Therapiehündin verloren: Hilfsbedürftige Hundehalterin durchlebt Gift-Alptraum Sara Mattana Löhne (nw). Als sich Sabine Dumann am Mittwoch auf den Weg machte, um mit einem Bekannten und ihren zwei kleinen Hunden spazieren zu gehen, ahnte sie nicht, dass nur einer ihrer geliebten Vierbeiner überleben würde. Was die Rentnerin in der vergangenen Woche erlebte, ist für viele Hundehalter ein Albtraum: Hündin Öhrchen starb auf dem Weg zum Tierarzt in den Armen ihres Frauchens. Was genau passiert ist, kann Sabine Dumann nur mutmaßen. Fest stehe laut der Hundehalterin jedoch, dass ihre siebenjährige Mini-Yorkshire-Terrier-Hündin Gift gefressen haben muss. Das habe ihr der Tierarzt bestätigt, auch wenn Öhrchen zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr lebte. Für die Löhnerin begann der Albtraum, als sie sich nach einer kurzen Runde durch den Ideengarten von Blumen Grewe – dem ehemaligen Schaugarten der Firma Lusit – auf einer dortigen Bank ausruhen wollte. „Ich war hier vorher noch nie und hatte meine beiden Hunde an der Leine – denn am Eingang steht ein Schild, das auf die Leinenpflicht auf dem Gelände hinweist“, berichtet Sabine Dumann. Lothar Steinmeier, der gemeinsam mit der Rentnerin unterwegs war, erinnert sich: „Es war ziemlich warm, deshalb haben sich die Hunde unter die Bank zurückgezogen.“ Dort habe Öhrchen, die ältere der beiden Hündinnen, über die Steine geleckt – und dann sei plötzlich alles ganz schnell gegangen. Der kleine Hund habe sich noch neben der Bank zweimal erbrochen. „Wir haben dann gesehen, dass ihre Zunge und das Zahnfleisch schon ganz blau waren und ich hatte irgendwie das Gefühl, sie überlebt das nicht“, so Dumann, die ihre geliebte Hündin schon seit dem Welpenalter hatte. Und ihre Vorahnung sollte sich bestätigen: „Wir sind sofort zum Auto gelaufen und wollten sie zum Tierarzt bringen, doch am Nachmittag hatten beide Tierärzte hier vor Ort geschlossen. Also sind wir nach Kirchlengern zur Tierklinik gefahren, doch meine Hündin ist noch im Auto gestorben. Ich glaube, sie war schon tot, bevor wir die erste geschlossene Tierarztpraxis erreicht haben.“ Dennoch habe sie das Tier in der Klinik zu einem Arzt gebracht. „Ich hatte zwar schon eine Vergiftung vermutet, aber ich wollte ja wissen, ob das wirklich die Todesursache war. Der Tierarzt hat mir dann bestätigt, dass sie wohl Gift aufgenommen haben muss“, sagt Sabine Dumann, die sich wünscht, dass es auch für Tiere eine Art Giftnotruf geben würde. An diesem Tag ist für Sabine Dumann eine kleine Welt zusammengebrochen. Zwar hat sie glücklicherweise noch ihre kleine Yorkshire-Hündin Püppi, doch Öhrchen, die in diesem Jahr acht Jahre alt geworden wäre, war für sie weit mehr als nur ein Haustier. „Sie war ein ausgebildeter Therapiehund und hat mich gewarnt, wenn mein Blutzucker zu niedrig wurde“, so die Löhnerin, die sich extra immer wieder informiert hat, wo vermeintliche Giftköder gefunden wurden, und diese Orte aus Sorge um ihre Hunde stets mied.

Therapiehündin verloren: Hilfsbedürftige Hundehalterin durchlebt Gift-Alptraum

Therapiehündin Öhrchen Fotos: Mattana/pr © nw

Löhne (nw). Als sich Sabine Dumann am Mittwoch auf den Weg machte, um mit einem Bekannten und ihren zwei kleinen Hunden spazieren zu gehen, ahnte sie nicht, dass nur einer ihrer geliebten Vierbeiner überleben würde. Was die Rentnerin in der vergangenen Woche erlebte, ist für viele Hundehalter ein Albtraum: Hündin Öhrchen starb auf dem Weg zum Tierarzt in den Armen ihres Frauchens.

Was genau passiert ist, kann Sabine Dumann nur mutmaßen. Fest stehe laut der Hundehalterin jedoch, dass ihre siebenjährige Mini-Yorkshire-Terrier-Hündin Gift gefressen haben muss. Das habe ihr der Tierarzt bestätigt, auch wenn Öhrchen zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr lebte. Für die Löhnerin begann der Albtraum, als sie sich nach einer kurzen Runde durch den Ideengarten von Blumen Grewe – dem ehemaligen Schaugarten der Firma Lusit – auf einer dortigen Bank ausruhen wollte. „Ich war hier vorher noch nie und hatte meine beiden Hunde an der Leine – denn am Eingang steht ein Schild, das auf die Leinenpflicht auf dem Gelände hinweist“, berichtet Sabine Dumann.

Sabine Dumann ist noch immer geschockt. - © Sara Mattana
Sabine Dumann ist noch immer geschockt. - © Sara Mattana

Lothar Steinmeier, der gemeinsam mit der Rentnerin unterwegs war, erinnert sich: „Es war ziemlich warm, deshalb haben sich die Hunde unter die Bank zurückgezogen.“ Dort habe Öhrchen, die ältere der beiden Hündinnen, über die Steine geleckt – und dann sei plötzlich alles ganz schnell gegangen.

Der kleine Hund habe sich noch neben der Bank zweimal erbrochen. „Wir haben dann gesehen, dass ihre Zunge und das Zahnfleisch schon ganz blau waren und ich hatte irgendwie das Gefühl, sie überlebt das nicht“, so Dumann, die ihre geliebte Hündin schon seit dem Welpenalter hatte. Und ihre Vorahnung sollte sich bestätigen: „Wir sind sofort zum Auto gelaufen und wollten sie zum Tierarzt bringen, doch am Nachmittag hatten beide Tierärzte hier vor Ort geschlossen. Also sind wir nach Kirchlengern zur Tierklinik gefahren, doch meine Hündin ist noch im Auto gestorben. Ich glaube, sie war schon tot, bevor wir die erste geschlossene Tierarztpraxis erreicht haben.“

Dennoch habe sie das Tier in der Klinik zu einem Arzt gebracht. „Ich hatte zwar schon eine Vergiftung vermutet, aber ich wollte ja wissen, ob das wirklich die Todesursache war. Der Tierarzt hat mir dann bestätigt, dass sie wohl Gift aufgenommen haben muss“, sagt Sabine Dumann, die sich wünscht, dass es auch für Tiere eine Art Giftnotruf geben würde.

An diesem Tag ist für Sabine Dumann eine kleine Welt zusammengebrochen. Zwar hat sie glücklicherweise noch ihre kleine Yorkshire-Hündin Püppi, doch Öhrchen, die in diesem Jahr acht Jahre alt geworden wäre, war für sie weit mehr als nur ein Haustier. „Sie war ein ausgebildeter Therapiehund und hat mich gewarnt, wenn mein Blutzucker zu niedrig wurde“, so die Löhnerin, die sich extra immer wieder informiert hat, wo vermeintliche Giftköder gefunden wurden, und diese Orte aus Sorge um ihre Hunde stets mied.

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