am Wochenende sind drei Impfstraßen geöffnet Auch am kommenden Wochenende wird wieder im Bürgerhaus und im Nachbarschaftszentrum geimpft. Gemeinsam mit dem DRK sei man übereingekommen, die mobilen Impfangebote bis zum letzten Wochenende vor der Weihnachtspause am 18. und 19. Dezember zunächst zu befristen. "Wir werden dann schauen, wie es im kommenden Jahr weitergeht", hofft Tegeler auf eine dann bald einsetzende Entspannung der Corona-Lage. Eingerichtet werden sollen drei Impfstraßen, genügende Impfstoffe seien vorhanden. Als verantwortliche impfende Ärzte konnten Roman Butowski aus Hüllhorst und Hans-Jürgen Kleinemeier aus Bünde gewonnen werden. Nach wie vor, so war zu erfahren, kommen die Impfwilligen aus dem gesamten Lübbecker Land, dem benachbarten niedersächsischen Raum sowie aus dem Kreis Herford und auch aus dem Mindener/Bückeburger Raum. "Alle Termine waren schnell vergriffen" Der Homepage der Ostlandpraxis ist - stellvertretend für die Hausarztpraxen in Espelkamp - zu entnehmen, dass die Lieferungen des Biontech-Impfstoffs an die Hausärzte "deutlich reduziert wurden". Dafür stehe der gleichwertige Impfstoff von Moderna zur Verfügung. Nach Empfehlung der ständigen Impf-Kommission (STIKO) werde daher für jeden über 30-Jährigen eine Impfung mit dem Impfstoff von Moderna geplant und für alle unter 30-Jährigen und Schwangere der Impfstoff von Biontech reserviert. "Alle freigegebenen Termine waren sehr schnell vergriffen. Wir arbeiten daran, unser Impfangebot auszuweiten. Es werden laufend Termine freigegeben, sobald ein Impfteam bereitsteht", heißt es dort weiter.
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Trendwende in Corona-Hochburg? Plötzlich überwiegen die Erstimpfungen

Bürgermeiser Henning Vieker verteilte beim Start der mobilen Impfaktionen die Aufklärungsbögen wie hier an Claudia Fischer, die sich zum dritten Mal impfen ließ. © Kirsten Tirre

Espelkamp. Matthias Tegeler, Vorsitzender des Espelkamper Corona-Krisenstabes bei der Stadtverwaltung, freut sich darüber, dass die Bemühungen Espelkamps, die Impfquote zu erhöhen, erste Erfolge zeigen. So nimmt bei den jetzt seit mehreren Wochen regelmäßig angebotenen Impfterminen am Samstag im Bürgerhaus und am Sonntag im Nachbarschaftszentrum Erlengrund die Zahl der Erstimpfungen deutlich zu.

Bei Tegeler laufen die Zahlen zusammen

Bei Tegeler laufen die Zahlen zentral zusammen, die von den impfenden Ärzten gemeldet werden. Dabei hat der städtische Fachbereichsleiter Recht und Ordnung und ständige Vertreter des Bürgermeisters auch alle anderen Impforte im Blick, die es zurzeit in Espelkamp gibt. "Alle Hausärzte arbeiten am Rande ihrer Möglichkeiten und haben sich auf die heranrollende Welle der Impfwilligen eingestellt", so Tegeler.


Das Angebot der Stadt, das ehemalige Volksbankgebäude Am Hügel 18 für weitere Impfmöglichkeiten zu nutzen, habe aber zum jetzigen Zeitpunkt nur die Ostlandpraxis angenommen, stellt er fest. Andere Praxen hätten sich intern umgestellt oder auch im Hause umorganisiert und erweitert, wie beispielsweise die "Hausarztpraxis am Rathaus" Rarei und Schmidt. Sein Dank gilt allen Espelkamper Ärzten, die sich "zum Teil bis an den Rand der Erschöpfung gegen die Corona-Welle stemmen."

Nur Ostlandpraxis nahm die angebotenen Räume an

Es zeige sich immer deutlicher, dass die Frage der vorhandenen Räume und deren Größe eine große Rolle spiele, um viele Impfungen durchzuführen. Dies sei bei der Ostlandpraxis der Fall, die jetzt deutlich mehr Impfungen vornehmen könne. Der vorhandene Praxisbetrieb könne jetzt mehr Menschen behandeln als zuvor, macht Tegeler deutlich. Weiterhin sehr gut angenommen würden die gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz angebotenen freien mobilen Termine im Bürgerhaus und im Nachbarschaftszentrum Erlengrund.

Leider habe man am Sonntag vergangener Woche die Türen nicht öffnen können, weil die DRK-Mitarbeiter zu einer Bombenräumung im Einsatz waren, darauf wies der Fachbereichsleiter jetzt hin. Dennoch habe man allein am Samstag im Bürgerhaus 179 Erstimpfungen, 45 Zweitimpfungen und 141 Booster-Impfungen vorgenommen.

"Das waren so viele Erstimpflinge wie noch nie, eine deutliche Steigerung zum Wochenende davor", sagt Tegeler. Am Wochenende 20. und 21. November habe es an beiden Tagen an den beiden Standorten 179 Erstimpfungen, 85 Zweitimpfungen und 235 Booster-Impfungen gegeben. "Der Trend geht klar zu Erstimpfungen", beobachtet der städtische Beamte mit großer Freude. Geimpft hatten die heimischen Ärzte Kilian Bömeke und Andreas Hosp.

Am Wochenende sind drei Impfstraßen geöffnet

Auch am kommenden Wochenende wird wieder im Bürgerhaus und im Nachbarschaftszentrum geimpft. Gemeinsam mit dem DRK sei man übereingekommen, die mobilen Impfangebote bis zum letzten Wochenende vor der Weihnachtspause am 18. und 19. Dezember zunächst zu befristen. "Wir werden dann schauen, wie es im kommenden Jahr weitergeht", hofft Tegeler auf eine dann bald einsetzende Entspannung der Corona-Lage.

Eingerichtet werden sollen drei Impfstraßen, genügende Impfstoffe seien vorhanden. Als verantwortliche impfende Ärzte konnten Roman Butowski aus Hüllhorst und Hans-Jürgen Kleinemeier aus Bünde gewonnen werden. Nach wie vor, so war zu erfahren, kommen die Impfwilligen aus dem gesamten Lübbecker Land, dem benachbarten niedersächsischen Raum sowie aus dem Kreis Herford und auch aus dem Mindener/Bückeburger Raum.

"Alle Termine waren schnell vergriffen"

Der Homepage der Ostlandpraxis ist - stellvertretend für die Hausarztpraxen in Espelkamp - zu entnehmen, dass die Lieferungen des Biontech-Impfstoffs an die Hausärzte "deutlich reduziert wurden". Dafür stehe der gleichwertige Impfstoff von Moderna zur Verfügung. Nach Empfehlung der ständigen Impf-Kommission (STIKO) werde daher für jeden über 30-Jährigen eine Impfung mit dem Impfstoff von Moderna geplant und für alle unter 30-Jährigen und Schwangere der Impfstoff von Biontech reserviert.

"Alle freigegebenen Termine waren sehr schnell vergriffen. Wir arbeiten daran, unser Impfangebot auszuweiten. Es werden laufend Termine freigegeben, sobald ein Impfteam bereitsteht", heißt es dort weiter.

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