Tönnies-Video zum Corona-Ausbruch: Mitarbeiterin fristlos gekündigt Stefan Schelp Rheda-Wiedenbrück. Dass das Video aus der Kantine des Fleischkonzerns Tönnies nicht ohne Folgen bleiben würde, war eigentlich selbstverständlich. Zu offensichtlich war die Tatsache, dass im Konzern in Rheda-Wiedenbrück sämtliche Corona-Hygiene- und Abstandsregeln missachtet wurden. In der Folge waren mehr als 1.500 Tönnies-Beschäftigte positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der Shutdown, den die Landesregierung daraufhin über den Kreis Gütersloh verhängt hatte, ist gerade um eine weitere Woche verlängert worden. Allerdings hat das Video nun auch noch ganz andere Folgen. Und zwar für die Mitarbeiterin, die den Film aufgenommen hat. Sie ist nicht direkt bei Tönnies, wohl aber bei einem Catering-Unternehmen beschäftigt, das den Konzern beliefert. Bei Tönnies hat die Frau inzwischen Hausverbot, ihr Arbeitgeber hat ihr fristlos, "hilfsweise fristgerecht" gekündigt, wie es in einer Mitteilung des Arbeitsgerichts Bielefeld heißt. Vor der 1. Kammer des Arbeitsgerichts ist ein Rechtsstreit in dieser Sache anhängig. Noch gebe es keine Schriftsätze zum Kündigungsgrund. Im Gütetermin vom 9. Juni sei der Klägerin vorgeworfen worden, in „sozialen Netzwerken" ein Video gepostet zu haben. Dies stellte die Klägerin nicht in Abrede, bestritt aber, dass die Kommentare von ihr sind. Das Video war auch in den zuständigen Ausschüssen des Kreistags Gütersloh gezeigt worden. Streit gab es unter anderem darüber, wann das Video entstanden ist. Zunächst hieß es, es sei im April gedreht worden, also zu einer Zeit, als Masken- und Abstandspflicht längst eingeführt waren. Später versicherte der Tönnies-Konzern, das Video sei bereits im März entstanden, als es die scharfen Corona-Regeln noch nicht gab.

Tönnies-Video zum Corona-Ausbruch: Mitarbeiterin fristlos gekündigt

Der Blick in die Kantine.

Rheda-Wiedenbrück. Dass das Video aus der Kantine des Fleischkonzerns Tönnies nicht ohne Folgen bleiben würde, war eigentlich selbstverständlich. Zu offensichtlich war die Tatsache, dass im Konzern in Rheda-Wiedenbrück sämtliche Corona-Hygiene- und Abstandsregeln missachtet wurden. In der Folge waren mehr als 1.500 Tönnies-Beschäftigte positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der Shutdown, den die Landesregierung daraufhin über den Kreis Gütersloh verhängt hatte, ist gerade um eine weitere Woche verlängert worden.

Allerdings hat das Video nun auch noch ganz andere Folgen. Und zwar für die Mitarbeiterin, die den Film aufgenommen hat. Sie ist nicht direkt bei Tönnies, wohl aber bei einem Catering-Unternehmen beschäftigt, das den Konzern beliefert.

Bei Tönnies hat die Frau inzwischen Hausverbot, ihr Arbeitgeber hat ihr fristlos, "hilfsweise fristgerecht" gekündigt, wie es in einer Mitteilung des Arbeitsgerichts Bielefeld heißt. Vor der 1. Kammer des Arbeitsgerichts ist ein Rechtsstreit in dieser Sache anhängig.

Noch gebe es keine Schriftsätze zum Kündigungsgrund. Im Gütetermin vom 9. Juni sei der Klägerin vorgeworfen worden, in „sozialen Netzwerken" ein Video gepostet zu haben. Dies stellte die Klägerin nicht in Abrede, bestritt aber, dass die Kommentare von ihr sind.

Das Video war auch in den zuständigen Ausschüssen des Kreistags Gütersloh gezeigt worden. Streit gab es unter anderem darüber, wann das Video entstanden ist. Zunächst hieß es, es sei im April gedreht worden, also zu einer Zeit, als Masken- und Abstandspflicht längst eingeführt waren. Später versicherte der Tönnies-Konzern, das Video sei bereits im März entstanden, als es die scharfen Corona-Regeln noch nicht gab.

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