Tierschützer werfen Lübbecker Westfleisch-Zulieferbetrieb Tierquälerei vor Lübbecke (mt/jhr). Der Tierrechtsverein Tierretter.de wirf mehreren Zulieferbetrieben des Fleischkonzerns Westfleisch Tierquälerei vor, darunter ist auch ein Betrieb in Lübbecke. Die Tierschützer hatten Aufnahmen aus sechs Betrieben veröffentlicht, die unter anderem verletzte Tiere zeigen. Ein Westfleisch-Sprecher war auf MT-Anfrage am Dienstagnachmittag nicht zu sprechen, auch eine offizielle Stellungnahme blieb bislang aus. Der Verein Tieretter.de hatte die Aufnahmen am Montag veröffentlicht. Sie zeigen nach Auskunft des Vereins blutige Verletzungen im Schwanzbereich der Schweine, kranke Tiere, schlechte Luft, trostlose Langeweile und immer wieder Verordnungsverstöße. Die Aufnahmen entstanden demnach im August und September 2017 in einem Betrieb in Hessen im Kreis Waldeck-Frankenberg und fünf weiteren Betrieben in NRW in den Landkreisen Paderborn, Höxter, Warendorf und in dem Betrieb in Lübbecke im Kreis Minden-Lübbecke."Wir möchten mit diesen Aufnahmen der Gesellschaft die Frage stellen, ob es gerechtfertigt ist Tieren so etwas anzutun oder ob wir nicht endlich auch Tieren Grundrechte zusprechen sollten," bewertet Christian Adam, im Vorstand von tierretter.de, die Aufnahmen.Erst im Juli 2017 hatten solche Aufnahmen einen handfesten Skandal in NRW ausgelöst. Es waren ähnliche Bilder aus dem Familienbetrieb der Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking (CDU) aufgetaucht. "Die Strafverfolgung wurde damals eingestellt und die tierhaltende Landwirtschaft hat sich mit der Ministerin solidarisiert - es hieß immer wieder, dass es nur eine Momentaufnahme sei. Diese neuen Aufnahmen aus insgesamt sechs Betrieben zeigen deutlich: Tierquälerei ist Standard in Ställen", erklärt Christian Adam vom Verein tierretter.de klar. Westfleisch gehört laut eigenen Angaben zu den fünf größten Fleischkonzernen in Europa und ist der drittgrößte in Deutschland. Das Unternehmen wirbt auf seiner Internetseite mit dem Slogan "Direkt von Bauern". Laut Tieretter.de schlachtet der Konzern über 8 Millionen Schweine jährlich.

Tierschützer werfen Lübbecker Westfleisch-Zulieferbetrieb Tierquälerei vor

Auf der Seite Tierretter.de werden die Bilder gezeigt. © Repro: MT

Lübbecke (mt/jhr). Der Tierrechtsverein Tierretter.de wirf mehreren Zulieferbetrieben des Fleischkonzerns Westfleisch Tierquälerei vor, darunter ist auch ein Betrieb in Lübbecke. Die Tierschützer hatten Aufnahmen aus sechs Betrieben veröffentlicht, die unter anderem verletzte Tiere zeigen. Ein Westfleisch-Sprecher war auf MT-Anfrage am Dienstagnachmittag nicht zu sprechen, auch eine offizielle Stellungnahme blieb bislang aus. 

Der Verein Tieretter.de hatte die Aufnahmen am Montag veröffentlicht. Sie zeigen nach Auskunft des Vereins blutige Verletzungen im Schwanzbereich der Schweine, kranke Tiere, schlechte Luft, trostlose Langeweile und immer wieder Verordnungsverstöße.

Die Aufnahmen entstanden demnach im August und September 2017 in einem Betrieb in Hessen im Kreis Waldeck-Frankenberg und fünf weiteren Betrieben in NRW in den Landkreisen Paderborn, Höxter, Warendorf und in dem Betrieb in Lübbecke im Kreis Minden-Lübbecke.

"Wir möchten mit diesen Aufnahmen der Gesellschaft die Frage stellen, ob es gerechtfertigt ist Tieren so etwas anzutun oder ob wir nicht endlich auch Tieren Grundrechte zusprechen sollten," bewertet Christian Adam, im Vorstand von tierretter.de, die Aufnahmen.

Erst im Juli 2017 hatten solche Aufnahmen einen handfesten Skandal in NRW ausgelöst. Es waren ähnliche Bilder aus dem Familienbetrieb der Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking (CDU) aufgetaucht. "Die Strafverfolgung wurde damals eingestellt und die tierhaltende Landwirtschaft hat sich mit der Ministerin solidarisiert - es hieß immer wieder, dass es nur eine Momentaufnahme sei. Diese neuen Aufnahmen aus insgesamt sechs Betrieben zeigen deutlich: Tierquälerei ist Standard in Ställen", erklärt Christian Adam vom Verein tierretter.de klar.

Westfleisch gehört laut eigenen Angaben zu den fünf größten Fleischkonzernen in Europa und ist der drittgrößte in Deutschland. Das Unternehmen wirbt auf seiner Internetseite mit dem Slogan "Direkt von Bauern". Laut Tieretter.de schlachtet der Konzern über 8 Millionen Schweine jährlich.

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