Sturmtief "Ignatz": Erster Herbststurm trifft Ostwestfalen-Lippe Matthias Bungeroth Bielefeld/Minden. Es heißt Ignatz und bringt in den kommenden zwei Tagen viel Bewegung ins Wetter: Die ersten Herbststürme bewegen sich auf Deutschland zu; auch Ostwestfalen-Lippe bekommt davon einiges ab. Friedrich Föst, Diplom-Meteorologe aus Lübbecke, sieht "ein klassisches Herbsttief" auf uns zukommen. Er rät dringend dazu, alle beweglichen Gegenstände im Freien, wie Gartenmöbel, Mülltonnen und dergleichen schon mal reinzuholen oder doch zumindest richtig zu fixieren. Der Deutsche Wetterdienst warnt im Kreis Minden-Lübbecke vor schweren Sturmböen zwischen 75 und 90 km/h. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h gerechnet werden, so der DWD. Die Warnung wurde zunächst für Donnerstag von 0 bis 18 Uhr herausgegeben. "An diesem Mittwoch wird nochmal warme Luft zu uns kommen. Ein letzter warmer Gruß aus dem Mittelmeerraum", beschreibt Föst die zu erwartende Entwicklung an der Wetterfront in OWL. Knapp 20 Grad können es hier und da werden. Zum Nachmittag werde ein in Böen starker Wind Einzug halten. "Das eigentliche Sturmtief kommt ab Donnerstag rein", so Föst . "In den frühen Morgenstunden wird es dann kalt bis auf maximal zehn Grad. Das könne also an manchen Orten einen Sturz der Maximaltemperatur um bis zu zehn Grad bedeuten. "Lose Gegenstände sichern" "Wir werden Böen bis zu 75 km/h haben", sagt Föst voraus. Am Teutoburger Wald, auf der Paderborner Hochebene, der Egge und im Weserbergland seien örtlich auch 90 km/h möglich, so die Prognose. Hinzu komme "insbesondere bei Schauern ein sehr ruppiger bis stürmischer Wind". Insgesamt sei die Lage aber nicht vergleichbar mit den echten, winterlichen Sturmtiefs. Föst rät aber auf jeden Fall, sich auf die zu erwartenden Sturmböen vorzubereiten: "Sonnenschirme und ähnliche, lose Gegenstände wie Mülltonnen sind zu sichern, Gartenmöbel und Kindertrampoline sollten besser nach drinnen geholt werden." Denn die Spitzengeschwindigkeiten der Sturmfronten haben es in sich. "Dass dann mal ein Baum umfällt, kann auch sein." Eine potenzielle Gefahr auch für Kraftfahrer. Kathrin Jarosch, Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sagt auf Anfrage: "Sturmschäden am Haus übernimmt die Wohngebäudeversicherung." Die Teilkaskoversicherung sei für die Regulierung von Sturmschäden am Auto zuständig, etwa wenn ein herabfallender Ast das Fahrzeug beschädige. Ihr Hinweis hier: "Der Schadenfreiheitsrabatt ändert sich hierdurch nicht." Auch Jarosch rät, das Auto zu sichern, Dachfenster zu schließen, Markisen einzufahren und Gartenmöbel zu sichern. Für künftige Stürme ist ihr Tipp: "Das Dach sollte regelmäßig überprüft werden, etwa auf lose Dachziegel."

Sturmtief "Ignatz": Erster Herbststurm trifft Ostwestfalen-Lippe

Sturmtief Ignatz trifft am Donnerstag auf OWL. © Pixabay

Bielefeld/Minden. Es heißt Ignatz und bringt in den kommenden zwei Tagen viel Bewegung ins Wetter: Die ersten Herbststürme bewegen sich auf Deutschland zu; auch Ostwestfalen-Lippe bekommt davon einiges ab. Friedrich Föst, Diplom-Meteorologe aus Lübbecke, sieht "ein klassisches Herbsttief" auf uns zukommen. Er rät dringend dazu, alle beweglichen Gegenstände im Freien, wie Gartenmöbel, Mülltonnen und dergleichen schon mal reinzuholen oder doch zumindest richtig zu fixieren. Der Deutsche Wetterdienst warnt im Kreis Minden-Lübbecke vor schweren Sturmböen zwischen 75 und 90 km/h. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h gerechnet werden, so der DWD. Die Warnung wurde zunächst für Donnerstag von 0 bis 18 Uhr herausgegeben.

"An diesem Mittwoch wird nochmal warme Luft zu uns kommen. Ein letzter warmer Gruß aus dem Mittelmeerraum", beschreibt Föst die zu erwartende Entwicklung an der Wetterfront in OWL. Knapp 20 Grad können es hier und da werden. Zum Nachmittag werde ein in Böen starker Wind Einzug halten. "Das eigentliche Sturmtief kommt ab Donnerstag rein", so Föst . "In den frühen Morgenstunden wird es dann kalt bis auf maximal zehn Grad. Das könne also an manchen Orten einen Sturz der Maximaltemperatur um bis zu zehn Grad bedeuten.

"Lose Gegenstände sichern" "Wir werden Böen bis zu 75 km/h haben", sagt Föst voraus. Am Teutoburger Wald, auf der Paderborner Hochebene, der Egge und im Weserbergland seien örtlich auch 90 km/h möglich, so die Prognose. Hinzu komme "insbesondere bei Schauern ein sehr ruppiger bis stürmischer Wind". Insgesamt sei die Lage aber nicht vergleichbar mit den echten, winterlichen Sturmtiefs. Föst rät aber auf jeden Fall, sich auf die zu erwartenden Sturmböen vorzubereiten: "Sonnenschirme und ähnliche, lose Gegenstände wie Mülltonnen sind zu sichern, Gartenmöbel und Kindertrampoline sollten besser nach drinnen geholt werden."

Denn die Spitzengeschwindigkeiten der Sturmfronten haben es in sich. "Dass dann mal ein Baum umfällt, kann auch sein." Eine potenzielle Gefahr auch für Kraftfahrer. Kathrin Jarosch, Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sagt auf Anfrage: "Sturmschäden am Haus übernimmt die Wohngebäudeversicherung." Die Teilkaskoversicherung sei für die Regulierung von Sturmschäden am Auto zuständig, etwa wenn ein herabfallender Ast das Fahrzeug beschädige. Ihr Hinweis hier: "Der Schadenfreiheitsrabatt ändert sich hierdurch nicht."

Auch Jarosch rät, das Auto zu sichern, Dachfenster zu schließen, Markisen einzufahren und Gartenmöbel zu sichern. Für künftige Stürme ist ihr Tipp: "Das Dach sollte regelmäßig überprüft werden, etwa auf lose Dachziegel."

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